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Nachrichten aus Italien |
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Zeit interessante, überraschende, kuriose bis
skurrile Kurznachrichten aufgeführt, die unser südliches
Nachbarland betreffen. |
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| 03.02.2012 |
Ventimiglias Gemeindeverwaltung aufgelöst: Der italienische Innenminister hat per Verordnung die Gemeindeverwaltung von Ventimiglia (Ligurien) wegen Infiltration der organisierten Kriminalität aufgelöst. Es ist bereits (nach Bordighera) die zweite Gemeindeverwaltung Liguriens, die aufgelöst wurde. Die grenznahe Stadt Ventimiglia gilt seit langem bei der Anti-Mafia-Kommission als "Entscheidungszentrum" der ‘Ndrangheta (kalabrischen Mafia). |
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| 27.01.2012 |
Erdbeben in Norditalien: Ein Erdbeben der Stärke 5,4 erschütterte am Freitag gegen 16 Uhr weite Teile Norditaliens. Der Erdstoß war in Genua und Mailand deutlich zu spüren. Über größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt. Laut Angaben des Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia lag das Epientrum des Bebens in der Provinz Parma. Das Erdbeben war auch in Turin, Bologna, im Veneto und der Toskana deutlich zu spüren. Vorsichtshalber wurden vorübergehend einzelne Zuglinien unterbrochen. In der Region Parma sollen die Schulen am Samstag geschlossen bleiben. |
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| 25.01.2012 |
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Honorarstaatsangehörigkeit in Pesaro: "Die in Italien geborenen Kinder von Einwanderern sollen die italienische Staatsbürgerschaft erhalten" forderte der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano. Die italienische Staatsbürgerschaft sei ein "Grundrecht" und das bisherige Staatsbürgerschaftsrecht müsse entsprechend geändert werden. Der Präsident der Provinz Pesaro und Urbino, Matteo Ricci, ließ Taten folgen und verlieh 5436 in den letzten zehn Jahren in der Provinz geborenen Kindern von Immigranten in einem symbolträchtigen Festakt die Honorarstaatsbürgerschaft. |
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| 23.01.2012 |
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UNESCO: Keine Kreuzfahrtschiffe in Venedig: Die UNESCO verlangt Konsequenzen aus dem Unglück der "Costa Concordia". Nicht zu Denken, was in der Lagunenstadt bei einem ähnlichen Unfall geschehen könnte.
Deshalb sollte Italien den Zugang zu Venedig und anderen kulturell wichtigen Orten für große Kreuzfahrtschiffe einschränken. |
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| 14.01.2012 |
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Eclat wegen Hochgeschwindigkeitszug: Seit kurzem hat die Bahngesellschaft Trenitalia die ersten neuen "Frecciarossa"(Roter-Pfeil)"-Schnellzüge in Betrieb genommen. Der Service wurde umgestaltet: So gibt es keine 1. und 2. Klasse mehr – dafür vier Service-Klassen (Executive, Business, Premium und Standard). Die Ankündigung von Trenitalia, den Passagieren der Standard-Klasse den Zugang zu den Snack-Bar- und Restaurantabteilen zu verwehren, war auf heftige Proteste besonders in den Social Networks gestoßen. Daraufhin hat Trenitalia einen Rückzieher gemacht und die Einschränkung aufgehoben. |
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| 13.01.2012 |
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Schiffbruch des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia: Am 13. Januar 2012 passierte die Costa Concordia die auf der Route liegende Insel Giglio, vor der toskanischen Küste. Gegen 21:45 Uhr rammte das Schiff einen Felsen, der an der Backbordseite des Schiffs einen etwa 70 Meter langen Leck verursachte. Das Schiff wurde manovrierunfähig und neigte sich auf eine Seite.
Unter den über 4000 Passagieren und Besatzungsmitgliedern gab es Tote und Verletzte. Scharf kritisiert wurde der Kapitän Francesco Schettino, der das Schiff zu nah an die Insel gesteuert hatte - und nach der Havarie im Stich gelassen haben soll. Der Kapitän und der Erste Offizier kamen auf Antrag der Staatsanwaltschaft von Grosseto in Untersuchungshaft. Das Unglück verursachte bisher 11 Tote. 20 Personen werden (Stand 21. Januar)
noch vermisst.
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| 11.01.2012 |
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Software gegen Steuerhinterziehung: Italiens Premierminister Monti hätte eine sehr wirksame Möglichkeit, um den enormen Schuldenberg der italienischen Volkswirtschaft zu beseitigen: den Kampf gegen die Steuerhinterziehung. Bis zu 130 Milliarden Euro gehen dem italienischen Staat dadurch jedes Jahr verloren. Dies sei, so die Turiner Zeitung "La Stampa",
"ein in Europa einzigartiges Ausmaß an Steuerhinterziehung". Jetzt wollen die Finanzämter agieren. Unter anderem mit einem softwareunterstützten Verfahren - einem "redditometro" (Einkommenmesser). Damit wollen die Steuerfahnder jene Personen herausfinden, die im Wohlstand leben, dem Fiskus bisher aber nur ein geringes Einkommen angegeben haben. |
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| 27.12.2011 |
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Einbrecher stehlen Aschenurne: Bei einem Einbruch in
einer Villa in Bologna stahlen Diebe nicht nur verschiedene
Wertsachen sondern auch eine Aschenurne. Vermutlich dachten
sie, es sei ein Schmuckkästchen. Ein großer Schmerz
für die bestohlene Frau. Später wurde die Urne neben
der Kirche von San Donnino in Bologna wieder gefunden. |
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| 08.12.2011 |
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Sarg von Mike Bongiorno wieder gefunden: Der Sarg des
bekannten italienischen Fernsehmoderators Mike Bongiorno wurde
zehn Monate nachdem er gestohlen worden war (siehe weiter
unten) in der Nähe von Vittuone bei Mailand
gefunden. Eine DNA-Analyse steht noch aus. |
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| 04.11.2011 |
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Verheerende Unwetter in Genua: der Katastrophe
der vergangenen Am Samstag tobten in Ligurien und im Piemont
außerordentlich starke Unwetter, es kam zu überschwemmungen
und Erdrutschen. Nach der Katastrophe der vorhergehenden Woche
in der Region La Spezia war nun besonders
die ligurische Hauptstadt Genua massiv betroffen.
Mindestens sechs Menschen kamen dabei ums Leben, darunter
zwei Kinder. Eine derart starke Überschwemmung
hatte es zuletzt 1970 gegeben. |
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| 20.10.2011 |
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Sardischer Bauer kämpft gegen Landschaftsverschandelung:
In der Nähe von Teulada, einem wunderschönen
Stück Sardinien, sollte ein riesiger Hotelkomplex entstehen,
architektonische Dutzendware wie in Rimini. Der 81 Jahre alte
Bauer Ovidio Marras hatte aber, im Gegensatz zu seinen
Nachbarn, sein Land nicht an das Bau-Konsortium verkaufen
wollen. Er gilt jetzt als ein sardischer David, der den Goliath
großer Konzerne herausgefordert hat. Die Londoner Zeitung
Guardian schrieb über ihn: "Sardischer Schafhirte
bringt umstrittenes Tourismusprojekt ins Wanken". Er klagte
gegen den Umbau seines Zugangsweges und bekam bereits in
zwei Instanzen Recht. Wenn das Kassationsgericht, wie es zu
erwarten ist, die Urteile bestätigt, wird das Konsortium
einen Teil seiner Gebäude wieder abreißen müssen.
