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| Il giallo (Der Krimi) |
Zum Kriminalroman könnte man zwar - sprachlich völlig korrekt - "romanzo poliziesco" sagen, aber kein Italiener würde jemals diesen Begriff verwenden. Zum Krimi sagt man in Italien einfach "il giallo", der "Gelbe". Das kommt daher, dass der Verlag Mondadori seit 1929 die erfolgreichste Kriminalromanreihe Italiens herausgibt. Die Reihe heißt - nach der Farbe der Deckblätter - "I gialli Mondadori" (die Gelben von Mondadori). Das verhalf der ganzen Gattung zu ihrem Namen. Von da an nennte man also den Detektivroman "il (libro) giallo". In der Mehrzahl heißt es "i (libri) gialli". Bemerkung: Die Aussprache von "gi" entspricht der des englischen "j" bei "James". In letzter Zeit verwendet man in Italien für manche Krimis auch den französischen Begriff "noir". Dieser gilt allerdings nur als eine Unterkategorie des "giallo". Ein "noir" hat nicht den Zweck, das Rätsel eines Mordes aufzuklären, er ist vielmehr ein Kriminalroman, in dem negative gesellschaftliche Situationen (wie Drogenhandel, politisch bedingte Gewalt, etc.) die Themen sind. Nicht zwangsläufig gibt es eine Aufklärung oder ein positives Finale.
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| Italienische Krimi-Autoren |
Der 1925 geborene Andrea Camilleri [ ] ist wohl der in Deutschland bekannteste italienische Krimiautor. Mit den Fällen seines eigenwilligen Commissario Montalbano hat er die Bestseller-Listen im Sturm erobert. |
Der in Deutschland bekannteste Kriminalroman von Leonardo Sciascia (1921-1989) [ ] ist wohl "Der Tag der Eule", weil er verfilmt wurde (mit Franco Nero und Claudia Cardinale). Sciascias umfangreiches Werk voller Kriminalgeschichten hat einen völlig eigenen Stil und wenig gemeinsam mit den üblichen Krimis. |
Carlo Fruttero und Franco Lucentini [ ] haben mit Witz und profunden Kenntnissen der italienischen Gesellschaft viele sehr erfolgreiche Kriminal- und Gesellschaftsromane geschrieben, darunter "Die Sonntagsfrau", "Wie weit ist die Nacht", "Der Palio der toten Reiter" und andere. |
Die bekanntesten Krimis von Loriano Macchiavelli [ ] erzählen von den Fällen des Detektivenpaars Antonio Sarti und Rosas. Ein glaubhafter Polizist der Eine, ehrlich und ausdauernd aber nicht besonders begabt in der Kunst des Ermitteln, ewiger Student und analytisches Gehirn der Andere. |
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Gianrico Carofiglio (1961) arbeitete in seiner Heimatstadt Bari (Apulien) jahrelang als Richter und Antimafia-Staatsanwalt, bevor er zum Autor wurde. Bei vielen seiner Romane handelt es sich um Kriminalromane um den Protagonisten Guido Guerrieri, einem als Strafverteidiger tätigen Rechtsanwalt. Die Romane zeichnen sich vor allem durch die lebhafte Schilderung spannungsvoller Gerichtsszenen aus. Seine Bücher wurden in Italien u.a. mit dem renommierten Premio Bancarella geehrt, in Deutschland 2008 mit dem Radio-Bremen-Krimipreis. |
Giorgio Faletti (1950) ist ein italienischer Schriftsteller, Moderator und Komponist. Der promovierte Jurist wollte aber nicht in einem Anwaltsbüro versauern. Er wurde zunächst Moderator und Komiker in diversen italienischen Fernsehshows tätig. Später widmete er sich dem Komponieren. Beim berühmten Festival von San Remo [ ] belegte er 1994 mit dem selbst komponierten Lied "Signor Tenente" den zweiten Platz. 2002 veröffentlichte er seinen ersten Roman "Io uccido" ("Ich töte"), der zu einem internationaler Erfolg wurde, der monatelang auf den italienischen Bestsellerlisten stand. Zwei Jahre später, 2004, folgte sein zweites Buch "Niente di vero tranne gli occhi" (deutscher Titel: "Im Augenblick des Todes"), das ähnlich erfolgreich war. Beide Bücher verkauften sich allein in Italien ca. 2,3 Millionen Mal. |
