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Giuseppe Verdi
Giuseppe Fortunino Francesco Verdi wurde am 10. Oktober 1813 in Le Roncole bei Busseto im Gebiet von Parma (damals unter napoleonischer Oberhoheit) als Sohn eines Besitzers von einem bescheidenen Kaufladen.
Aufgrund seiner musikalischen Frühbegabung genoss der junge Verdi dank der großzügigen Unterstützung einiger Gönner eine Ausbildung in der Musik­schule von Busseto. In jungen Jahren begann er bereits, Musik zu kompo­nieren. Mit 15 Jahren brachte er bereits eine Komposition im Musiktheater von Busseto zur Aufführung.
1832 ging Verdi nach Mailand, wo er, weil ihm die Aufnahme ins Konserva­to­rium verweigert wurde, beim Konzertmeister und Komponist Vincenzo Lavi­gna am "Teatro della Scala" bis 1835 Kontrapunkt- und Literaturstudien von Werken der Klassik und des Spätbarocks studierte.
Va' pensiero (Nabucco)
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In der Folge übernahm er für drei Jahre die Leitung der Musikkappelle in Busseto und heiratete 1836 die Kaufmannstochter Margherita Barezzi, mit der er in den beiden folgenden Jahren zwei Kinder hatte, die aber - wie auch 1840 die junge Mutter - kurz nach der Geburt verstarben.
Im November 1839 vollendete er seine erste Oper "Oberto", die ihm an der Mailänder Scala einen guten Anfangserfolg brachte. Marelli, der Impresario der Scala, beauftragte daraufhin Verdi mit der Komposition dreier Opern. Infolge der Todesfälle in seiner Familie misslang ihm das erste Werk, das als komische Oper "Il finto Stanislao" ein Misserfolg wurde.
La donna è mobile (Rigoletto)
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Marelli gelang es jedoch, Verdi mit Soleras Libretto über "Nabucco" zu be­geistern. Der Komponist schuf daraus ein eindrucksvolles Opernerlebnis, das an der Mailänder Scala 1842 in nur vier Monaten 57 Vorstellungen erfuhr. Mit dem Chor der gefangenen Juden ("Va, pensiero, sull'ali dorate") wurde in der damals österreichisch besetzten Lombardei auch der Freiheits- und Unab­häng­ig­keitswille aller Italiener zum Ausdruck gebracht.
In den folgenden neun Jahren komponierte Verdi 13 Opern, deren Aufführung er persönlich leitete und die seinen Ruhm in ganz Italien begründeten und bis nach Paris und London verbreiteten.
Libiamo ne' lieti calici (Netrebko & Villazon in La Traviata)
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In dieser Zeit begann er mit der Opernsängerin Giuseppina Strepponi zusam­men­zuleben, die an der erfolgreichen Nabucco-Aufführung mitgewirkt hatte und die er 1859 heiratete. Beide ließen sich auf dem Gut Sant’Agata bei Busseto, in seiner Heimat, nieder.
Von 1851 bis 1862 führte Giuseppe Verdi weitere acht Opern in italienischen Häusern und in Paris und Petersburg auf. Seine Sympathien für die italie­nische Nationalbewegung, den Risorgimento, waren bereits durch die für die Romantik typische Hinwendung zu mittelalterlichen Opernstoffen zum Aus­druck gekommen: Opern wie "I Lombardi alla prima crociata" (1843), "La Battaglia di Legnano" (1849) und "I Vespri Siciliani" (1855) verklärten mittelalterliche Erhebungen Italiens gegen die Fremdherrschaft.
Der Erfolg dieser Opern verband sich also auch mit ihrer gegen­warts­bezo­ge­nen politischen Botschaft, die die Italiener zwischen den Zeilen der Aufführ­ungen herauslasen, und die sich gegen die österreichische Fremdherrschaft richtete.
In diesen Jahren des Befreiungskampfes wurde Verdis Name auf den Straßen als politischer Kampfruf verwendet: V.E.R.D.I., das sind die Anfangsbuch­staben von: Vittorio Emanuele Re D'Italia. Vittorio Emanuele II. war zu diesem Zeitpunkt König des Königreichs Piemont-Sardinien und sollte 1860 dann auch der erste König des neugegründeten Königreichs Italien werden.
Requiem (Pavarotti / Ghiaurov 1967)
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Im Jahr 1859 spielte Giuseppe Verdi als angesehener Vertreter seiner Heimatprovinz eine aktive Rolle bei deren Integration in den neuen italienischen Nationalstaat. 1861 wurde er als Abgeordneter von Busseto in das Nationalparlament des Königreichs Italien in Turin gewählt. Unter dem Eindruck der italienischen Einigung verfasste er seine "Hymne der Nationen". 1874 trat er in den italienischen Senat ein.
Die späten Höhepunkte seines Schaffens sind die Opern "Don Carlos" (1863), "Aida" (1871), "Otello"(1887) und "Falstaff" (1893).
Rigoletto, "Bella figlia dell'amore"
Elina Garanca, Ludovic Tézier,
Ramón Vargas und Anna Netrebko
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Im November 1869 wurde das Kairoer Opernhaus eingeweiht (mit Verdis Rigoletto) und wenige Tage später der Suezkanal eröffnet. Der ägyptische Vizekönig Ismail Pascha wünschte sich für die folgende Saison eine neue Oper von Verdi für sein Opernhaus. Doch erst im Juni 1870 stimmte Verdi zu. Aida ist also weder für die Eröffnung des Kairoer Opernhauses noch für die des Suezkanals komponiert worden.
1897 stirbt Giuseppina Strepponi-Verdi. 1899 wird in Mailand die "Casa di Riposo per Musicisti" (Altenheim für Musiker) nach 10-jährigen Vorberei­tungen fertiggestellt.
Am 21. Januar 1901 erleidet Verdi einen Schlaganfall; am 27. Januar stirbt er 87-jährig in Mailand. Es wurde Staatstrauer verordnet, und seine Büste kam ins Kapitol nach Rom.
Verdis bekannteste Opern
Oberto, Mailand 1839
Un giorno di regno (Einen Tag König), Mailand 1840
Nabucco, Mailand 1842
I Lombardi alla prima crociata (Die Lombarden), Mailand 1843
Ernani, 1844
Giovanna d'Arco (Jeanne d'Arc), 1845
Attila, Venedig 1846
Macbeth, Florenz 1847, Neufassung 1865
I Masnadieri (Die Räuber), London 1847
Jerusalem (Bearbeitung der Lombarden), Paris 1847
La Battaglia di Legnano (Die Schlacht von Legnano), Rom 1849
Luisa Miller, 1849
Rigoletto, Venedig 1851
Il trovatore, Rom 1853
La traviata, Venedig 1853
I vespri siciliani, 1855
Simon Boccanegra, 1857, Neufassung 1881
Un ballo in maschera, Rom 1859 (Maskenball, 3 Fassungen))
La forza del destino, St. Petersburg 1862, Neufassung 1869
Don Carlos, Paris 1867 (für die Pariser Oper, daher auf Französisch)
Aida, Kairo 1871
Otello, 1887
Falstaff, 1893

 

Giuseppe Verdi
Giuseppe Verdi

La Traviata
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Netrebko-Villazon

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Rigoletto
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Aida
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Messa da Requiem
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