Der Umweltschutzverband Italia Nostra unterstützt
Marras in seinem Kampf. Der Verband klagte sogar gegen das gesamte
Projekt, weil es gegen zahlreiche Naturschutzbestimmungen
und Gesetze verstößt.
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| 09.10.2011 |
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Polizei entfernt Liebesschlösser
in Rom: In einer Blitzaktion hat die römische
Polizei am frühen Morgen 1500 Liebesschlösser [ ]
von der Brücke über den Tiber entfernt, die zur
Engelsburg (Castel Sant'Angelo) führt.
Die Aktion will dafür sorgen, dass der überhandnehmende
Brauch nicht mehr die wichtigsten historischen Stätten
Roms verkommen lässt. Weitere Aktionen sind vorgesehen.
Nur auf dem Ponte Milvio [ ]
sollen die Hängeschlösser bleiben dürfen. |
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| 06.10.2011 |
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Wikipedia Italien versteckt
seine Seiten: Für einige Tage sind die Inhalte
der italienischen Wikipedia nicht mehr sichtbar.
Sie wurden aus Protest gegen einen Gesetzesentwurf der
Regierung Berlusconi vorübergehend verborgen.
Stattdessen können die Benutzer die Begründung für
diese Maßnahme lesen. Der Gesetzesvorschlag sieht vor,
dass Webseiten innerhalb von 48 Stunden kommentarlos jegliche
Korrektur am Inhalt vornehmen müssen, die ein Antragsteller
im Interesse seines guten Rufes fordert. Wikipedia kritisiert,
dass das Gesetz keine Beurteilung seitens einer unabhängigen
dritten Person verlange. Es würde die Meinung der
angeblich beleidigten Person reichen, um die Korrekturen auf
der Website zu erzwingen. Es wird eine Strafe in Höhe
von 12.000 Euro vorgesehen, falls die Korrekturen nicht innerhalb
der genannten Frist online gehen. Eine weitere
LEX BERLUSCONI also, es dürfte vermutlich darum
gehen, negative Berichte über den Premierminister zu
verhindern. |
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| 01.10.2011 |
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Heiratsverbot für
Ausländer: Sandro Mazzatorta, Senator
der Lega Nord und Bürgermeister der Gemeinde
Chiari (bei Brescia) hat einen Erlass verabschiedet,
wonach Ausländern, die keine Aufenthaltserlaubnis haben,
das Heiraten verboten wird. Und das, obwohl das Verfassungsgericht
die Maßnahme bereits im Juli als verfassungswidrig deklariert
hat. |
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| 15.09.2011 |
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Manuela Arcuri gibt Berlusconi
eine Absage: Laut den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
der Stadt Bari soll der Unternehmer Gianpaolo
Tarantini, um Aufträge von wichtigen Unternehmen
zu ergattern, junge Frauen dazu bewegt haben, eine Nacht mit
Premierminister Berlusconi zu verbringen. Er versuchte
es auch bei der bekannten Schauspielerin Manuela Arcuri,
indem er ihr in Aussicht stellte, Berlusconi würde ihr
den Auftrag besorgen, das Festival von Sanremo
[ ]
zu moderieren. Die Schauspielerin lehnte jedoch ab. |
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| 14.09.2011 |
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Tod einer Bergsteiger-Legende:
Der italienische Alpinist, Abenteurer und Schriftsteller
Walter Bonatti [ ]
ist im Alter von 81 Jahren in Rom gestorben. Bonatti
gilt als einer der größten Bergsteiger aller Zeiten.
Er bezwang als erster im Winter die Matterhorn-Nordwand in
der «Direttissima». |
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| 12.09.2011 |
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Schadenersatz für
Hinterbliebene des Ustica-Blutbads: Am 27. Juni 1980
stürzte eine Douglas DC-9 der italienischen
Gesellschaft Itavia nördlich der sizilianischen
Insel Ustica ins Meer. Alle 81 Insassen
starben. Erst nach jahrelangen Ermittlungen stellte sich heraus,
dass das Flugzeug von einer Luft-Luft-Rakete getroffen worden
war, und dass ein Luftkampf zwischen Kampfflugzeugen der NATO
und zweier libyschen MiG-23 in der Nähe des Absturzes
stattgefunden hatte. Ein Gericht in Palermo verurteilte
nun die italienische Regierung zu 100 Millionen
Euro Schadensersatz für die Hinterbliebenen
der Opfer. Begründung: Die Ministerien für Verkehr
und Verteidigung hätten durch Nachlässigkeit
und Unterlassung den Absturz mitverursacht
und darüber hinaus die Ermittlungen jahrelang behindert. |
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| 04.09.2011 |
Fürstentum
Filettino - ein Dorf rebelliert: Um sich vor dem Verschwinden
zu bewahren - Ministerpräsident Berlusconi plante, alle
Kommunen mit weniger als 1.000 Einwohnern mit anderen zusammenzulegen
-, will sich das 600-Seelen- Dorf Filettino in der
Ciociaria (Latium) von Italien lösen
und den Schritt in die Unabhängigkeit als Fürstentum
wagen. Bürgermeister Luca Sellari meint es
ernst. Eigenes Geld ließ er bereits drucken: die Banknote
"Fiorito", die mit dem Konterfei des
Bürgermeisters geziert ist. Ob Sellari mit seinem
Vorhaben durchkommt, mag bezweifelt werden. Als Werbemaßnahme
brachte es dem Dorf bereits einen wahren Touristenboom. Sogar
die "New York Times" hat sich mit dem Dorf
[ ]
beschäftigt. |
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| 01.09.2011 |
Berlusconi
schimpft auf Italien: Der italienische Regierungschef
wurde
– zur Abwechslung – wieder ausfallend. Diesmal
ließ er seinen Missmut aber nicht an seinen Gegner aus.
Die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete,
Berlusconi habe am 13. Juli in einem (von der Staatsanwaltschaft
Neapel abgehörten) Telefonat mit Valter Lavitola
wörtlich geäußet: "In einigen Monaten werde
ich fortgehen, weg von diesem Scheißland (paese di
merda) ..., das mich ankotzt." |
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| 26.08.2011 |
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Bus fährt nur, wenn
alle bezahlt haben: Bisher hieß es in den Bussen
des Verkehrsverbunds Modena (ATCM): Schwarzfahrer
müssen Bußgeld zahlen. Weil aber aufgrund
der seltenen Kontrollen die Ticketzahler trotzdem in der Minderheit
blieben, starteten die Verantwortlichen einen neuartigen Versuch.
Auf den Buslinien 3 und 8 heißt es nun: Wenn ein Fahrer
nicht zahlt (bzw. sein Ticket nicht entwertet), fährt
der Bus nicht los - zur Irritation aller weiteren Passagiere.
