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Die Schlacht von Legnano fand etwa 30 km nordwestlich von
Mailand statt. Friedrich I. hatte mit seinen Truppen in Seprio
bei Legnano eine Pause eingelegt. Die Bauern der
Umgebung griffen zu den Waffen und stürzten sich im Morgengrauen
auf die weit unterlegene
kaiserliche Vorhut bei Borsano. Kurze Zeit danach erreichte
der Kaiser persönlich mit seiner Reiterei den Ort des
Geschehens. Die Bauern Legnanos zogen sich daraufhin zu ihrem
"Carroccio" zurück, einem von Ochsen gezogenen
Karren, auf dem sich das Kriegerheiligtum der Kommune
befand (zu vergleichen mit der heutigen Truppenflagge). Während
die Bauern der kaiserlichen Kavallerie nicht standhalten
konnten und zum Teil nach Mailand flohen, stellten sich
die übrigen Fußtruppen und die kleine örtliche
Reiterei phalanxartig auf. Die ersten Linien wurden von den
kaiserlichen Truppen sofort brutal niedergemacht, doch dann
erwachte bei den Lombarden ein trotziger Kampfgeist,
der sie fast bis zur völligen Vernichtung kämpfen
lies. In der Zwischenzeit waren jedoch die besten Reiter Brescias
und Mailands, sowie frische Infanterie eingetroffen.
Diese griffen am frühen Nachmittag die Flanke des Kaisers
an. Der entscheidende Schlag gelang den Reitern aus Brescia,
die den Träger der kaiserlichen Insignien töteten
und den Kaiser zur Flucht zwangen. Dieser Vorfall verunsicherte
auch die übrigen Truppen, die Richtung Tessin flohen.
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