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Reisanbau in Italien

Wenn man an Reisfelder denkt, fallen einem automatisch asiatische Land­schaf­ten ein, Schwemmland in Grün und über die Felder gebückte Bauern mit den typischen aus Stroh geflochtenen konischen Reispflückerhüten. Wenige Menschen wissen aber, dass die Poebene in Norditalien das größte Reis­an­bau­gebiet Europas ist. Mit 1.350.000 Tonnen kommt die Produktion zwar nicht an globale Maßstäbe heran (beispielsweise produziert Vietnam 38.895.500 Ton­nen im Jahr), aber auch in der Poebene sieht man - je nach Jahreszeit - die typischen von Wasser bedeckt Reisfelder oder die in zartem Grün leuch­ten­den Reispflanzen. Es ist fast so malerisch wie in Asien.
Alte Fotos aus den Reisanbaugebieten
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Risotto

Risotto ist ein italienisches Gericht, das man in unterschiedlichen Varianten im ganzen Land findet, wenn es auch historisch ein Gericht Norditaliens ist.
Typisch für ein Risotto ist die Erhaltung der Stärke, die am Ende der Garzeit die Reiskörner bindet und dem Gericht eine sämige Konsistenz gibt. Risotto ist nicht ganz leicht zuzubereiten, denn man muss die richtige Reissorte ver­wen­den und die Garzeit genau einhalten, will man nicht, dass aus dem Risotto ein matschiger Brei wird.
Allen Arten von Risotto ist gemeinsam, dass gehackte Zwiebeln in Fett glasig gedünstet werden und anschließend der trockene Reis hinzugefügt und etwas angeschwitzt wird. Dann wird mit heißer Fleisch- oder Geflügelbrühe, oft auch mit Wein abgelöscht. Während der Garzeit muss man immer wieder heiße Flüssigkeit hinzufügen und oft unrühren. Zum Abschluss wird meist etwas But­ter und bei vielen Rezepten auch frisch geribener Parmesan hinzugegeben.
Die bekanntesten Sorten für das Gelingen eines guten risotto sind Arborio, Vialone und Carnaroli. In Deutschland ist Arborio die Reissorte, die man am Häufigsten in den Supermärkten findet, er hat gute Bindungskraft und etwas festere Konsistenz.

Risotto alla milanese (Safranreis auf Mailänder Art)

Zubereitung
Zum Anschwitzen der Zwiebeln wird etwas Butter und Rinderknochenmark verwendet. Das ist (zusammen mit dem Safran) wesentlich für das typische Aroma dieses Traditionsgerichts. Sobald der Zwiebel anfängt, glasig zu wer­den, wird der Reis hinzugefügt und noch einige Minuten mitgedünstet. Erst dann wird der Reis mit etwas Weißwein abgelöscht und verdampfen gelassen. Jetzt kommt die heiße Rinderbrühe dazu. Bei niedriger Flamme lässt man den Reis eindicken. Der Safran wird erst nach der Hälfte der Garzeit hinzugefügt. Zum Schluss wird der Reis mit etwas Butter und geriebenem Parmesan vermengt und kräftig umgerührt.
Bis auf die Verwendung von Öl anstatt des Rinderknochen-
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Zur Entstehung des Risotto alla milanese gibt es eine Legende. Laut dieser soll ein Geselle beim Herstellen der Farben für die Fenster des im Bau be­find­lichen Mailänder Doms etwas Safran verwendet haben, wofür er vom Meister Valerio aus Flandern verspottet wurde. So sinnte der Geselle nach Ra­che. Am Hochzeitstag von Valerios Tochter mischte er etwas Safran in den Risotto des Hochzeitsessen. Nach der ersten Überraschung der Hochzeitsgäste fasste ei­ner von ihnen Mut und kostete von dem goldgelben Gericht. Aber welch ein Wunder! Der Reis schmeckte köstlich und in Null Komma Nichts war er ver­schwunden.

Risotto al tartufo (Risotto mit Trüffeln)

Zutaten (4 Personen)
60g Trüffeln
80 g Butter
1/2 kleine Zwiebel
300 g Risottoreis (z.B. Arborio, Carnaroli)
!/2 Glas trockenen Weißwein
1/10 L Rinderbrühe
40 g geriebenen Pacorino-Käse
Zubereitung
Zum Anschwitzen der Zwiebeln wird etwa die Hälfte der Butter verwendet. Das ist (zusammen mit dem Trüffeln) wesentlich für das typische Aroma die­ses Gerichts. Sobald der Zwiebel anfängt, glasig zu wer­den, wird der Reis hinzugefügt und etwas "geröstet". Anschließend wird der Reis mit dem Weiß­wein abgelöscht und verdampfen gelassen. Dann kommt die heiße Rin­der­brühe dazu. Bei häufigem Umrühren lässt man der Reis eindicken. Den Ri­sot­to auf vorgeheizten Tellern anrichten und reichlich Trüffel darüber hobeln, bzw. streuen.

Risotto ai funghi (Risotto mit Pilzen)

Zubereitung
Wenn man getrocknete Pilze verwendet, lässt man sie zuerst 1/2 Stunde in lauwarmem Wasser aufweichen. Dann werden etwas Knoblauch und fein­ge­hack­te Zwiebeln in wenig Butter und Öl angeschwitzt. Wenn der Zwiebel gla­sig ist, wird der Reis hinzugefügt und noch 2-3 Minuten mitgedünstet. Erst dann wird das Ganze mit etwas Weißwein abgelöscht und verdampfen ge­lassen. Schließlich kommt die heiße Rinderbrühe dazu. Jetzt kommt die heiße Rinderbrühe dazu. Bei niedriger Flamme lässt man den Reis eindicken. Wenn die Brühe aufgesogen ist, weitere hinzufügen und dabei regelmäßig um­rüh­ren. Zum Schluss wird der Reis mit etwas Butter und geriebenem Parmesan vermengt und kräftig umgerührt.
Weitere Risotto-Arten Zutaten
Risotto alla parmigiana Butter, Zwiebeln, Weißwein, Bouillon, Reis, Salz, Parmesan
Risotto alla monzese Butter, Zwiebeln, Weißwein, Bouillon, Reis, Salz, Parmesan, lüganega (Bratwurst aus Monza).
Riso mantecato Butter, Zwiebeln, Weißwein, Bouillon, Reis, Salz, Parmesan, Weichkäse, Sahne
Risotto alla zucca (mit Kürbissen) Butter, Zwiebeln, Weißwein, Bouillon, Reis, Salz, Parmesan, Muskatnuss, gekochter Kürbiss
   

Reis

Reis zählt zu den wichtigsten sieben Getreidearten und bildet als Grund­nah­rungsmittel die Nahrungs­grund­lage eines großen Teils der Mensch­heit.

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