Ermöglich wird dieses Verfahren erst durch die Einführung
von Drehkreuzen an den Türen, die die Passagiere dazu
zwingen, vorne (beim Fahrer) einzusteigen. |
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| 06.08.2011 |
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Erster Nichtraucher-Strand
in Italien: In San Michele al Tagliamento,
einer Kleinstadt bei Venedig, wurde der erste öffentliche
Nichtraucher-Strand Italiens eröffnet. Es handelt sich
nur um ein Versuchsprojekt auf freiwilliger Basis und das
Rauchen bleibt weiterhin straffrei. Auf Schildern am Strand
werde den Strandbenutzern klargemacht, dass es um das Recht
auf einen sauberen Strand gehe. |
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| 06.08.2011 |
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Döner-Verbot in Cittadella:
Der Stadtrat der Kleinstadt Cittadella (Venetien),
der der rechtspopulistischen Lega Nord angehört,
will in Zukunft keine Döner-Buden mehr genehmigen. Der
Bürgermeisters Massimo Bitonci rechtfertigt
das Verbot mit der Behauptung, dass "Dieses Essen nicht
Teil der italienischen Tradition und Identität sei".
Zudem rieche es unangenehm und sei schwierig zu essen. Wer
Döner essen möchte, so Bitonci, könne
es bei sich zu Hause oder außerhalb des historischen
Stadtkerns tun. |
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| 01.08.2011 |
| Falscher
Blinder betrügt Italiens Sozialversicherung: 19
Jahre lang ist es einem Betrüger in Lecce (Apulien)
mithilfe willfähriger Ärzte gelungen, sich bei den
Behörden als Blinder auszugeben. In dieser Zeit kassierte
er mehr als 110.000 Euro Invalidenrente. Nun ist er von der
"Guardia di Finanza" (Finanz- und
Zollpolizei) entlarvt worden. Er wurde unter anderem beim Fahrradreparieren
und beim Einkaufen im Supermarkt gefilmt. |
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| 19.07.2011 |
| Schöne
italienische Medienwelt: Die italienischen Behörden
ermitteln wieder gegen Ministerpräsident Silvio Berlusconi
wegen der mutmaßlichen Einflussnahme auf die öffentlich-rechtliche
Rundfunkanstalt Rai. Berlusconi, gegen den bereits
wegen Korruption und Betrug ermittelt wird, soll versucht haben,
die regierungskritische Sendung "AnnoZero"
des Journalisten Michele Santoro aus dem Programm zu
verbannen. |
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| 17.07.2011 |
| Der
Blogger, der Italiens "Kaste" in Angst versetzt:
180.000 haben sich bereits angemeldet. Tausende von Bürgern,
die auf Facebook und auf einem Blog auf die
Enthüllungen des "Prekären von Montecitorio"
warten. Spidertruman nennt sich der Arbeitslose und
ehemalige Angestellte des Abgeordnetenhauses in Rom.
Gekündigt nach 15 Jahren prekärer Arbeit, hat er sich
entschlossen, in seinem Blog all die Geheimnisse der "Kaste"
– so wird die politische Klasse in Italien genannt –
zu enthüllen, angefangen mit den zahlreichen Privilegien
(billige Telefontarife, Zahlungserleichterungen beim Autokauf,
Gratisreisen, ...). |
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| 13.07.2011 |
| Eine
lupenreine Regierung: Der erst im März ernannte
italienische Landwirtschaftsminister, der Sizilianer Francesco
Saverio Romano, soll wegen Mafia-Verwicklungen
vor Gericht. In einem von der Staatsanwaltschaft Palermo
beantragten Vorprozess soll geprüft werden, ob
die Ermittlungsergebnisse ausreichen, um einen Prozess gegen
den Minister anzustrengen. Romano, der schon seit längerer
Zeit unter Mafia-Verdacht steht, bezeichnete das Vorgehen
der Staatsanwaltschaft als "Kurzschluss
der Justiz". Die italienische Regierung kommentierte
den Fall zunächst nicht. |
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| 11.07.2011 |
| Arme
Parlamentarier: Die italienische Regierung will mit einem
milliardenschweren Sparpaket zur Reduzierung der enormen
Staatsschulden die Ausgaben stark kürzen. Auch
die im europäischen Vergleich sehr hohen Gehälter
der italienischen Parlamentarier sollen auf europäische
Standards sinken. Aber im Gegensatz zur "stangata"
(Knüppelschlag) für die Normalbürger, soll dies
erst ab der nächsten Legislaturperiode, also 2013, geschehen.
Das Gehalt der Parlamentarier wird dann von 11.704
(!) auf 5.339
Euro netto sinken. |
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| 01.07.2011 |
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Eine nette Familie:
Gaetano Riina, Bruder des einstigen "Boss der Bosse"
Totò Riina, wurde auf Sizilien festgenommen.
Wie die Polizei mitteilte, ging der 79-Jährige den Fahndern
in seinem Wohnhaus in Mazara del Vallo ins Netz.
Riina hatte die Führung des Mafia-Clans von
Corleone nach der Festnahme seines Bruders,
der seit über 18 Jahren hinter Gittern sitzt, übernommen.
Gaetano Riina wird beschuldigt, für die Verbindungen
zu den verschiedenen Mafia-Clans [ ]
auf Sizilien verantwortlich zu sein. Er war bereits Ende
der 1980er Jahre wegen Drogenhandels verurteilt worden, berichteten
italienische Medien. Sein Bruder soll für mehr
als 1000 Morde verantwortlich sein. |
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| 07.06.2011 |
| Schlag
gegen die 'Ndrangheta: Bei großangelegten Razzien
in mehreren Städten Italiens, darunter Turin,
Mailand, Modena und Reggio Calabria,
versetzte die italienische Polizei der 'Ndrangheta
(kalabrischen Mafia) einen großen Schlag. 142 Personen
wurden wegen Erpressung, Wucher sowie Drogen- und Waffenhandel
und Geldwäsche festgenommen. Wie italienische
Medien berichteten, wurden in der "Minotaurus"
genannten Operation mehr als 1300 Polizisten eingesetzt.
Es wurden 127 Immobilien, Wohnungen und Grundstücke,
zehn Unternehmen und 200 Bankkonten im Wert von über
70 Millionen Euro beschlagnahmt. |
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| 19.05.2011 |
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Das Papst-Pissoir:
Eine höchst umstrittene, fünfeinhalb Meter hohe
Bronzestatue von Papst Johannes Paul II. [ ]
empfängt seit kurzem Rom-Pilger und Touristen vor dem
Hauptbahnhof Termini. 92,5 % der Römer halten
diese Statue des Künstlers Oliviero Rainaldi
für hässlich, und würden sie so schnell wie
möglich abreißen lassen. Selbst der Vatikan ist
alles andere als begeistert. In der
deutschen Presse wird das Werk mit einer zerbrochenen Glocke
oder einem Buswartehäuschen verglichen. Die Römer
haben da einen passenderen Vergleich gefunden: Die
Statue erinnere, so des Volkes Stimme, eher an ein "vespasiano"
(Pissoir) [ ]. |
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| 18.05.2011 |
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Strafzettel für Prostituierte:
Alina, eine 21-jährige Prostituierte, bekam,
als sie zu Fuß auf der Fahrbahn in
Sampierdarena, einem Vorort von Liguriens Hauptstadt
Genua, auf und ab spazierte und nach Kunden Ausschau
hielt, einen Strafzettel wegen "Parken im Halteverbot". |
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| 06.05.2011 |
Konzessionen
für 90 Jahre für Italiens Strände: Es
ist bekannt, dass es in Italien nur sehr wenige eingerichtete
"freie" Strände gibt. Fast ein Drittel der Strände
wird von den (kostenpflichtigen) Strandbädern beansprucht,
den sogenannten "stabilimenti balneari" [ ].
