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Aglio (Knoblauch) |
Knoblauch (Allium sativum), eine Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze aus der Familie der Lauchgewächse (Alliaceae), ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Knoblauch begleitet die Menschen seit Jahrtausenden und schützt sie gegen Krankheiten, Epidemien und Vampire. Niemand bestreitet heute seine herausragende Bedeutung in der Küche und für die Gesundheit, nur an seinem Geruch scheiden sich auch heute noch die Geister. |
Die Geschichte des Knoblauchs lässt sich bis ins zweite Millennium vor der Zeitwende zurückverfolgen. Beim Bau der ägyptischen Pyramiden sollen die Bauarbeiter Knoblauch erhalten haben, um ihre Kräfte zu erhalten. Im antiken Griechenland wurde Knoblauch bei den Olympiaden - quasi als Dopingmittel - eingesetzt. Er war bei den alten griechischen Sportlern sehr beliebt, auch weil er gegen viele Krankheiten schützte. |
| Keine andere Pflanze gilt so lange schon als Heilmittel gegen die verschiedensten Leiden. Knoblauch hat antiseptische Wirkung, ist Entzündung hemmend und desinfizierend, wirkt positiv auf den Cholesterinspiegel und somit gegen Bluthochdruck und Arteriosklerose und kann bei chronischen Magen- und Darmproblemen helfen und das Immunsystem anregen. |
Die Zeiten, in denen Knoblauch als Volkskost benutzt wurde, sind schon lange vorbei. Heute wird er kaum noch roh oder als Beikost genossen, sondern fast nur zum Würzen verwendet. Besonders im Mittelmeerraum wird er als Gewürz reichlich eingesetzt. Der Knoblauchduft gilt als das Symbol schlechthin für die südländische Esskultur. |
In der italienischen Küche spielt Knoblauch seit jeher eine große Rolle, keinesfalls aber so sehr wie in der griechischen oder in der spanischen Küche. Wenn man von einer Reihe von Gerichten absieht, bei denen Knoblauch einer der Hauptbestandteile des Geschmacks ist (Spaghetti aglio e olio, Pesto [ ], Bruschetta [ ], ...), zeichnet sich die italienische Küche durch einen sehr maßvollen Einsatz dieses Gewürzes aus. Knoblauch wird nicht in rauen Mengen zerdrückt und zerhackt den Gericht beigemischt. Meistens sind es nur ein, zwei Knoblauchzehen, die mit in die Pfanne kommen, den Gerichten das charakteristische Aroma verleihen und zum Schluss wieder entfernt werden. |
Dass auch in Italien Knoblauch nicht nur Freunde hat, zeigte sich als 2007 Carlo Rossella, Direktor eines beliebten italienischen Privatfernsehsenders eine Knoblauch-Kontroverse lostrat. Er gab sich als Knoblauchgegner zu erkennen und stellte in Aussicht, einen Führer mit italienischen Restaurants ohne Knoblauchküche herauszugeben. "Knoblauch stinkt", sagte Rossella. "Ich kann ihn nicht verdauen und vermeide ihn wie ein Vampir." Die Anti- Knoblauch-Kampagne stieß auf positives Echo bei einer großen Anzahl von italienischen Gourmets, Köchen und Prominenten, die sich mit Rossella solidarisierten. Unter anderen Silvio Berlusconi, die Schauspieler Monica Bellucci, Raoul Bova und Manuela Arcuri, der Journalist Emilio Fede und Fiat-Chef Luca Di Montezemolo. "Deaglizzare" (entknoblauchen) ist der neuitalienische Begriff, der seitdem in der Welt der italienischen VIPs kursiert. |
Spaghetti aglio e olio e peperoncino |
| Zutaten (für 4 Personen) |
350 g Spaghetti
2-3 Knoblauchzehen
1 scharfer peperoncino
7 EL Olivenöl |
Zur Zubereitung werden die Knoblauchzehen im Olivenöl hell angebraten und das zusätzlich mit dem gehackten peperoncino (Chilischote) so aromatisierte Öl zum würzen der bissfest gekochten Spaghetti verwendet. |
Insalata di Carne (Fleischsalat) |
| Zutaten (für 3 Personen) |
500 g gekochtes, mageres, kleingeschnittenes Rindfleisch
200 g in Öl eingelegte Champignons
Saft von 2 Zitronen
6 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer nach Geschmack
Olivenöl nach Gusto
Petersilie |
Aus dem Zitronensaft, den feingehackten Knoblauch, dem Olivenöl und der Petersilie eine Marinade erstellen, mit der das Fleisch übergossen wird. Gut mischen. Mindestens zwei Stunden im Kühlschrank einziehen lassen. |
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| Knoblauchschmuggler |
| Bei Knoblauch registriert die Europäische Union die vergleichbar höchsten Zollausfälle (etwa 60 Millionen Euro jährlich) durch Schmuggel. Die Agrarlobbys aus Spanien und Italien hatten, weil die Produktionskosten der chinesischen Bauern nur ein Zehntel des europäischen Niveaus betragen, auf Einfuhrbeschränkungen bestanden. |
| Daraufhin blühte der Schmuggel auf. Schätzungsweise 25.000 Tonnen Knoblauch kommen jährlich illegal aus China in die EU.
Zu diesem Zweck wird, neben anderen Methoden, von den chinesischen Exporteuren der Knoblauch über Drittländer wie Ägypten, Jordanien oder die Türkei, die für Knoblauch keiner Importbeschränkungen unterliegen, in die EU geschleust. |
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Knoblauch schälen
ohne
Geruch an den Fingern |
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Zyliss
Knoblauchschäler
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WMF 605616030 Knoblauchschneider GOURMET
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Knoblauch-
Kochbuch
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