Unter dem Pseudonym Jules Quicher schrieb Macchiavelli zwei eminent politische Bücher:
1989 "Funerale dopo Ustica" und 1990 "Strage" (Blutbad). Letzteres, das zum zehnten Jahrestag des Anschlags von Bologna herauskam (bei dem am 2. August 1980 85 Menschen gestorben und mehr als 200 verletzt worden waren), wurde per Gerichtsbeschluss aus dem Verkehr gezogen. Das Buch fand "seltsamerweise" nie mehr den Weg in die Buchhandlungen, obwohl der Autor von jeder Anklage freigesprochen wurde.
Dazu muss man wissen, dass für das Attentat von der italienischen Regierung zunächst die militanten linksradikalen Rote Brigaden verantwortlich gemacht wurden, später aber die rechtsradikale terroristische Organisation Ordine Nuovo beschuldigt wurde. Zwei Agenten des italienischen Geheimdienstes SISMI und der Vorsitzende der P2 (Propaganda Due), der italienischen Freimaurerloge, der zahlreiche Politiker und hohe Offiziere der italienischen Streitkräfte angehörten, wurden wegen Behinderung der Ermittlungsarbeiten verurteilt. |