Im Namen der "Verringerung der Bürokratie"
wollte di italienische Regierung von Silvio Berlusconi nun den
Pächtern dieser Strandbäder ein Nutzungsrecht
für 90 Jahre ausstellen. Als oberster Wettbewerbshüter
stellte sich die EU-Kommission in Brüssel aber dagegen,
denn es widerspreche den EU-Regeln für einen fairen Wettbewerb.
Die Konzessionen müssten für kürzere
Zeiträume und durch öffentliche Ausschreibungen
vergeben werden. Die Naturschutzorganisation WWF kritisierte
auch, die Regierung "habe die Strände des Landes
für ein Jahrhundert verschenkt“.
Aufgrund dieses Widerstandes musste die Regierung die Gesetzesvorlage
schließlich überarbeiten und die Frist auf 20 Jahre
verkürzen. |
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| 28.04.2011 |
| Munzendiebstahl
im Trevi-Brunnen: Touristen, die den Wunsch haben, wieder
nach Rom zu kommen, brauchen – so die Legende –
nur eine Münze hinter sich in den berühmten Trevi-Brunnen
(die "Fontana di Trevi") zu werfen. Das Geld (etwa
500.000 Euro im Jahr) ist Eigentum der Stadt und wird von deren
Personal eingesammelt und der Hilfsorganisation Caritas
gespendet. Vier Männer hatten – so die italienische
Zeitung "La Repubblica" – aus dem Brunnen diese
hineingeworfenen Münzen "gefischt" und einen allzu neugierigen
Reporter ins Wasser geschubst. Mehrere Polizisten, die in der
Nähe des Brunnens wachten, wurden erst tätig, als
ein weiterer Journalist angegriffen wurde. |
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| 22.04.2011 |
| Kein
Döner mehr in Florenz: In der von der UNESCO 1982
zum Weltkulturerbe der Menschheit ernannten Altstadt
von Florenz dürfen ab sofort keine Döner-Buden
mehr eröffnet werden. Was auf dem ersten Blick wie eine
Diskriminierung fremder Kulturen aussieht, sei in Wahrheit,
so der Bürgermeister der Stadt, eine Operation
"Qualität", die ein allgemeines Stop für
Fast- Food-Einrichtungen vorsieht. So gilt in Zukunft
auch ein striktes "Nein" für McDonald's-Restaurants,
Getränke- und Speiseautomaten, aber auch für Geld-Transfer-Services
und Internet-Points. Die Maßnahme diene dazu, "den
Charakter des historischen Zentrums zu bewahren". Weil
es keine genaue Definition von Fast-Food gebe, werde
die Gemeindeverwaltung von Mal zu Mal entscheiden, ob das Verbot
auch für Sandwich-Bars und Pizza-Straßenverkauf-Läden
gelte. |
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| 31.03.2011 |
| Eklat
im italienischen Parlament: Der Versuch der Regierung
Berlusconi, eine Justizreform im Eiltempo durchs Parlament
zu peitschen, die unter anderem eine deutliche Verkürzung
diverser Verjährungsfristen vorsieht (dadurch würde
auch ein Korruptionsprozess, in dem Berlusconi angeklagt ist,
bis zum Ende des Sommers verjähren) führte am Mittwochabend
und am Donnerstag zu schweren Eklats im Parlament.
Unter anderem pöbelte Verteidigungsminister
La Russa, der zuvor von Demonstranten beschimpft und
mit Münzen beworfen worden war, gegen die Opposition
und beschimpfte auch den Kammerpräsident
Fini, der ihn zur Ordnung gerufen hatte. |
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Am Donnerstag protestierte die Opposition im Parlament dagegen,
dass die Entgleisungen La Russas nicht erwähnt
wurden. Dabei verlor Justizminister Alfano
die Nerven und warf seinen Parlamentarierausweis auf die Bänke
der Opposition. Ein Abgeordneter der Berlusconi-Partei PdL
(Popolo della Libertà) schleuderte Fini
eine Zeitung ins Gesicht. |
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| 25.03.2011 |
Inszenierter
Lob für Berlusconi: In einer Sendung auf Canale
5, einem Sender der Sendergruppe Mediaset des
italienischen Premiers Silvio Berlusconi
[ ],
hatte sich ein Ehepaar aus L'Aquila, der 2009 von einem
Erdbeben zerstörte Hauptstadt der Abruzzen, herzlich
beim Premierminister für die erfolgreichen Wiederaufbauarbeiten
bedankt. Unter anderem hatten die beiden behauptet,
dass in L'Aquila bereits alle gewerblichen Tätigkeiten
in vollem Umfang wiederhergestellt worden seien und dass
die Stadt dank der Arbeit der Regierung wieder fast in dem Zustand
sei, wie vor der Katastrophe. Es stellte sich dann heraus, dass
es sich um eine bezahlte Inszenierung gehandelt hatte.
Das Ehepaar, das gar nicht aus L'Aquila war, gab zu,
eine Rolle gespielt und dafür 300 Euro erhalten zu haben. |
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| 23.03.2011 |
| Auseinandersetzung
um die italienische Fahne: Im Gemeinderat der Stadt Como
(Lombardei) kam es zum Streit wegen
der Ablehnung der Feierlichkeiten zum 150.
Jubiläum der Einheit Italiens seitens der Lega Nord.
Das Gemeinderat-Mitglied Vittorio Mottola (Partito
democratico) überreichte dem "assessore"
(Beigeordneten) Diego Peverelli der Lega Nord
eine italienische Fahne, nachdem er dieses Symbol Italiens mit
schwulstigen Worten gelobt hatte. Beverelli wollte
sie aber nicht annehmen und warf sie Mottola nach hitzigen
Worten ins Gesicht. Comos Bürgermeister Stefano Bruni
distanzierte sich vom Verhalten beider Politiker. |
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| 18.03.2011 |
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Kruzifixe in Italiens Schulen
sind grundrechtskonform: Verstoßen Kruzifixe
in staatlichen italienischen Schulen gegen Grundrechte? Nein,
entschied der Europäische Gerichtshof für
Menschenrechte in Straßburg. Er wies damit
die Beschwerde einer Mutter ab, die die Kreuze als Verstoß
gegen das Recht auf Erziehung und auf Religionsfreiheit sah.
Die Entscheidung, Kruzifixe in Klassenzimmern anzubringen,
falle in den Ermessensspielraum der jeweiligen Europarats-Mitgliedstaaten.
In erster Instanz hatte die Frau recht bekommen.
