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Piadina

Eine piadina (Plural piadine) ist eine Art dünnes Fladenbrot, das auf einer Plat­te oder in der Pfanne gebacken wird und in der Romagna (zwi­schen Bologna und Rimini) beheimatet ist. Wenn man von der Romagna spricht, denkt jeder Italiener sofort an dieses köstliche Fladenbrot, vielleicht mit einer Scheibe Schinken oder Käse. Die piadina und der Sangiovese-Wein sind schließlich so etwas wie die gastronomischen Säulen der Region.
Die piadina romagnola ist eine klassische Spezialität der Romagna. Ihre Ur­sprünge sind in der bäuerlichen Küche zu suchen. Sie ist eine gute Alternative zu Brot und kann zuweilen auch ein Mittagessen ersetzen.

Im Grunde ist die piadina ein ein­fa­ches Brot aus einem Teig von Weiß­mehl, Schmalz, Salz, Bikarbonat und Wasser, das mit dem Nudelholz in Kreise mit einem Durchmesser von etwa 15 bis 20 cm und einer Dicke von 4 bis 5 mm ausgerollt und dann etwa 3 bis 5 Minuten auf einer Platte oder in ei­ner eigens dafür vorge­se­he­nen Terra­kot­ta–Pfanne gebacken.
Eine piadina schmeckt am besten wenn sie noch warm ist, aufgewärmt ver­liert sie den herrlichen Duft und wird spröde. Sie wird zu Salat, Käse, Wurst­wa­ren, Schinken und noch zu Vielerlei anderer Speisen gereicht aber auch damit belegt, zusam­men­geklappt und aus der Hand gegessen.

Die piadina ist zwar eine bescheidene Speise, schmeckt aber vorzüglich: Eine Variante ist der crescione oder cassone, eine zusammengeklappte, dünne piadina, die mit gekochtem Gemüse (Mangold, Spinat ...) und verschiedenen Käsesorten gefüllt wird. Seit Dezember 2002 wird die piadina vom Consorzio Produttori Piadina Fresca der Provinz Rimini vertreten, das sich vehement für deren Anerkennung durch eine IGP-Marke (geschützte geografische Angabe) einsetzt.
Tramezzino

Tramezzini (Mehrzahl von tramezzino) sind eine Variante der Sandwiches. Es handelt sich um belegte Weißbrotscheiben, die im Veneto ihren Ursprung haben, aber inzwischen in ganz Italien ver­brei­tet sind. Sie bestehen aus feinporigen, weichen Weißbrotscheiben ähnlich unserem Toastbrot, aber ohne Rinde. Tramezzini wer­den immer in Dreiecke geschnitten mit je­weils einer Scheibe unten, dem Belag und ei­ner Scheibe oben. Für den Hausbedarf kann man auch die ganzen Brotscheiben nehmen. Die Variationen des Be­lages sind fast unbegrenzt und reichen von ver­schiedenen Salaten mit Mayonnaise über Schinken und Käse bis zu gekochten Pilzen, Meeresfrüchten und Gemüse.

Tramezzini werden in Italien als kleine Zwischenmahlzeit in Bars und Rast­stätten verkauft. Normalerweise werden sie vorgefertigt gekühlt angeboten, manche Sorten werden auf Wunsch vor dem Verzehr getoastet.

Klassische Beläge sind:
Eier-Rucola

Große Scheiben von entrindetem Toastbrot belegt mit (in der Reihenfolge):, Mayonnaise, etwas grobgehackte Rucolablätter, harte, in Scheiben ge­schnit­tene Eier, Salz.

Gurken-Käse
Große Scheiben von entrindetem Toastbrot belegt mit (in der Reihenfolge): in Scheiben ge­schnit­tene Gurken, Salz, Frischkäse oder Ricotta.
Eier-Thunfisch

Große Scheiben von entrindetem Toastbrot belegt mit (in der Reihenfolge): wenig Mayonnaise, harte, in Scheiben ge­schnit­tene Eier, Salz, mit Mayonnaise gemischter zerbröselter Thunfisch.

Shrimps-Mayonnaise

Große Scheiben von entrindetem Toastbrot belegt mit (in der Reihenfolge): kleingeschnitten Blättern Kopfsalat, Shrimps, Mayonnaise.

Mozzarella-Tomaten

Große Scheiben von entrindetem Toastbrot belegt mit (in der Reihenfolge): in Scheiben ge­schnit­tene Mozzarella, Origano, in Scheiben ge­schnit­tene To­ma­ten, Origano, Pfeffer, Salz, ein paar Tropfen Olivenöl.

Sardinen

Für 8 tramezzini: Etwas Butter, 16 Scheiben von entrindetem Toastbrot, 4 Sardinen, 8 Cornichons ( kleine Essiggürklein), 4 Eier, 8 grüne Oliven. Die tramezzini werden (in der Reihenfolge) belegt mit: einem dünnen Butter­auf­strich, die Eierscheiben, in dünne Scheiben geschnittene Cornichons, eine Halbe (entgrätete) Sardine, die Olive. Die weiteren, leicht gebutterte Brot­scheiben drauf leicht pressen.

 
Der kleine Imbiss

Ich bin süchtig nach den tramezzini. Bei jedem Italienbesuch freue ich mich schon darauf. Der kleine Hun­ger unterwegs? Eine Bar in der Nä­he? Und schon stopfe ich mir die kleinen weichen Dinger genüßlich in den Mund.


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