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| Cesare
Borgia |
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| Cesare Borgia war der
Sohn von Rodrigo Borgia, dem späteren Papst Alexander VI.,
und Vanozza de Cattanei. Seine jüngere Schwester
war Lukrezia Borgia. Cesare wurde mit sechzehn Jahren Bischof
von Valencia, mit siebzehn dort Erzbischof und mit achtzehn
Kardinal. Als Kardinal hatte er bis zu seiner Rückkehr
in den weltlichen Stand die Rolle eines Kardinalnepoten inne.
Sein Vater, Papst Alexander VI., ließ ihn schließlich
auf eigenen Wunsch von seinen geistlichen Ämtern befreien,
sodass er sich ganz der Rückeroberung des Kirchenstaates
widmen konnte. |
| Mit einem kleinen Söldnerheer
vertrieb Cesare Borgia in kurzer Zeit die Lehnsherren des Kirchenstaates
und erreichte so rasch beträchtliche Macht. Insgesamt gilt
er als blutrünstiger Tyrann der für seine Skrupellosigkeit
im Umgang mit seinen Gegnern berüchtigt war. Angeblich
ermordete er seinen Bruder Juan. |
| Cesare Borgia war das
Vorbild für Niccolò Machiavellis politisches Hauptwerk,
Der Fürst (Il Principe). |
| Während seiner Herrschaft
gelang es ihm im Jahre 1502, den von Geldnöten geplagten
Leonardo da Vinci für drei Jahre als Militäringenieur
seines Heeres zu engagieren. |
Obwohl Cesare Borgia sowohl als Staatsmann als auch als General
sehr fähig war, gelang es ihm nicht, seine Herrschaft vor
dem Tode seines Vaters und Schirmherren Papst Alexander VI.
im Jahre 1503 zu sichern. Nach dem Tod Alexanders ließen
ihn seine Gegner unter Papst Julius II. gefangen nehmen. |
| Im Jahre 1504 wurde er
nach Spanien verbannt, zwei Jahre später gelang ihm die
Flucht aus einem spanischen Gefängnis. Er verbündete
sich mit seinem Schwager, König Jean d'Albret von Navarra.
Als Soldat im Dienste Navarras geriet er 1507 während der
Belagerung von Viana in einen von ihm erkannten, jedoch ignorierten
Hinterhalt und wurde erschlagen. |
| Borgias Ruf und Ansehen
werden in der heutigen Geschichtsforschung differenziert betrachtet.
Historische Dokumente legen nahe, dass sein schlechter Ruf teilweise
auf Übertreibungen seiner Feinde beruht. Anhaltspunkte
dafür finden sich in dem allgemein schlechten Ansehen,
das die Borgias aufgrund ihrer spanischen Herkunft in den Augen
der alteingesessenen italienischen Familien hatten. Man sah
die Borgias als eine Art Mafia an, da sie sich in Ämter
und Hierarchien einkauften und systematisch ihre eigenen Verwandten
in wichtige Stellungen brachten (Nepotismus). Die gegen Cesare
vorgebrachten Anschuldigungen der Günstlingswirtschaft,
der sexuellen Ausschweifung und der Grausamkeit waren in der
Renaissance typische Begleitformen aller Formen feudaler Herrschaft
und nicht auf die Familie Borgia beschränkt. Ein weiterer
Grund für die Propaganda gegen Cesare Borgia waren wahrscheinlich
auch die militärischen Erfolge Cesares, der sich mit Unterstützung
seines päpstlichen Vaters anschickte, ganz Italien einzunehmen
und so viele Fürsten um ihre Besitzungen fürchten
ließ. |
| Cesare Borgia in der populären
Kultur [Bearbeiten]Die japanische Comiczeichnerin Fuyumi Soryo
arbeitet seit 2005 an der Manga-Serie Cesare, in der Borgia
als Hauptfigur agiert. In einer anderen Manga-Serie, Cantarella
von You Higuri, steht Cesare Borgia ebenfalls im Vordergrund. |
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In seinem letzten Werk, Die Familie, schildert Mario Puzo
das Leben der Borgias.
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| Cesare Borgia |
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Als Machiavelli 1513 seinen Traktat "Il principe"
über den idealen Fürsten schrieb, war sein Vorbild
der von ihm bewunderte Cesare Borgia. Machiavelli
war fasziniert von dessen Verschlagenheit und Durchsetzungsvermögen
zum Erreichen seiner politischen Ziele.
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Cesare Borgia. Der Fürst und
die italienische Renaissance
von Uwe Neumahr
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Die Kinder des Papstes
von Jeanne Kalogridis
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Der Fürst
von Niccolo Machiavelli
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