Die Entscheidung des Gerichtshof ist bindend. |
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| 17.03.2011 |
| Italien
feiert 150 Jahre Staatsgründung: Italien feiert
am 17. März seinen 150. Geburtstag, denn am 17. März
1861 wurde in Turin die neue italienische Monarchie
unter König Vittorio Emanuele II. ausgerufen.
Vollständig wurde die Einigung Italiens allerdings erst,
nachdem am 20. September 1870 Rom von den italienischen Truppen
eingenommen wurde. Die Vereinigung des Kirchenstaats mit
Italien wurde am 6. Oktober 1870 durch königliches Dekret
proklamiert. Am heutigen Tag gibt es in vielen Städten
Italiens große Feiern. Einen Schatten darauf wirft der
teilweise Boykott seitens der separatistischen
Lega Nord, die vor allem den neu geschaffenen Feiertag
als "verfassungsfeindlich" und
"wirtschaftlich irrsinnig" geißelt. Auch die
Südtiroler wollen mit dem Feiertag nichts zu tun haben. |
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| 12.03.2011 |
Nilla Pizzi gestorben: Am
12. März ist die italienische Sängerin Nilla Pizzi
(Jahrgang 1919) gestorben, die 1952 beim San-Remo-Festival [ ]
schlagartige Bekanntheit erlangt hatte. Sie gewann mit
dem Lied "Grazie dei fiori " (Danke für
die Blumen). Ihren Erfolg wiederholte sie dann ein Jahr
später mit dem Lied "Vola colomba" (Flieg,
Taube, flieg). |
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| 10.03.2011 |
| Geld
für Geburtsurkundenfälschung: Laut der Tageszeitung
"Il fatto" sollen am 7. Februar zwei
Italiener einer Angestellten des Einwohnermeldeamtes
von Fkih Ben Salah in Marokko eine beträchtliche
Summe angeboten haben, um die Geburtsurkunde von Karima
al-Mahroug zu fälschen. Es sollte das Geburtsjahr
von 1992 auf 1990 geändert werden. Die junge Frau ist als
Ruby bekannt und in der Sexaffäre von Berlusconi
verwickelt – Ein Schuft, wer Böses dabei denkt! |
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| 08.03.2011 |
| Filmreifer
Goldraub in der Toskana: Im kleinen Dorf Poggio Bagnoli
(einer Fraktion von Pergine Valdarno in der Provinz
Arezzo) gelang unbekannten Verbrechern in
der Nacht zum 8. März ein spektakulärer Diebstahl. Mit
einem gestohlenen Bagger durchbrachen sie eine Mauer des Gebäudes
der Goldschmiede-Firma Salp und erbeuteten ca. 100
Kilo Gold im Wert von mindestens drei Millionen Euro. Um
ihren Raub ungestört durchzuführen, sperrten
die Goldräuber (mutmaßlich 7-10 Personen) sämtliche
Zufahrtsstraßen zum kleinen Ort mithilfe eines
Schulbusses und zweier Streifenwagen, die sie zuvor gestohlen
hatten. Der Überfall soll kaum mehr als eine halbe Stunde
gedauert haben, schätzt die Polizei. |
| Es ist nicht das erste Mal, dass die
Firma Salp überfallen wurde. Vor fünf Jahren
konnten Diebe über das Dach eindringen, vor zwei Jahren
scheiterte ein weiterer Versuch dank dem rechtzeitigen Eingreifen
der Polizei. |
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| 07.03.2011 |
Sie
kommen und kommen: Kaum ein Land schaut so gespannt auf
die Ereignisse in Libyen wie Italien. Bereits im Februar waren
innerhalb weniger Tage 5000 Flüchtlinge gekommen.
Dann schien sich die Lage zu entspannen. In den letzten Tagen
landeten aber wieder Tausende Tunesier auf Lampedusa.
Innenminister Roberto Maroni (Lega Nord) fordert erneut
Hilfe von der EU. Siehe auch [ ] |
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| 03.03.2011 |
| Online-Eifersucht:
Acireale (Sizilien). Der junge Lateinamerikaner Jonny
Suazo Polanco hatte im sozialen Netzwerk Facebook
einer jungen Frau die Freundschaft angeboten. Das
brachte ihm einen Messerstich seitens des Verlobten des
Mädchens ein. Simone Giorgio Consoli, der
30-jährige eifersüchtige Täter,
wurde daraufhin wegen Bedrohung, schwerer Körperverletzung
und unerlaubtem Waffenbesitz verhaftet. |
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| 25.02.2011 |
| Erzieherischer
Pfefferspray: In einer Berufsschule in einem Vorort von
Mailand (Lombardei) versprühte eine Schülerin
Pfefferspray "aus Jux". Der "Spaß" verursachte
Verletzungen bei mehreren Mitschülern und zwang die ganze
Klasse dazu, das Klassenzimmer zu räumen. Kurz darauf identifizierte
die Schuldirektorin das schuldige Mädchen, konfizierte
ihre Sprühdose und sprühte eine Ladung Pfefferspray
auf die Hand der 15-Jährigen. "Damit sie die Schwere
ihres Vergehens verstehe!". Diese "erzieherische"
Maßnahme brachte drei weitere Mädchen in die Notaufnahme.
Wohlgemerkt: Auch diese Schule galt schon lange als besonders
"schwierig". |
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| 24.02.2011 |
| Erzieherische
Seife: In einer Grundschule in einem kleinen Ort bei
Turin (Piemont) wurde ein achtjähriges
Kind, das von Schimpf- und Fluchwörtern Gebrauch gemacht
hatte, von zwei Lehrerinnen dazu verdonnert, seinen Mund mit
Seife auszuwaschen. Dies gilt zwar im Sinne des Gesetzes nicht
als körperliche Züchtigung, dennoch erstattete
die Mutter des Kindes Anzeige bei den Carabinieri –
wegen unverhältnismäßiger Anwendung von Erziehungsmitteln.
Außerdem will die Frau ihr Kind so lange nicht mehr zur
Schule gehen lassen, bis die beiden Lehrerinnen von der
Schule entfernt werden. Interessant ist, dass das Kind
bereits "auffällig" geworden war und psychologisch
betreut wurde, und dass seit Anfang des Jahres sieben Kinder
auf Wunsch ihrer Eltern aus dieser Klasse verlegt worden
waren, weil sie als besonders turbulent galt.
Die Schuldirektorin stellte sich hinter die beiden Lehrerinnen. |
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| 21.02.2011 |
| Sonntagsmesse
statt Knast: Zwei Jugendliche (15 und 16 Jahre alt) aus
Bassano del Grappa wurden in Mestre (bei Venedig)
von einem Jugendgericht dazu verurteilt, mindestens
ein Jahr lang jeden Sonntag in die Messe zu gehen.
Außerdem müssen sie sich bei den Opfern entschuldigen,
sich zu Freiwilligenarbeit in der Gemeinde
verpflichten und – gute Schulnoten bekommen. Dafür
bleibt ihnen eine Haftstrafe erspart. Die beiden standen unter
anderem wegen kleinerer Diebstähle und Erpressung
vor Gericht. |
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| 18.02.2011 |
| Auch
die Lega Nord gegen "Tag der Einheit":
Nach dem Beschluss Südtirols, nicht an den Feiern
zum 150. Jahrestag der nationalen Einheit Italiens teilzunehmen,
wurde auch innerhalb des Regierungslagers über den Feiertag
gestritten, mit dem die nationale Einheit gefeiert werden soll.
