Wein und Getränke

Americano und Negroni (Cocktails)



Der Americano ist ein klassischer Cocktail, der trotz seines Namens aus­schließ­lich aus italienischen Zutaten besteht. Zubereitet wird der Americano aus Bitter Campari und Vermouth rosso. Der Vermouth stammt aus Turin, der Campari aus Mailand. Der Cocktail wird im Highball-Glas oder einem hohen Tumbler auf Eis gerührt und nach Belieben mit ei­nem Spritzer Soda aufgefüllt und mit einer Oran­gen­spal­te und Zitronenstreifen garniert.
3 cl Bitter Campari
3 cl roter Vermouth
einem Spritzer Soda
Erstmals serviert wurde der Americano angeblich in den 1860er Jahren, und zwar in der Bar des Gas­pare Campari, der Campari's Bar, in der Nähe des Mailänder Doms. Ursprünglich hieß der Cocktail deshalb auch Mila­no-Torino. Bekannt wurde der Americano nicht zuletzt auch durch Ian Fle­mings James Bond, der in Casino Royale, dem ersten Band der Romanserie, als ersten Drink einen Americano bestellte.
Unklar bleibt, ob der Cocktail seinen Namen bekam, weil später so viele Ame­rikaner Geschmack daran fanden und den Drink während der Prohibition mit nach Amerika nahmen, weil dort Vermouth an­geb­lich noch als Medizin galt und nicht als Alkohol.
Laut anderen Quellen wurde der Cocktail erst in den 1920er Jahren kreiert. Sein Name wäre daher auf die weit verbreitete Mode der Zeit nach dem Er­sten Weltkrieg zu­rückzuführen, alles zu amerikanisieren.
Eine dritte Variante ordnet den „Americano“ in die Zeit des Faschismus ein und verbinden seinen Namen mit jenem des Boxers Primo Carnera, der nach einem Sieg in New York vom Volksmund „der Amerikaner“ genannt wurde.

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Der Americano gilt als der „Vater" des Negroni. Dieser ist ein klassischer, aus Italien stammender Cocktail. Er wird von der International Bartenders Asso­cia­tion in der Kategorie Pre-Dinner Cocktail (Aperitif) aufgeführt.

Von der Entstehung des Negroni gibt es zahl­rei­che Ver­sio­nen. Die am häu­fig­sten er­zähl­te ist fol­gen­de: Graf Camillo Ne­gro­ni traf sich An­fang der 1920er Jahre re­gel­mä­ßig mit seinen Freunden im Caffè Casoni (heute Caffè Giacosa) in der Via de' Torna­buo­ni in Florenz. Damals war der Cocktail Americano sehr populär. Um nicht im­mer das Glei­che zu trin­ken (und viel­leicht, um sich von sei­nen Freun­den ab­zu­set­zen), ließ er sich zu­sätz­lich zum Cam­pa­ri und dem Ver­mouth noch einen Sprit­zer Gin bei­mi­schen. Im Laufe der Zeit wurde der Name des Grafen zur Bezeichnung des Cocktails.
Laut Campari, der Firma, die den farb­ge­ben­den, gleichnamigen roten Bitter her­stellt, ist die Ent­stehungsgeschichte eine ganz andere: Die Zutaten des Ne­gro­ni sollen bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Cocktail gemischt worden sein. Demzufolge hätte Camillo Negroni dem bereits existierenden Ge­tränk lediglich zur Popularität ver­holfen, ihn aber nicht erfunden. Sicher scheint nur, dass die Firma Campari den Cocktail in den 1950ern definitiv und of­fi­ziell als Ne­gro­ni be­zeich­ne­te. Heute gilt der Negroni als einer der be­rühm­testen ita­lie­nischen Aperitifs.
Zubereitung: Zutaten in einen Tumbler mit Eis­wür­feln geben und umrühren. Einen Schuss Soda hin­zugeben und eine Zitronenschale über dem Drink ab­spritzen und diesen mit einer halben Oran­gen­schei­be dekorieren. Ein Spritzer Soda ist fakultativ. Der Cocktail ist eine kongeniale Zusam­men­füh­rung von Bitternoten (Campari), Süße (roter Vermouth) und Trockenheit (Gin)!
3.0 cl (Gordon's London Dry) Gin
3.0 cl Vermouth Martini Rosso
3.0 cl Bitter Campari
Laut Paul Harrington ist der Negroni „ein äußerst wirksamer Aperitif, wenn unsere Wangen ein biss­chen Farbe benötigen und unsere Schritte etwas vergnügter werden sollen.

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Und dann gibt es noch den Negroni sbagliato (falschen Negroni). Der Sbagliato ist ein Aperitif, welcher in der Bar Basso in Mailand in den 1960er Jahren vom Barkeeper Mirko Stocchetto kreiert wurde.
6.0 cl Sekt / Prosecco
2.0 cl roter Vermouth
2.0 cl Bitter Campari
Er unterscheidet sich vom echten Negroni durch die Verwendung von tro­cke­nem Sekt (inzwischen auch Prosecco an Stelle des Gins. Dadurch ist der Drink etwas leichter we­gen der geringeren Alko­hol­bei­mischung.
 
 
Martini Rosso
Martini Rosso
 
 
Bitter Campari
Campari