| Carlo Lucarelli zählt zu den schillerndsten und wandlungsfähigsten italienischen Krimiautoren der jüngsten Zeit. Er ist nicht nur Schriftsteller, sondern gleichzeitig Moderator einer erfolgreichen Fernsehsendung über ungelöste Kriminalfälle, Journalist, Dozent für kreatives Schreiben und Verfasser von Drehbüchern. |
| Der Schriftsteller und Drehbuchautor Marcello Fois (geb. 1960 in Sardinien) lebt heute in Bologna. Fois veröffentlichte acht Romane, bevor ihn die italienische Presse für "Sempre caro" (deutscher Titel "Tausend Schritte"), den ersten Roman mit dem Rechtsanwalt Bustianu, Strafverteidiger auf Sardinien Anfang des 20. Jahrhunderts, als den neuen Star des Kriminalromans feierte. Der Roman wurde mit dem italienisch-amerikanischen Literaturpreis "Premio Zerilli Marimò" ausgezeichnet. |
| Massimo Carlotto (1956) ist ein italienischer Kriminalromane-Autor, der
vor seiner Karriere als Schriftsteller im Zentrum einer der kontroversesten Gerichtsfälle der italienischen Geschichte stand. 1976 fand Carlotto eine mit 59 Messerstichen getötete Studentin in ihrer Wohnung und wurde als deren mutmaßlicher Mörder prozessiert. Zwar wurde er zunächst wegen der Beweislage für unschuldig erklärt, dann aber vom Gericht zu 18 Jahren Haft verurteilt. Carlotto floh, erst nach Paris, dann nach Mexiko, wurde aber drei Jahre später an Italien ausgeliefert. 1989 ordnete das Kassationsgericht eine Wiederaufnahme des Falles an. Er wurde wieder
zunächst freigesprochen, in der Revision aber wieder zu 18 Jahren Haft verurteilt. Der Druck der Öffentlichkeit war so stark, dass dieses Urteil 1993 aufgehoben wurde und Carlotto vom Präsident der Republik begnadigt wurde.
Nach seiner Freilassung begann sein "zweites Leben" als Schriftsteller. Sein erster Roman, Il fuggiasco ("Der Flüchtling"), handelt von seiner eigenen Geschichte. Danach begann er die Krimiserie um den Detektiv ohne Lizenz Marco Burrati. 2002 erhielt er für den Roman Il maestro di nodi den Premio Giorgio Scerbanenco für den besten italienischen Kriminalroman des Jahres. Carlotto lebt und arbeitet in Cagliari (Sardinien). |
Der Genueser Claudio Paglieri (1965) arbeitet bei der genueser Tageszeitung "Il secolo XIX". Seine Bekanntheit erreichte er durch seine humorvollen Biographien der italienischen Comic-Helden Tex und Dylan Dog. Außerdem verfaßte er einen Xenophoben-Führer über Ligurien und betreut die Reihe "Lavori socialmente inutili" (sozial nutzlose Arbeiten). 2001 erschien sein Roman "L'estate sta finendo" (deutscher Titel: "Sommer Ende Zwanzig"), 2007 mit "Domenica nera" (deutscher Titel "Kein Espresso für Commissario Luciani") sein erster Krimi.
Paglieri wurde ausgezeichnet mit dem Publikumspreis Bancarella Sport, dem Premio Regionale Ligure und der goldenen Palme des Salone dell'umorismo di Bordighera. |
| Margherita Oggero ist eine pensionierte Lehrerin und überaus erfolgreiche Romanautorin. Ihr "Espresso mit Todesfolge", ein Krimi um die außergewöhnliche Zufallsdetektivin Camilla Baudino, schaffte es bis an die Spitze der italienischen Bestsellerliste. Der Krimi wurde sogar für das Fernsehen verfilmt. Oggeros Romane begeistern in Italien eine ständig wachsende Fangemeinde. |
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| Italienische Kriminalromane |
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Die Vergangenheit ist
ein gefährliches Land
von Gianrico Carofiglio
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Laura di Rimini
von Carlo Lucarelli
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Sardische Vendetta
von Marcello Fois
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Ich töte
von Giorgio Faletti
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Ich vertraue dir
von Massimo Carlotto
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Kein Espresso für
Commissario Luciani
von Claudio Paglieri
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Mord zum Aperitivo
von Margherita Oggero
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