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Bei meinem letzten Besuch in Italien fiel mir auf - nicht
ohne leichtem Verdruss -, dass in vielen Restaurants
zum Salat, neben dem selbstverständlichen
"Olio d'Oliva Vergine" standardmäßig
"Aceto Balsamico" gereicht wurde. Ich
musste jedes Mal ausdrücklich einen "normalen"
Weinessig bestellen. Die Balsamico-Mode hatte sich auch im
Ursprungsland dieses Essigs durchgesetzt.
Die wenigsten nicht italienischen Konsumenten wissen, dass
der echte Balsamico früher niemals für Salat
verwendet wurde, sondern nur tropfenweise zum Würzen
von Käse, Fleisch und anderen feinen Gerichten. Seinen
Erfolg als Salatwürze verdankt der Balsamico ausschließlich
einem Missverständnis. Denn er heißt ja Essig,
und so dachte man im Ausland, dass er auf den Salat gehöre.
Die Nachfrage stieg!
Und weil der Aceto Balsamico Tradizionale so kostbar
wie die weißen Trüffeln aus Alba ist und auch hinsichtlich
des Preises der Extraklasse der Nahrungsmittel gehört,
musste eine preiswertere Variante her.
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