Geschichte | Persönlichkeiten | Film/Medien/Musik | Literatur/Presse
  Landschaften | Essen & Trinken | Kunst/Architektur | Wissenswertes
  
 

Focaccia

Die Focaccia ist für die Bewohner Liguriens aber insbesondere für die Genu­eser etwa das, was für die Bayern die Brezn sind: ein kaum verzichtbarer Bestandteil des Frühstücks. Aber ebenso ist sie eine beliebte Zwischen­mahlzeit oder Beilage für den Aperitif - es ist eine Speise, die man zu jeder Tageszeit essen kann. Diese schmackhafte Art Fladenbrot ist in jedem Bäckerladen zu kaufen und wenn man am frühen Morgen an einer der zahlreichen panetterie oder focaccerie der Genu­eser Innenstadt vorbeigeht, fallen einem unausweichlich die vielen Menschen auf, die im Gehen lässig an einer sorgfältig in Butterbrotpapier gewickelten Focaccia knabbern.
Die focaccia (fugassa auf Genuesisch) hat eine lange, interessante Ge­schichte: Zwischen dem 15. und dem 16. Jahrhundert war es z.B. üblich, dass bei einer Hochzeit, das Brautpaar den eingeladenen Gästen frisch gebackene, duftende focaccia anbot.

Goldfarbene, knusprige Focaccia

Die focaccia muss innen weich sein, außen knusprig und goldfarben und reichlich mit Öl benetzt.

Neben der "normalen" focaccia, die nur aus Mehl, Wasser, Salz, Hefe und etwas Olivenöl besteht, gibt es zahlreiche, ebenso schmackhafte andere Varianten, wie die focaccia con le cipolle (Zwiebel-Focaccia), die focaccia alla salvia (Salbei-Focaccia) und die berühmte focaccia col formaggio (mit dem Käse stracchino) aus Recco.

Hier das klassische Rezept, wobei ich ausdrücklich darauf hinweise, dass ohne dem entsprechenden Holzofen die Aussichten, etwas zu backen, was der echten focaccia auch nur einigermaßen ähnelt, nicht sehr hoch einzuschätzen sind.

200 g Weizenmehl
2 TL Salz
35 g Bierhefe
125 ml lauwarmes Wasser
3 EL Olivenöl

Das Mehl, die Hälfte des Salzes und die Hefe in einer Schüssel vermischen. In die Mitte eine Mulde bilden, das Wasser und 2 EL Olivenöl hinzufügen. Zu einem weichen Brotteig kneten, ggf. mehr Wasser hinzufügen.
Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche 15 Minuten weiterkneten, bis er geschmeidig ist. Ein Pizzablech dünn mit Öl ausstreichen.
Den Teig in die Form drücken und abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen. Den Backofen auf 200 °C (Umluft 180 °C) vorheizen.
Mit dem Finger kleine Löcher in den Teig drücken. Das restliche Öl über den Teig geben und bis an den Rand verstreichen. Mit Salz bestreuen.
20 - 25 Minuten backen, bis die focaccia goldbraun ist.

Focacceria

Focaccia di Recco / focaccia col formaggio (Käse-Focaccia)
Rezept für 4 Personen

500 g Weizenmehl
200g Crescenza bzw. Stracchino-Käse
1 TL Salz
1 Glas lauwarmes Wasser
Olivenöl (extra vergine)

Den Teig mit dem Mehl, 4 EL Öl, dem Salz und dem Wasser zubereiten. In vier runde Formen teilen und 40 Minuten ruhen lassen.
Zwei niedrige Pizzaformen (etwa 20 cm Durchmesser) dünn mit Öl bestrei­chen. Den Teig so flach wie möglich walken.

Die erste Teigscheibe in eine Form legen und mit Käsestücken bedecken, etwa mit einem Abstand von wenigen Zentimentern voneinander. Mit der zweiten Scheibe zudecken und den überflüssigen Teig wegschneiden. Mit etwas Salz bestreuen und in sehr heißem Herd (250°) nur wenige Minuten backen.
Das gleiche Verfahren wiederholen mit der zweiten Form.
Die fertig gebackene focaccia mit Öl beträufeln.

 

Focaccia

Jedes Mal, wenn ich von ei­ner län­geren Auslands­rei­se nach München zurück­kom­me, freue ich mich un­gemein auf mein erstes Butterbrezn-Früh­stück, eine fast zum Ritus ge­wor­dene Gewohn­heit.
Nicht viel anders geschieht es mir, wenn ich nach Genua fahre, nur ist hier die knus­pri­ge focaccia das un­aus­weich­liche Ziel mei­ner Früh­stücks­be­gierde.


Focaccia
Focaccia: Simple Breads
from the Italian Oven

(Mauszeiger aufs Bild
positionieren, um
das Buch zu bestellen)

Brot, Pizza, Kuchen, Gebäck
Brot, Pizza, Kuchen und Gebäck
von Antonio und

Priscilla Carluccio
(Mauszeiger aufs Bild
positionieren, um
das Buch zu bestellen)