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Die Schlacht um Montecassino |
| "Mit einem Schlag verschwanden
1500 Jahre Geschichte." Der britische Offizier Douglas
Lyne und andere Zeitzeugen über die Bombardierung der Abtei
am 15.2.1944. |
| Die Schlacht um Montecassino (17.
Januar bis 18. Mai 1944) war mit ihrer Dauer von vier Monaten
eine der längsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges
mit schweren Verlusten auf beiden Seiten. Sie wird wegen der
vielen unter den Alliierten kämpfenden Nationalitäten
auch als die Vielvölkerschlacht des Zweiten Weltkrieges
bezeichnet. |
Der
Monte Cassino war ein wichtiger strategischer Punkt einer quer
durch Italien gezogenen Verteidigungslinie (sog. Gustav-Linie).
Hier im Westen Italiens waren die deutschen Stellungen am stärksten
ausgebaut, um das Vordringen der Alliierten durch das Liri-Tal
in Richtung Rom zu verhindern. Ende 1943 kam der Vorstoß
der Alliierten an dieser Linie vor Cassino zum Stillstand. |
| Am 17. Januar 1944 begannen die
alliierten Truppen mit Angriffen auf die Stellungen der 1. Deutschen
Fallschirmjägerdivision um die Stadt und den Berg. Diese
Vorstöße blieben ohne Erfolg und brachten den angreifenden
US-amerikanischen Einheiten hohe Verluste ein. Daraufhin zogen
sich die Amerikaner zurück und wurden von Neuseeländern
abgelöst. Für eine zweite Angriffswelle
verlangte der Kommandeur der 2. Neuseeländischen Division,
General Bernard Freyberg, die Bombardierung der deutschen Stellungen
und des Klosters, in dem eine deutsche Funkstation vermutet
wurde. Zu einer Umgehung des Klosters, die mit einer aufwändigen
Kesselbildung verbunden gewesen wäre, sahen sich die Alliierten
zu diesem Zeitpunkt aufgrund ihrer großen Verluste nicht
in der Lage. |
Schlacht von Montecassino - Film |
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| Am 15. Februar 1944 wurde das Kloster
völlig zerstört, obwohl die deutschen Fallschirmjäger
das Kloster gar nicht besetzt hatten, sondern sich mit ihren
Verteidigungsstellungen 300 Meter davon entfernt in den Berghängen
befanden. Den Wehrmachtsoldaten war das Betreten bis
auf diese Entfernung um das Gebäude untersagt. Der deutsche
Oberbefehlshaber in Italien, Generalfeldmarschall
Albert Kesselring, hatte die Einbeziehung des Klosters in die
Stellungen im Dezember 1943 mit Rücksicht auf die historische
Bedeutung verboten und diese Entscheidung den Alliierten auch
mitteilen lassen. Auf die Initiative des deutschen Fallschirmjägeroffiziers
Oberstleutnant Julius Schlegel wurden Bibliothek (ca. 1200 historische
Dokumente und Bücher) und weitere Kunstschätze des
Klosters vorher rechtzeitig in die Engelsburg nach Rom in Sicherheit
gebracht (siehe auch Panzerdivision Hermann Göring). Während
des folgenden Bombardements warfen 229 US-Bomber der 12. und
15. Luftflotte in zwei Angriffswellen 435 Tonnen Spreng- und
Brandbomben auf dieses einzigartige Kulturdenkmal ab. Niemals
zuvor in der Geschichte fiel auf einen einzigen Gebäudekomplex
eine solch unvorstellbare Menge an Bomben. Durch den zusätzlich
einsetzenden Artilleriebeschuss wurde Montecassino binnen drei
Stunden in eine Trümmerwüste verwandelt. Zu Beginn
des Angriffs befanden sich nur die Mönche und etwa 800
Zivilisten im Kloster. Sie hatten Zuflucht in den Kellergewölben
gesucht. 250 Menschen fanden durch die amerikanischen Bomben
den Tod. Nach der Zerstörung besetzten am 17. Februar 1944
die deutschen Truppen die Klosterruinen und bezogen sie in ihre
Verteidigung ein. Auch in den nächsten Monaten sollten
sie den Berg trotz weiterer schwerer Angriffe halten können. |
Montecassino 1944 - Bilder |
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| Am 12. Mai 1944 begann die entscheidende
alliierte Offensive. Während die Hauptzahl der Einheiten
links und rechts zur Umgehung des Berges ansetzten, hatte das
2. Polnische Korps unter General Wladyslaw Anders den Auftrag,
die Klostertrümmer im Frontalangriff zu erobern. Algerischen
und marokkanischen Einheiten im französischen Expeditionskorps
gelang die Umgehung des Berges und damit der Einbruch in die
Gustav-Linie, die nun von den deutschen Fallschirmjägern
nicht länger zu halten war. Aufgrund der nicht nachlassenden
polnischen Vorstöße und der sich nun veränderten
militärischen Gesamtsituation in Italien musste Kesselring
am 17. Mai 1944 den Befehl zum Rückzug erteilen. Am nächsten
Tag konnten die exilpolnischen Verbände die aufgegebenen
Klosterruinen kampflos einnehmen. |
| Als das Hindernis von Montecassino
überwunden war, konnte der alliierte Vormarsch auf Rom
fortgesetzt werden. |
| Die Die Montecassino-Schlacht, bei
der 105.000 alliierte (unter anderem US- amerikanische, britische,
gurkhas, anglo-indische, neuseeländische, französische,
algerische, marokkanische und polnische) und 80.000 deutsche
Soldaten kämpften, kostete rund 20.000 deutsche und
12.000 alliierte Soldaten das Leben. |
| Im heutigen Polen ist die Eroberung
der Ruinen von Montecassino ein nationales Symbol für
den Heldentod tausender polnischer Soldaten, die im Exil auf
Seiten der Alliierten für die Befreiung Europas vom Hitlerfaschismus
ihr Leben ließen. In anderen Ländern wird die Zerstörung
und der Wiederaufbau des Klosters Montecassino als ein Mahnmal
gegen den Krieg und für den Frieden angesehen. |
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Quelle: Wikipedia |
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Das Kloster Montecassino |
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| Montecassino
ist ein 516 m hoher felsiger Hügel in Italien, westlich
des Ortes Cassino (dem Romanischen Cassinum, später San
Germano genannt) zwischen Rom (138 km südöstlich)
und Neapel gelegen. Das Kloster Montecassino gilt als eines
der größten geistlichen Zentren des Mittelalters.
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Die Frontsoldaten
von Monte Cassino
von Wolfgang Wallenda
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Der Kampf um
Monte Cassino 1944
von E. D. Smith
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Zwischen Reggio und Cassino:
Das Kriegsgeschehen in Italien
im zweiten Halbjahr 1943
von Karl-Heinz Golla
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Auf den Schlachtfeldern
Europas
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Assisi, Siena, Montecassino. Unterwegs
mit Franziskus,
Clara, Katharina und Benedikt
von Walter Repges
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