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| Casomai (Trauen wir uns?) |
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Die Geschichte einer Liebe wurde schon oft erzählt, aber selten auf so originelle Weise wie in diesem Film. Casomai war in Italien einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 2002. Regie führte Alessandro D'Alatria. Der Film ist ein gesellschaftskritisches Werk über die Beziehung von zwei jungen, modernen Menschen, denen bei der Hochzeit von einem Priester, einer Art modernem Don Camillo, prophezeit wird, wie sich ihr Leben in der schnelllebigen Welt entwickeln könnte. |
| Stefania und Tommaso sind zwei ganz normale junge Menschen, die sich bei der Arbeit kennen gelernt und verliebt haben und heiraten wollen. Sie fahren aus der Großstadt Mailand hinaus aufs Land, um dort zu heiraten. Dort, in einer kleinen romantischen Kirche ist schon alles vorbereitet. Schon bei ihrem ersten Treffen mit dem dortigen Priester Don Livio ahnen sie, dass ihre Hochzeit etwas ganz besonderes werden wird. Am Tag der Hochzeit nimmt die Zeremonie tatsächlich eine überraschende Wendung. |
| Don Luigi hat angesichts der schwierigen Zeiten für junge Paare nämlich starke Zweifel, ob er das glückliche Paar in die sichere Katastrophe schicken darf. Dem Spagat zwischen der Leistungsgesellschaft und der Familie scheint ihm in einer immer egoistischer werdenden Gesellschaft niemand mehr gewachsen. So entwickelt er seine eigenen Vorstellungen von einer gelungenen Hochzeitszeremonie und führt dem jungen Paar vor Augen, wie sich ihr Leben entwickeln könnte. |
Szene aus dem Film: Der Heiratsantrag [  ] |
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| Bemerkungen des Regisseurs |
In keinem Land Europas ist die Geburtenrate so niedrig wie in Italien. Die Gründe sind innerhalb der Gesellschaft zu suchen. Ein Kind zu haben ist im heutigen Italien wie ein Ferrari zu besitzen: Es ist nicht nur teuer im Unterhalt, es bringt dem Elternpaar auch eine ununterbrochene Reihe von Problemen. Die Frau riskiert den Arbeitsplatz, der Mann muss mehr arbeiten als sonst und ist deshalb immer seltener zu Hause, selbst in den Restaurants sind die Zeiten vorbei, in denen ein Kind nicht "störte". Daraus ergibt sich für die Paare ein Unbehagen, das zu einer Art Countdown für die Beziehung führen kann. Hauptursache ist die Logik des Profits, die unsere Welt beherrscht, die sogar dazu führt, dass das Unglücklichsein der Menschen als Business-Möglichkeit gesehen wird (gemeint ist die Werbung von Produkten, die "glücklich" machen sollen). |
| Pressestimmen |
| Der Film wurde in vielen Kritiken für seinen originell-humorvollen und kritischen Blick auf die moderne mitteleuropäische Gesellschaft gelobt. |
| Corriere della Sera: "Ein politischer Film, weil er von etwas erzählt, das im Alltag verloren gehen kann ... Stefania Rocca und Fabio Volo spielen beide großartig ...". |
| La Repubblica: "Ist es einem Kritiker erlaubt, sich zu einer Empfehlung hinreißen zu lassen? Wenn ja, seht euch Casomai an. Ein Film, der von der Gleichung 'Das Private ist Politik' ausgeht und auf intelligente Weise von Dingen spricht, die uns etwas angehen". |
| Hamburger Morgenpost: "Einer der erfolgreichsten und meistdiskutierten Filme des letzten Jahres in Italien." |
| Hamburger Abendblatt: "Die Geschichte einer Liebe, schon oft erzählt, aber nicht so originell und ungewöhnlich wie hier." |
| Weser Kurier: "Casomai ist nicht bloß ein bezaubernder Liebesfilm, sondern auch ein hochaktueller Film über die Liebe, der uns trotz Happy End mit dem schlechten Gewissen zurücklässt, Genosse einer liebesfeindlichen Zeit zu sein.". |
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| Alessandro D'Alatri |
| Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur. Mit seinem ersten Film "Americano rosso" erhielt er 1991 den bedeutendsten italienischen Filmpreis, den "David di Donatello". |
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Casomai (Trauen wie uns?)
Alessandro D'Alatri
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Das Jahrhundert des Kinos
100 Jahre Film: Italien
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