Italienische Sprache

Gleich oder ähnlich klingende Wörter



Manchmal reicht ein Akzent oder eine doppelte Kon­so­nante, und die Bedeu­tung des Wortes ist eine völlig andere. Man tappt sehr leicht in solche von der Aus­sprache bedingten Fallen.
Bei vielen Wörtern kommt es ganz auf die Aussprache an, um die richtige Be­deutung auszudrücken; für deut­sche Ohren ist die Unterscheidung nicht im­mer ganz leicht.
Doppelkonsonanten wie beispielsweise „ff" oder „pp" sind soge­nann­te Lang­konsonanten, die gelängt ausgesprochen werden. Wenn man den Unter­schied nicht wahrnimmt, sind viele Verwechslungen möglich.
Bei betonten Vokalen am Ende eines Wortes wird normalerweise ein Gravis (`) gesetzt (Bei­spiel: mar­tedì). Bei geschlossen ausgesprochenem „e wird ein Akut (´) gesetzt, bei offenem „e“ ein Gravis (`). Die betonten Vokalen am Wortende werden immer sehr kurz ausgesprochen.
Verwirrend sind auch die homonymen Wörter (Wörter, die gleich ge­schrie­ben und gleich aus­ge­spro­chen werden) sowie die homophonen Wörter, die bei gleicher oder ähnlicher Aussprache ver­schie­de­ne Bedeu­tungen haben: Hier können auch Ita­lie­ner nur auf­grund des Kontextes den richtigen Begriff ent­nehmen. Ein Sonderfall ist, wenn ein Wort zu­sam­men mit seinem Artikel akustisch genauso klingt wie ein anderes Wort mit völlig an­de­rer Bedeutung. Auch hier kann nur der Kontext zur Unterscheidung führen. Homograhe Wörter werden gleich geschrieben, können aber unter­schied­lich aus­ge­spro­chen werden (bei unterschiedlicher Bedeutung).
Im Folgenden eine kleine Auswahl von Wörtern mit verwirrender Ähnlichkeit oder Homonymie. Besonders groß findet man Letztere zwischen Ver­bal­for­men und Substantiven. Hier kann unmöglich eine vollständige Liste zusammen­ge­stellt werden.

Homonyme Wörter
accetta = er/sie ak­zep­tiert (Präsens, 3. Person von „accettare“). accetta = Das Beil (Homonym)
canto = Gesang canto = Ecke (Ho­mo­nym)
Diminutiv
cantuccio (kleine Ecke). Bekannt sind dieCan­tuc­cini (tra­ditionelles Man­del­ge­bäck).
(essi) danno = sie ge­ben (Präsens, 3. Person plur. von „dare“). il danno/dànno = der Schaden
fine = Ende fine = Zweck (Ho­mo­nym)
legge = er/sie liest (Präsens, 3. Person von „accettare“). legge = Das Gesetz (Homonym)
Siehe auch „Mehrfache Bedeutung“  

Homophone Wörter/ Begriffe
anno = Jahr hanno = sie haben (Präsens, 3. Person plur. von „avere“). Das „h“ wird in der italienischen Sprache nicht aus­ge­sprochen.
lago = See l'ago = die Nadel
Ein interessantes, lustiges Beispiel von Homo­pho­nie sind folgende (fast) gleich klingende Begriffe: „a letto“ (im Bett), „al letto“ (am Bett), „all'etto“ (pro 100 g), „alletto“ (1. Person Präsens von allettare = ver­führen), „ha l'etto“ (er hat 100 g) und „ha letto“ (er/sie hat gelesen). Für einen Nicht-Italiener sehr verwirrend.

