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Peperoni arrostiti (geröstete Paprikaschoten)
Diese ist eine der klassischen Methoden, Paprikaschoten zubereiten.
In alten Zeiten galt dies in Sizilien als typisches Frühstück der Bauern während der Weinlese. Man nannte es pivula! Man röstete die Peperoni auf der Glut von verbrannten Weinranken. Man warf die Paprikaschoten, einige Tomaten und Knoblauchzehen in die Glut. Ab und zu wendete man Paprika und Tomaten in der Glut mit einem Stock.
Nach etwa 20 minuten wurden Tomaten und Paprika herausgeholt und, so weit es ging, von der Haut befreit. Nun schneidete man die Paprikaschoten in Streifen und zerquetschte sie (zusammen mit Tomaten und Knoblauch) zu einer Paste. Gewürzt wurde das ganze mit scharfem Pfeffer, Salz und reichlich Olivenöl.
Das köstliche Gericht muss sofort verzehrt werden, sonst wird es feucht und schlabbrig
Man kann es auch in der Grillpfanne versuchen. Aber es ist etwas anderes!
Peperoni ripieni (gefüllte Paprika)
Zutaten für drei Paprikaschoten

3 Mittelgroße gelbe oder rote Paprikaschoten
6 feste, mittelgroße Tomaten (Paradeiser)
1 EL Kapern
24 grüne, fein zerkleinerte Oliven
3 Anchovies, zerkleinert
5 EL Pecorino-Käse, gerieben
Gehackte Petersilie
5 EL angefeuchtete Semmelbröseln
Salz, Pfeffer, 3 EL Olivenöl

Zubereitung
Die Paprikaschoten aushölen. Dazu wird nur der Stil herausgeschnitten, um ein möglichst kleines Loch zu erzeugen. Das Innere leeren. Einige Minuten in kochendem, gesalzenen Wasser vorgaren.
Danach wird aus den Tomaten (gehackt, am Besten, wenn vorher die Haut entfernt wurde), den Kapern, den Oliven, den Anchovies, dem Pecorino, den Semmelbröseln und dem Öl eine Füllung erstellt.
Nachdem diese Mischung gut vermengt und mit Salz und Pfeffer abschmeckt wurde, werden damit die Paprika­schoten gefüllt, und in einer mit Öl bestrichenen feuerfeste Form in den Ofen geschoben. Etwa eine 1/2 Stunde bei 180° garen lassen.
Peperoni ripieni di carne (mit Fleischfüllung)
Zutaten für 4 Personen

4 Paprikaschoten (rot oder grün)
200g gehacktes (faschiertes) Kalbfleisch
200g Ricotta
50g geriebener Parmesan
1/2 kleine Zwiebel
Etwas gehackte Petersilie
1 Ei, Salz, etwas Butter

Zubereitung

Von den Paprikaschoten jeweils einen Deckel abschneiden und das Kern­gehäuse entfernen. Anschließend 5 Minuten in kochendem, gesalzenen Wasser vorgaren.
Die (fein gehackte) Zwiebel, das Hackfleisch, die Ricotta, das Ei und den Parmesan gut vermengen und salzen.
Mit dieser Mischung die Paprikaschoten füllen und in eine feuerfeste, gefettete Form stellen. Die geschmolzene Butter darauf träufeln.
Etwa 40 Minuten bei 180° garen lassen, bis die Oberfläche schön knusprig ist.

Peperoni ripieni di salsiccia
Zutaten für 4 Personen

4 Paprikaschoten (rot oder grün)
200g gekochtes Rindfleisch
100g Salsiccia (italienische Bratwurst)
50g geriebener Parmesan
1 gehackte Knoblauchzehe
50g gehackte Petersilie
2 Eier, Salz, Pfeffer, 3 EL Olivenöl

Zubereitung

Von den Paprikaschoten jeweils einen Deckel abschneiden und das Kern­gehäuse entfernen. Anschließend einige Minuten in kochendem, gesalzenem Wasser vorgaren. Das Rindfleisch durch den Fleischwolf drehen und mit der Salsiccia vermengen. In einer Schüssel das Fleisch, die Eier, den Knoblauch, den Parmesan und die Petersilie gut vermengen. Salzen und pfeffern.
Mit dieser Mischung die Paprikaschoten füllen und in eine feuerfeste, gefettete Form stellen. Etwas Öl darauf verteilen. Mit den abgeschnittenen Deckeln schließen
Etwa eine Stunde bei 180° garen lassen. Sie schmecken auch kalt vorzüglich.