Der Ministerrat hatte beschlossen, ausschließlich im Jahr
2011 den 17. März per Dekret als Tag der nationalen
Einheit einzuführen. Dagegen wehrte sich aber die
an der Regierung beteiligte Partei Lega Nord. Auch
die Wirtschaft ist gegen diesen Feiertag. |
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| 17.02.2011 |
| Verkehrte
Welt: Giuseppa Valida, eine 59-jährige
Lehrerin aus Palermo, wurde in dritter Instanz
zu einem Jahr Haft verurteilt, weil sie einen Schüler
bestraft hatte, indem sie ihn 100 Mal an die Tafel schreiben
ließ "Ich bin ein Depp". Die Studienrätin
hatte sich die ausgefallene Strafe ausgedacht, weil der Schüler,
zusammen mit zwei weiteren, die sich später aber entschuldigten,
ein anderes Kind daran gehindert hatte, in die Männertoilette
zu gehen, und ihn als "Mädchen" und "Schwuler"
beschimpft hatte. Woraufhin das beschimpfte Kind in Tränen
ausgebrochen war. Frau Valida wird zwar wegen bedingter Strafaussetzung
die Strafe nicht antreten müssen, ist aber verständlicherweise
zutiefst verbittert. |
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| 15.02.2011 |
| Berlusconi
vor Gericht: Der italienische Prämierminister wurde
von seiner Vergangenheit eingeholt. Die Ermittlungsrichterin
Cristina di Censo in Mailand ließ die Anklage
gegen den 74-jährigen Silvio Berlusconi zu. Er
muss sich in einem Eilverfahren wegen Amtsmissbrauchs
und Beihilfe zur Prostitution einer Minderjährigen
verantworten. Der Prozess soll am 6. April beginnen. Im
Falle einer Verurteilung drohen Berlusconi bis zu 15 Jahre Haft. |
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| 13.02.2011 |
Frauen
marschieren gegen Berlusconi: "Ora basta"
(Jetzt reicht es!) skandierten am Sonntag in 230 Städten
Italiens hauptsächlich Frauen, die gegen die Politik
des umstrittenen Premiers Silvio Berlusconi [ ]
marschierten. Ihm droht ein Prozess wegen Amtsmissbrauchs
und bezahltem Sex mit Minderjährigen.
Hunderttausende von Teilnehmern – die Organisatoren
sprechen von einer Million Menschen – machten ihrem
Unmut Luft darüber, dass Berlusconis Handeln
das Bild der Frauen auf Sexobjekte reduziert habe. In Mailand
trugen die Frauen weiße Schals als Symbol des Protests.
Auch die bekannten Schriftsteller Umberto Eco ("Der
Name der Rose“) und Roberto Saviano ("Gomorrha"),
fordern den Rücktritt des umstrittenen Premiers. |
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| 12.02.2011 |
| Der
Flüchtlingsstrom nach Italien steigt: Nachdem die
Zahl der Flüchtlinge, die Süditalien über
das Meer erreichten, dank eines Abschiebeabkommens mit
Libyen in den letzten Jahren stark zurückgegangen war,
erreichten in den letzten Tagen wieder mehr als 4.000 nordafrikanische
Flüchtlinge die sizilianische Insel Lampedusa.
Unter dem Druck der politischen Instabilität im Norden
Afrikas wächst der Strom der Flüchtlinge. Zurzeit
handele es sich hauptsächlich um Flüchtlinge aus Tunesien,
so berichteten die italienischen Medien. Auch die
Caritas ist besorgt, dass die politische Instabilität
zu einer neuen massiven Flüchtlingswelle in Richtung Italien
führen könne. Der italienische Innenminister
Maroni versicherte, dass er Druck auf Tunesien machen
werde, um die Flüchtlingswelle zu stoppen. Er beteuerte
auch, dass Italien die Migranten wieder abschieben würde,
sobald sich die politische Lage in Tunesien wieder
stabilisiert habe. |
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| 07.02.2011 |
| Italiens
150-Jahre-Feier ohne Südtirol: Südtirol
wird an den Feierlichkeiten zum 150. Jubiläum
der italienischen Einigung (die am 17. März 1961 stattfinden)
nicht teilnehmen. Von Südtirol könne nicht erwartet
werden, dass es die Abtrennung von Österreich feierte,
sagte Landeshauptmann Durnwalder von der
Südtiroler Volkspartei (SVP). Die Proklamation
der Einheit Italiens könne auch heute bei den Südtirolern
keinen Jubel auslösen. Südtirol war vor 150 Jahren
ein Teil Tirols und wurde nach dem Ende des Ersten Weltkriegs
gegen den Willen der Bevölkerung als Kriegsbeute in den
italienischen Staatsverband einverleibt. |
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| 03.02.2011 |
| Einstellung
zur Einwanderung: Das Ergebnis der internationalen Meinungsumfrage
"Transatlantic Trends: Immigration" ergab
für Italien (trotz fremdenfeindlicher Erscheinungen wie
die Lega Nord) überraschende Ergebnisse.
Auf die Frage, ob Zuwanderung "eher als Problem" oder
"eher als Chance" gesehen werde, antworteten nur 45 %
der befragten Italiener, dass Zuwanderung "eher ein Problem"
sei (Vergleich: Deutschland. 35 %). 69% (Rekordwert in Europa)
glaubten nicht daran, dass Zuwanderer den Einheimischen
Arbeit wegnehmen würden. |
| Obwohl 56% (gegen den
34% des Vorjahrs) der befragten Italiener an eine Zunahme von
Kriminalität durch Zuwanderung glaubten, waren 52% von
ihnen dafür, den legalen Einwanderern ein kommunales Wahlrecht
zu geben (nicht nur den EU-Ausländern!). |
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| 25.01.2011 |
Sarg
entführt: Unbekannte Täter haben in der Nacht
zum 25. Januar 2011 den Sarg des zu seinen Lebzeiten sehr beliebten
"presentatore" (Moderators) Mike Bongiorno [ ]
aus dem Friedhof von Dagnente, am Lago Maggiore,
entwendet. Die Ermittlungen der Polizei laufen
auf Hochtouren, doch von den Tätern fehlt bisher
jede Spur. Die Familienangehörige warteten bisher umsonst
auf einen Anruf der Täter, betonten aber, dass sie auf
keinen Fal ein Lösegeld zahlen würden. "Mike
ist im Paradies, nicht in diesem Sarg!" äußerte
Bongiornos Sohn Nicolò. |
| Inzwischen (21.02.) soll
eine Lösegeldforderung in Höhe von 300.000 €
eingegangen sein. |
| Am 03. März nahm
die Polizei drei Verdächtige fest. |
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| 24.01.2011 |
Berlusconi
rastet aus: Der italienische Ministerpräsident Silvio
Berlusconi
[ ]
geriet während einer Live-Sendung im italienischen Fernsehen
völlig aus der Fassung. Der Premier hatte sich per Telefon
in die Talkshow "L'infedele" zuschalten
lassen, die unter anderem die jüngste Sex-Affäre Berlusconis
zum Thema hatte. der 74-jährige wird von der Mailänder
Staatsanwaltschaft verdächtigt, eine Anzahl junger
Mädchen gegen Bezahlung zu Sex-Partys in seine Villa
eingeladen zu haben. Eines dieser Mädchen soll die damals
noch minderjährige, als "Ruby"
bekannte Marokkanerin Karima El-Marough gehört
haben. Die hübsche 26-jährige Nicole Minetti
[ ],
die 2010 ausschließlich durch die Unterstützung des
Ministerpräsidenten zur Abgeordnete in das Regionalparlament
der Lombardei gewählt wurde, soll die jungen Frauen für
die Partys ausgesucht haben. Sie wird deshalb von Mailänder
Staatsanwälten der Beihilfe zur Prostitution angeklagt.
