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Cima alla genovese (Gefüllte Kalbsbrust).

Zutaten für 4 Personen

1 von den Rippen ausgelöste Kalbsbrust (ca 800 g)
100 g Hackfleisch (Faschiertes) vom Kalb
150 g Kalbshirn (ggf. Bries)
150 g Kalbsgekröse (ev. Kutteln)
3 Eier
1 Knoblauchzehe
ein paar Blätter Majoran (gehackt)
20 gr getrocknete gemischte Pilze
50 g Butter
25 g Pinienkerne
2 EL Grana padano
1 Prise Muskatnuss
Pfeffer
1 Handvoll frische Erbsen
5 Kopfsalatblätter, in Streifen geschnitten
2 L Gemüsebrühe (Wasser, Zwiebel, Karotte, Stangensellerie, Tomate, Petersilie, Salz)

Zubereitung
Eine Tasche in die Kalbsbrust schneiden: Die ausgelöste Kalbs­brust zurecht­legen und ein Messer zwischen die beiden Hauptschichten des Muskelfleisches führen, so dass eine Öffnung entsteht. Die Tasche soll so tief wie mögliche geschnitten werden, ohne dass dabei die beiden Fleischschichten getrennt werden. Das kann man sich bereits vom Metzger (Fleischer) machen lassn.
Die getrockneten Pilze in lauwarmem Wasser weich werden lassen. Anschlie­ßend ab­trocknen und hacken. Den Sud aufheben.
Kalbshirn (bzw. Bries) und -gekröse 5 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Danach abschrecken, sorgfältig von Häuten und Gefäßen befrei­en, in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne die Buttert zerlassen und das Fleisch darin sanft anbraten. Nur zum Schluss das Kalbshirn und das Gekröse hinzufügen.
In eine Schüssel umfüllen und etwas abkühlen lassen. Erbsen, Kopfsalat, Pinienkerne, Knoblauch (zerdrückt), Majoran, etwas von dem Grana und die Pilze hinzufügen, alles behutsam mischen. Die Eier verquirlen, zusammen mit dem Parmesan unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskat­nuss kräftig würzen.
Die vorbereitete Kalbsbrust nur zu etwa 2/3 mit der Mischung füllen, da diese sich beim Garen noch beträchtlich ausdehnt. Die Öffnung mit Küchenzwirn fest zunähen. Das Ganze in ein weißes Tuch einwickeln und festbinden. Die gefüllte Kalbsbrust mit einer Nadel an verschiedenen Stellen etwa ein Dutzend Mal einstechen.

Währenddessen in einem grossen Topf die Gemüsebrühe erhitzen, den Pilz­sud zugiessen. Kurz vorm Siedepunkt die gefüllte Kalbsbrust in die Brühe geben. Zugedeckt bei kleinster Stufe mindestens 2 Std. garen. Vom Herd nehmen, das Fleisch noch 30 Min. im Sud nachziehen lassen.
Die Cima zwischen zwei Tellern beschwert durch 2-3 Kilos abkühlen lassen, in etwa 3-4-mm dicke Scheiben aufschneiden und servieren.

Cima alla genovese
Die erste Strophe des Chansons "A cimma" (Farizio de André):

Ti t'adesciae 'nsce l'èndegu du matin

ch'à luxe a l'à 'n pé 'n tèra e l'àtru in mà

ti t'ammiae a ou spégiu de 'n tianin

ou cé ou s'ammià a ou spégiu dà ruzà

ti mettiae ou brugu réddenu 'nte 'n cantùn

che se d'à cappa a sgùggia 'n cuxin-a à stria

a xeùa de cuntà 'è pàgge che ghe sùn

'a cimma a l'è za pinn-a a l'è za cuxia

Nichts verstanden? Kein Wunder. Denn es ist in genuesischer Mundart geschrieben. Auf Deutsch könnte man es etwa so übersetzen:

Du wirst beim Indigoblau des Morgens aufwachen,

Wenn das Licht einen Fuß an Land und einen im Meer hat.

Du wirst dich im Spiegel einer kleinen Pfanne sehen

Und der Himmel im Spiegel des Taus.

Du wirst den Besen in eine Ecke stellen,

Damit, wenn die Hexe aus dem Rauchfang kommt,

Bis sie die Besenborsten zu Ende gezählt hat.

Die Cima in der Küche schon fertig sein wird.

Weitere typisch genuesische Gerichte:
Cappon magro []
Farinata []
Focaccia []
Minestrone alla genovese []
Pansotti con salsa di noci []
Pesto alla genovese []
 
Cima
Der berühmte genueser Chansonnier Fabrizio de An­dré hat diesem nach dem Pesto und der Farinata be­rühm­testen genueser Gericht sogar ein Lied gewidmet.
Lästerer meinen, dass die Cima ein Beweis für den sprichwörtlichen Geiz der Genueser sei, weil ihr Ur­sprung auf die Notwen­dig­keit, Essensreste weiter­zu­ver­wer­ten, zurückgeführt wird.

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