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Die Etrusker
Die Etrusker waren die Träger der ersten Hochkultur auf dem Boden der Apen­ninenhalbinsel, deren Blütezeit im 7. und 6. Jh. v. Chr. lag. Ihr Sie­dlungsgebiet erstreckte sich auf das nördliche Mittelitalien, im Raum der heu­tigen Regionen Toskana, Umbrien und Latium. Die etruskische Kultur ist in diesem Gebiet zwischen 800 und 100 v. Chr. nachweisbar. Die Etrusker gin­gen nach der Eroberung durch die Römer (300 bis 90 v. Chr.) als eigen­ständige Kultur unter.
Über die Herkunft der Etrusker ist heute immer noch nichts Sicheres bekannt. Nach der Auffassung des Historikers Herodot stammen die Etrusker aus dem kleinasiatischen Lydien und sind nach dem Jahr 1000 v. Chr. in Folge einer fürchterlichen Hungersnot in das Gebiet der heutigen Toskana eingewandert. Für diese Erklärung sprechen Anklänge des Etruskischen ans Lydische und an eine auf Lemnos gefundene, dem Früh-Etruskischen sprachlich nahe stehende Inschrift in lemnischer Sprache. Auch gibt es erstaunliche Parallelen der kün­st­lerischen Entwicklung im frühen ersten Jahrtausend zum lydischen Raum.
Während der Historiker Livius die Meinung vertrat, dass die Etrusker aus dem Norden eingewandert waren, war Dionysios von Halikarnassos der Auffas­sung, dass sich die etruskische Kultur aus den in Mittelitalien ansässigen Stäm­men entwickelt hatte.
Die heutigen Historiker gehen von einer alt-mediterranen Volksschicht aus, die bis ca. 1000 v. Chr. eine sesshafte Bauernkultur entwickelte und in die fremde Volksgruppen, angezogen vom reichen Erzvorkommen der Region, sowohl aus dem kleinasiatischen Raum als auch aus dem Norden (indoeuro­päi­sche Italiker) eindrangen. Aus der Vermischung mit der lokalen Bevöl­ke­rung entwickelte sich das etruskische Volk.
In Bearbeitung ...
um 800 v. Chr.: Anfänge der etruskischen Kultur und Städtebildung in Etrurien
um 750 v. Chr.: Aufstieg als Seemacht
um 700 v. Chr.: Tumulus-Gräber und Grabmalerei; reiche Grabbeigaben
um 600 v. Chr.: Bronzekunst im orientalisierenden Stil, Produktion von Bucchero-Keramik
550 v. Chr.: Etrurisch-karthagische Koalition gegen Griechenland
540 v. Chr.: Seesieg bei Alalia
524 v. Chr.: Niederlage bei Kyme gegen die Griechen
um 500 v. Chr.: Blüte des etruskischen Capua
um 510 v. Chr.: Sturz der etruskischen Königsherrschaft des Tarquinius Superbus in Rom
482 v. Chr.: Beginn der Auseinandersetzung zw. Veji und Rom
474 v. Chr.: Niederlage der Etrusker gegen Syrakus in der Schlacht von Cumae (auch Kyme)
430 v. Chr.: Niederlage gegen die Samniten in Kampanien
406 v. Chr.: Belagerung von Veji durch Rom
396 v. Chr.: Zerstörung von Veji durch Rom
ab 396 v. Chr.: Einfall der Kelten in die Po-Ebene
384 v. Chr.: Plünderung von Pyrgi (Santa Severa) durch Dionysios I. von Syrakus
358 v. Chr.: Bündnis von Tarquinia und Cerveteri gegen Rom
310 v. Chr.: Niederlage gegen die Römer am Vadimone-See
300 v. Chr.: Pyrgi wird römische Kolonie
280 v. Chr.: Niederlage von Vulci gegen Rom
264 v. Chr.: Niederlage von Volsinii gegen Rom
260 v. Chr.: Unterwerfung durch die Gallier in der Po-Ebene
205 v. Chr.: Unterstützung Scipios im Feldzug gegen Hannibal
183 v. Chr.: Gründung der römischen Kolonie in Saturnia
90 v. Chr.: Gewährung des römischen Bürgerrechts
82 v. Chr.: Repressionen Sullas in Etrurien
79 v. Chr.: Kapitulation von Volterra
ab 40 v. Chr.: Endgültige Romanisierung Etruriens
   
 
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