Während der Sendung belegte der Ministerpräsident
den Moderator Gad Lerner mit unflätigen Beschimpfungen.
Unter anderem nannte er die Talkshow ein ekelerregendes TV-Bordell. |
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| 01.01.2011 |
| Plastiktüten
adieu: Seit Neujahr ist der Verkauf von Plastiktüten
in Italien verboten. Nur biologisch abbaubare Tüten sind
erlaubt. Nach Schätzungen der Umweltschutzorganisation
Legambiente wurden bisher in Italien 20 Milliarden
Plastiktüten im Jahr (25% des gesamten europäischen
Konsums), mit einem durchschnittlichem Pro-Kopf-Verbrauch von
300 Plastiktüten im Jahr. Die Restbestände der italienischen
Supermärkte dürfen nur noch verschenkt werden. |
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| 26.10.2010 |
| FIAT
weg aus Italien?: FIAT-Chef Marchionne konfrontierte
die Italiener mit bitteren Wahrheiten. Italiens Produktivität
gehe seit Jahren zurück, sagte er. FIAT mache hier keine
Ausnahme. Und von den zwei Milliarden Gewinn, die das Unternehmen
für das Jahr 2010 verbuchen wolle, komme "kein einziger
Euro aus Italien". Man könne nicht ewig Produktionsstätten
betreiben, die Verluste machen, mahnte er. Hätte
man ausschließlich vom unternehmerischen
Standpunkt aus agiert, hätte man sich schon lange
vom Standort Italien verabschieden
müssen. Die Reaktionen von Gewerkschaften und Regierung
kamen prompt. Es wurde unter anderem darauf hingewiesen,
dass FIAT am stärksten von der italienischen Abwrackprämie
profitiert hätte, und dass Italien das Land sei, in
dem der Konzern sein historisches Fundament habe. Konkret
ging es um die Schließung eines FIAT-Werkes auf Sizilien
und um Zugeständnisse von den Gewerkschaften,
falls der Konzern die Produktion einer Modellreihe von Polen
nach Italien zurückzuverlagern würde. |
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| 29.09.2010 |
| Windenergie
aus den Abruzzen: Das in einer ärmlichen Berggegend
der Abruzzen liegende kleine Bergdorf Tocco da Casauria
(Prov. Pescara) sorgte im renommierten
Blatt New York Times
für Schlagzeilen. Der etwa 2800 Einwohner starke Ort hat
sich nämlich der Windenergie verschrieben. Und es ist nicht
nur so, dass die vier Windkraftanlagen, die aus den Olivenhainen
herausragen, alle Einwohner von Tocco da
Casauria mit Strom versorgen, sie bringen dem Bergdorf
auch noch viel Geld ein. Laut Recherchen des New Yorker
Blattes produzieren die Anlagen 30% Prozent mehr Energie,
als das Dorf benötigt. Dieser Überschuss beschert
dem Dorf jährliche Mehreinnahmen von mehr als
200.000 Euro. Das Geld wird in Tocco dringend gebraucht.
So wurd beispielsweise 2009 die Schule erdbebensicher renoviert
und die kleine Burg Caracciolo, bisher nur eine Ruine,
erscheint in neuer Pracht. |
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| 13.09.2010 |
Eklat
bei der Miss-Italia-Wahl: Die Bombe platzte wenige Stunden
vor dem Beginn der Wahl zur Miss Italia. Alessia
Mancini [ ],
die Schönheitskönigin der Region Latium
soll, laut Gerüchten aus dem Internet, eine Transsexuelle
sein! Bereits die Statur würde Anlass zu einem Verdacht
geben. Sie ist 1,84 m groß! Das Mädchen, das am 23.
August zur Miss Lazio gewählt worden war, soll
operiert worden sein und soll ihren Namen beim Einwohnermeldeamt
ändern haben lassen. Noch vor einer Äußerung
der Betroffenen selbst dementierte die Präsidentin des
Wahlkomitees energisch das Gerücht. Als die Mancini
aber im Laufe der Miss-Wahl vorzeitig ausscheiden musste, brach
sie in Tränen aus und musste von der Moderatorin Milly
Carlucci getröstet und beruhigt werden [ ]. |
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| 23.05.2010 |
Hitler
in Rosa: Die Werbekampagne einer Modekette sorgte, wie
es vor Jahren bereits die umstrittenen Plakate der Firma Benetton
mit den Bildern von Oliviero Toscani gemacht hatten,
für lautstarken Protest in Sizilien. Ein riesiges, in der
sizilianischen Hauptstadt Palermo aufgestelltes Plakat,
zeigt den Führer in rosa Uniform und mit einem roten Herz
(an der Stelle des Hakenkreuzes) auf seinem Armband [ ].
Erboste Mitglieder des Vereins ehemaliger Widerstandskämpfer
in Italien (ANPI) forderten die Entfernung des Plakats.
Der Werbetext des Plakats, das als "witzige Provokation"
gedacht war, will – in einem merkwürdigen Mix aus
Italienisch und Englisch – die Botschaft herüberbringen
"Ändere deinen Stil, folge nicht deinem Führer" |
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| 05.04.2010 |
"Attenzione,
prostitute" (Achtung,
Prostituierte!). Im kleinen Ort Mogliano in
norditalienischen Veneto beschloss die Gemeindeverwaltung,
Verkehrsschilder an neuralgischen Stellen des
Ortes aufzustellen, die vor der Anwesenheit von Prostituierten
warnen. Dies sei notwendig geworden, sagte der Bürgermeister,
weil an der Straße, die durch Mogliano fährt
und nach Venedig führt, eine inzwischen auf mehr
als 60 angewachsene Zahl von Mitgliedern
des horizontalen Gewerbes steht. Dies soll wegen das verlangsamte
Fahren der Autos von Freiern und Gaffern zu vermehrten Unfällen
geführt haben. Siehe auch Prostitution in Italien
[ ]. |
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| 01.03.2010 |
| Die
teuerste Pizza der Welt soll die Pizza
Louis XIII, eine Kreation des Pizzabäckers Renato
Viola aus Agropoli (Kampanien), sein. Der Pizzabäcker,
der zahlreich internationale Preise für sein Pizza-Kreation
erwarb, bietet diesen Leckerbissen für nur 8300 Euro
an. Angeblich soll dieses köstliche Gericht bereits
von einem (bisher anonym gebliebenen) Superreichen bestellt
worden sein, möglicherweise handelt es sich um einen russischen
Oligarchen. Die Zutaten? Drei verschiedene Kaviar-Sorten,
Königskrabbe, Languste, Fangschneckenkrebse,
Champagner Clos du Mesnil 1995 und vieles Erlesenes
mehr ... |
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| 04.02.2009 |
| EU-Verordnung
zur Pizza Napoletana : Der Antrag Italiens auf Eintrag
der Bezeichnung "Pizza Napoletana" im Amtsblatt
der Europäischen Union veröffentlicht. Die Pizza
Napoletana genießt somit einen EU-weiten Schutz als
Specialità tradizionale garantita / Garantierte
Traditionelle Spezialität (STG / g.t.S) anerkannt.