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Ähnlich klingende Wörter
Die folgenden Wörter sind für ungeübte Ohren schwer zu unterscheiden. Entweder wird eine un­terschiedliche Silbe betont, oder die Aussprache ei­nes Vokals ist anders. Der Gravis und der Akut dienen hier dazu, die Aus­spra­che des Vokals zu bestimmen. „é“ (bzw. ó) wird geschlossen aus­ge­spro­chen, è (bzw. ò) hingegen offen. Diese Akzente werden übli­cher­wei­se nicht geschrieben. Man versteht aus dem Kontext.
botte/bòtte = Prügel botte/bótte = Fass
pesca/pèsca = Pfirsich pesca/pésca = das Fischen, das Angeln
Die Position des Akzents ist im Italienischen ein wichtiges Merkmal eines Wortes: Falsche Be­to­nung kann zu Unverständlichkeit führen. In meh­reren Fällen unterscheiden sich zwei Wör­ter nur durch di Po­si­tion des Akzents. Diese Akzente werden übli­cher­wei­se nicht ge­schrie­ben, sie dienen hier nur der Verständlichkeit. Nur bei der letzten Silbe sind sie Pflicht, da sind sie ein Hinweis auf die Betonung.
ambito = Bereich (Betonung auf dem „a“) ambíto = begehrt
calamita = Magnet (Betonung auf dem „i“) calamità = Heim­su­chung, Kata­strophe (endbetont)
casino = Bordell, Durcheinander, Krach (Betonung auf der zweite Silbe) casinò = Kasino, Spielbank (hier wird die letzte Silbe betont)
li = sie (Per­so­nal­pro­no­men 3. P. Pl., Akkusativ) = dort (endbetont)
meta = Ziel
(Be­to­nung auf der ersten Silbe)
metà = Hälfte (end­be­tont)
pero = Birnbaum però = aber (end­be­­tont)
rùbino = Konj. Präs. von „rubare“ (stehelen) rubìno = Rubin
leggere/lèggere = lesen (Betonung auf das erste „e“) leggere/leggère = leichte, Mehrzahl von leggero (w). Betonung auf das zweite „e“.
fini = Zwecke finì = Er beendete
sùbito = gleich, sofort subìto = erlitten
Deutsche tun sich schwer beim Erkennen und Aus­sprechen von Doppel­kon­sonanten (Lang­kon­so­nanten).
cane = Hund [ca:ne] canne = Röhre [can:e]
fato = Schicksal, Fatum
Aussprache: [fa:to]
fatto =Tat­sache, ge­macht
Aussprache: [fat:o]
grato = dankbar [gra:to] gratto = ich kratze (von „grattare“ = kratzen) [grat:o]
greto = Kiesbett (eines Flusses) [gre:to] gretto = kleinlich, knau­serig, engstirnig [gret:o]
mamma = Mutter [mam:a] m'ama = Sie (er) liebt mich [ma:ma]. Für deutsche Ohren klingt manche Opernarie oder „canzone“ so, als würden die Sänger ihre Mut­ter besingen. Tatsächlich singen sie aber über die Liebe.
pappa = Brei [pap:a]
papa
= Papst [pa:pa]
mit Betonung auf der ersten Silbe
papà = Vater, Vati mit Betonung auf dem letzten „a“, das kurz aus­ge­spro­chen wird. Al­so kei­nes­falls mit lan­gem „a" wie bei der ös­ter­rei­chi­schen Aus­sprache von Papa.
pene = Penis penne = Federn
rupe = der Fels, der Felsen, die Felsspitze ruppe = 3. Person Sin­gular des Prä­teritum von „rompere" (bre­chen, kaputt machen)
seno = Busen [se:no]
se no = andernfalls (wenn nicht). Betonung auf „no“.
senno = der Verstand, die Ver­nunft [sen:o]
tufo = Tuffstein [tu:fo] tuffo = das Eintauchen, der Hecht­sprung [tuf:o]
Mit oder ohne Akzent?
= ja si = sich (reflexiv)
= dort la = die (bestimmte Artikel weiblich)
= sich
Tiene tutto per sè (Er behält alles für sich)
se = falls, wenn
Se vuoi ti aiuto (Wenn Du willst, helfe ich Dir)

= Tee te = dich
= weder / noch
Né io nè lui (Weder ich noch er)
ne = davon, damit, da­rüber
Ne vorrei un chilo (Ich mochte ein Kilo davon haben).
Non ne voglio parlare (Ich möchte nicht da­rü­ber sprechen).
 
 
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