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Beppe Grillo

Beppe Grillo, der auch der "Michael Moore von Genua" genannt wurde, ist Ita­liens populärster Ka­ba­ret­tist. Er attackierte sogar Berlusconi, ohne aber für die Link Italiens Wahlkampf zu betreiben. Im Gegenteilt: Er kritisierte diese ebenso scharf. Bei seinen Italien-Tours füllt er Sä­le und Sta­dien. Er ermög­licht sei­nen Zuschauern den Blick hinter die Ku­lis­sen, deshalb wirde er sehr geschätzt.
Der gebürtige Genueser witzelte sich als Senkrechtstarter durch sämtliche ita­lienische Fernsehsendungen und nahm die Politiker auf die Schippe, ohne sich ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Nach 15 Jahren Fernsehen war er gezwun­gen, sich vom Fernsehen zu verabschieden: Weil er besonders ehr­lich und kri­tisch war, erhielt er ein TV-Auftrittsverbot. Mittlerweile konzentriert er sich hauptsächlich auf seine Live-Shows in Theatern und aufs Internet. Sein Blog (siehe oben rechts) gehört zu den 35 meist besuchten Blogs weltweit.
Für seine Rolle als Giovanni im Film "Cercasi Gesù" (Keine Zeit für Wunder) wurde er 1982 mit dem David di Donatello und dem Silbernen Band des Sin­dacato Nazionale Giornalisti Cinematografici Ita­liani als bester Nachwuchs­schau­spie­ler ausgezeichnet.
Eines der wichtigsten Themen Beppe Grillos ist die Umwelt. Verpackt in ni­veau­volle Komik, prangert er die Verantwortungslosigkeit der Menschen im Alltag gegenüber der Umwelt an.
Als es 2006 in Italien zu einem Straferlass (dem alle, ange­fan­gen vom Papst, bis zu den Kommunisten und Berlusconi zugestimmt hatten) kam, sammelte Grillo mit Hilfe seiner Website sechzigtausend Euro für die Veröffentlichung einer Anzeigenseite mit den Namen von inkriminierten Volksvertretern. Keine der öffentlichen Medien wagte es, sie abzudrucken, Zitat Grillo "Das Parla­ment ist die neue Hölle von Dante mit seinen Kreisen, oder besser: Es ist das Paradies für Delinquenten, Vorbestrafte, Verjährte und für Verurteilte, die auf ihre Strafe warten, für Leute, die Gesetzte brechen, die sie selbst eingebracht haben."

Grillo ging später dazu über, seine Aktionen aus dem Internet auf die Straßen zu verlagern. So versammelte er Tausende von Menschen auf die Straßen und öffentlichen Plätze von 220 Städten, indem er einen sogenannten "V-Day" veran­stal­te­te. Das "V" stand für "Vaffanculo", was etwa dem bekannten Götz- Zitat entspricht Insgesamt unterschrieben damals 300.000 Bürger eine Ge­setz­es­ini­tia­tive von Grillo, die verlangte, dass alle die Parlamentarier aus ihren Tätigkeiten und Ämtern entfernen weren sollten, die rechtskräftig ver­urteilt wurden.

Am 30. April 2008 wurden vom italienischen Finanzministerium in einer ein­maligen Aktion die Steuerdaten aller italienischen Bürger ins Intertnet gestellt - für jeden einsehbar zur Verfügung. So konnte man sehen, dass Beppe Gril­lo im Jahr 2005 ein Jahreseinkommen von über 4 Millionen Euro deklariert hatte. Seine Reaktion auf das Bekanntwerden dieser Daten löste große Kritik auch unter seinen Anhängern aus, insbesondere, weil seine Aufforderung zur sofortigen Sperrung der Steuerdaten völlig in Widerspruch zu seiner immer wieder propagierten Forderung nach Transparenz stand. Viele seiner Anhän­ger waren zutiefst enttäusch und fragten sich, wie ehrlich es meinte mit sei­nen Aussagen, da diese in teils starken Widerspruch zu seiner Lebensführung standen.
Grillo wurde auch für seinen aufwändigen Lebensstil kritisiert. Er besaß unter anderem eine Motorjacht und einen Ferrari, was aus ökologischer Sicht nicht gerade korrekt ist. Auf seinem Blog behauptete er mittlerweile, Ferrari und Jacht verkauft zu haben.
 


 
Beppe Grillo
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Beppe Grillo im Web  

Heiliger Beppe (Die Zeit)   

Beppe Grillos Blog   

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