Peperoni ripieni di melanzane (mit Auberginen gefüllt)
Zutaten pro Personen
1 große rote Paprikaschote
1 kleine Aubergine
Krümel von altbackenem Brot
Petersilie, 1/4 Zehe Knoblauch, gehackt
1 Eigelb
1 TL Kapern
Zubereitung
Das Originalrezept sieht enthäutete Paprikaschoten vor. Es schmeckt aber auch vorzüglich mit Paprikas mit Haut.
Zum Häuten werden die Schoten gegrillt und in kaltem Wasser abgeschreckt.
Die Auberginen werden gewürfelt und ggf. eine Zeit lang mit Salz vermischt auf einem Sieb liegen gelassen (siehe dazu die Seite mit den Auberginen­rezepten [ ] ). Anschließend unter kaltem Wasser gut abspülen und in Olivenöl frittieren. Mit eingeweichtem Brot, Petersilie, Kapern, Knoblauch und einem geschlagenen Eigelb zu einer weichen Paste vermischen, die Paprika damit füllen und ca. 40 Min. im Ofen bei 180° garen.
Peperoni dorati nell'uovo (Abruzzen)
Zutaten für 4 Personen

4 Paprikaschoten (rot oder grün)
Etwas Mehl
1 geschlagenes Ei mit etwas Salz
Butter

Zubereitung

Die Paprikaschoten auf einem Grill von allen Seiten rösten. Nachdem man sie in kaltem Wasser abgeschreckt hat, entfernt man die Haut, das Kerngehäuse, und schneidet sie in Streifen.
Diese werden ins Mehl getaucht, mehrmals im Ei gewendet und anschließend in einer Pfanne in der heißen Butter gebraten.

 
Paprika
Die Gattung Paprika (Capsi­cum) ge­hört zur Familie der Nacht­schat­ten­ge­wächse (So­lanaceae). Sie war im Alter­tum in Europa nicht bekannt. Der Ursprung der Paprika-Sorten liegt in Mittel- und Südamerika. Die Gattung entwickelte sich im Gebiet des heutigen Südbra­silien bis Bolivien. Durch den zu­neh­menden Welthandel jener Zeit breiteten sich Sorten der Paprikapflanze schnell in Afrika, im Nahen Osten und Süd­ost­asien bis nach Japan aus. Innerhalb Europas er­folgte die Verbreitung dann über den Balkan. Zuerst kam die Pflanze über Indien und Persien in die Türkei. Von dort aus wurde sie in den Bal­kan eingeführt und von dort bis nach Deutschland gebracht.

Der erste Nach­weis von Pa­pri­ka­pflanzen in Deutschland stammt aus dem Jahre 1542. Erst gegen Ende des 19. Jahr­hunderts gab es Varian­ten von (nicht scharfen) Gemüsepa­pri­ka. Heute wird Paprika weltweit in tropischen und gemäß­igten Zonen angebaut. Durch die Haltung in Ge­wächs­häusern wird eine längere Vegeta­tions­periode gewährleistet, die eine ununterbrochene Ernte von der gleichen Pflanze über Jahre hinweg ermöglicht. Im Sommer werden Paprika aus deutscher und ungarischer Produktion angeboten. Daneben werden süße Paprika er­gänzend das ganze Jahr über aus Spanien und den Nieder­lan­den. In den Wintermonaten gibt es Lie­fe­rungen auch aus Israel und Ägypten.

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