Die Schutzbestimmungen betreffen sowohl die Zutaten, als auch
die Herstellung des Teigs und die Backtemperatur. Demnach ist
die "Pizza Napoletana" eine kreisförmige
Backware mit variablem Durchmesser von höchstens 35 cm
mit erhabenem Teigrand und mit Belag bedecktem Inneren. Die
Zubereitung des Teiges ist genau festgelegt. Die Zutaten, die
verwendet werden können, sind Knoblauch und Oregano,
Mozzarella di Bufala Campana g.U., frisches Basilikum
und Mozzarella g.t.S. |
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| 01.02.2009 |
Pipi-Card
für Venedig: Touristen, die ab Februar 2009 in Venedig
das dringende Bedürfnis haben, eine Toilette aufzusuchen,
müssen tief in die Tasche greifen, denn dazu brauchen sie
eine WC-Card, mit der man allerdings nur bis zu zwei Mal (!)
pro Tag eine öffentliche Toilette aufsuchen darf. Kostenpunkt:
drei Euro! Wer rechtzeitig
eine solche Karte übers Internet bestellt, dem kostet sie
nur zwei Euro. In der Nebensaison
(die Karnevalzeit gilt als Hochsaison) kostet die "Card"
nur 1,50 Euro.
Einheimische kommen billiger davon. Sie können eine WC-Flatrate
(Abo) bekommen für 3,10 Euro. Dann zahlen sie in den öffentlichen
Toiletten nur noch 25 Cent pro "Besuch". Senioren
über 60 können sich eine kostenlose WC-Card besorgen.
Das gilt allerdings nur für Einheimische. |
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| 17.05.2008 |
Bettelverbot
in Assisi: In der Stadt des Heiligen Franz von Assisi
bewirkte der politisch rechts stehende Bürgermeister
mittels einer Verordnung ein Bettelverbot in der Nähe
der Kirche. Diese Verordnung hat allerdings zu einer ernsten
Kontroverse mit der katholischen Kirche geführt, die sich
zunehmend Sorgen macht über die Tendenz vieler italienischer
Bürgermeister mit Verboten gegen Bettler und
Obdachlose vorzugehen. Gerade in dieser Stadt grenzt der Verbot
ans Absurde: Man findet nämlich an den Wänden der
Basilika des Heiligen Franziskus die berühmten Fresken
von Giotto di Bondone [ ],
die an das Bettlerleben des Heiligen
erinnern. |
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| 12.04.2007 |
| Tumulte
in der Mailänder Chinatown: Erst eine Revolte im
chinesischen Viertel in Mailand brachte der italienischen Öffentlichkeit
ins Bewusstsein, wie zahlreich inzwischen die chinesische Gemeinde
in Italien sei. Allein 17.000 Chinesen lebten zu diesem Zeitpunkt
in der lombardischen Landeshauptstadt, die Illegalen nicht gezählt.
Von Integration konnte dabei keine Rede sein. Die Chinesen leben
in einer eigenen, geschlossenen Welt. "Sie arbeiten nicht für
die Integration. Bei den Chinesen ist die Isolierung ein Muss.",
äußerte der Mailänder Bürgermeister. Die
Tumulte waren ausgebrochen, nachdem die Polizei eine
Strafe gegen eine chinesische Autofahrerin verhängt hatte,
und die Immigranten behauptet hatten, dass die Frau von den
Beamten geschlagen worden sei. Einige Hunderte Chinesen
gingen daraufhin auf die Polizisten los, die mit Knüppeln
und Tränengas reagieren mussten. Bei den Krawallen wurden
mindestens vierzehn Polizisten und fünf Chinesen verletzt,
zahlreiche Autos beschädigt. |
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Vulkane und Erdbeben
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Migration in Europa
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Venedig abseits der Pfade:
Eine etwas andere Reise
durch die Lagunenstadt
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Die schnellsten Züge
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Der satirische
Kreuzfahrt-Flüsterer
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Steuerfahndung
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Naturkatastrophen
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SARDINIEN
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Liebesschloss
mit
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Wikipedia: Wie
Sie zur freien Enzyklopädie beitragen
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Die Forderungen
der Lega Nord
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NATO-Angriff
auf Libyen
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Hinter Rom beginnt
das Zauberland
Malerisches Latium
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Schwarzfahren.
Die Kunst des tariffreien Netzgleitens
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Aufgespießt.
Wie der Döner
über die Deutschen kam
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Circus Italia:
Aus dem Inneren der Unterhaltungsdemokratie
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Italienische
Mediensprache. Hinweise für die italienische Zeitungslektüre
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Geschenkset:
Das Mafia-Kochbuch
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METASTASEN
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Fürchtet euch
nicht! Das Leben Papst Johannes Pauls II.
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Italienische Adria
Marco Polo Reiseführer
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Fast-Food-Gesellschaft
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One Man Show
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Abruzzen
- Molise
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Fahne
/ Flagge Italien
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Menschenrechte
und Demokratie: Basiswissen zum Mitreden
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Geschichte
Italiens
vom Risorgimento bis heute
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VIVA SAN REMO
50 Jahre Festival
von San Remo
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Mythos Gold:
6000 Jahre Kulturgeschichte
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Libyen:
Geschichte, Landschaft, Gesellschaft, Politik
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Die facebook-Falle
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Disziplin
in der Schule
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Der Jugendrichter
Film mit Heinz Rühmann
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Die Lega
Nord - eine rechtsextreme Partei?
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Kinder lernen
aus den Folgen: Wie man sich Schimpfen und Strafen sparen
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Silvio Berlusconi als
Spiegelbild der Italiener?
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Lampedusa
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Südtirol im 20. Jahrhundert.
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Gestürmte Festung Europa
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QUIZ SHOW
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Überleben mit Berlusconi
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Echt abgefahren:
Mit dem Fiat 500 nach Peking
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Erneuerbare
Energien
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Miss Italia.
1939-2009 [ ]
Storia, protagoniste, vincitrici
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Hitler in
Pasewalk: Die
Hypnose und ihre Folgen
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Sag Ja zur Hure
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Pizza Napoletana
Geschenkpaket für Genießer
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Venedig. Merian live!
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Franz von Assisi
von Hermann Hesse
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