Italienische Sprache

Redewendungen R – Z



Andare a ramengo Vor die Hunde gehen. in den Dialekten des Venetos steht „ramengo“ für Ruin, Ver­der­ben.
Serbar rancore a qualcuno (per qualcosa). Groll gegen jemand hegen (wegen etwas).
Jemandem (etwas) übel nehmen.
Essere più realisti del re Päpstlicher als der papst sein
Non cavare un ragno dal buco
Auf keinen grünen Zweig kommen (wörtlich: „Keine Spinne aus ihrem Loch herauskriegen“)
Ridere a denti stretti Eines erzwungenen Lachens lachen (wörtlich: „Mit eng verschlossenen Zähnen lachen“)
Ridere sotto i Baffi Sich ins Fäustchen lachen (wörtlich: „Unterm Schnurrbart lachen“)
di riffa o di raffa so oder so / wohl oder übel / auf Teufel komm raus / um jeden Preis
  Einer Interpretation nach leitet sich „riffa“ vom spanischen, por­tu­gie­sischen und ka­ta­la­ni­schen Verb „rifar“ ab, welcher „kämpfen“/ „streiten“ bedeutet, und von dem auch das französische „riffer“ (entführen) und das deutsche „raffen“ abgeleitet wurde.
  Einer weiterer Interpretation nach soll „riffa“ vom spa­nischen Wort „rifa“ hergeleitet worden sein, welches „Lotterie“ bedeutet. In der Tat wurde bis vor einigen Jahrzehnten in einigen süditalienischen Gegenden, die einmal von den Spaniern beherrscht wurden, das Preis­geld einer Lotterie „riffa“ genannt.
  Stattdessen stammt „raffa“ (in einigen ita­lie­nischen Regionen „ruffa“) von „raffare“/ „arraffare“ (an sich reißen, ergreifen) ab.
  Eine weitere Ableitung für „raffa“ kommt aus dem Bocce-Spiel, bei dem es den „tiro di raf­fa“ (Raffa-Wurf) gibt. Dabei muss der Spie­ler ansagen, welche Kugeln er treffen will.
- Di riffa o di raffa dob­bia­mo portare a ter­mi­ne la missione. - Auf welchem Weg auch immer, wir müssen unseren Auftrag zu Ende führen.
Alla romana Getrennte Kasse (wörtlich: „auf römische Art“)
All'acqua di rose Sehr oberflächlich, unernst ausgeführt (wörtlich: „mit Rosenwasser“)
Ingoiare il rospo In den sauren Apfel beißen (wörtlich: „Die Kröte hinunterschlucken“)
Sputa il rospo! Heraus damit! / Sag,was du wirklich denkst! (wörtlich: „Die Kröte ausspucken“)
Andare a rotoli - Vor di Hunde gehen („hinunter rollen“)
Mandare a rotoli - vermasseln.
... e rotti ... und ein paar Zerquetschte
- diecimila e rotti - zehntausend und ein paar Zerquetschte
a rotta di collo Hals über Kopf, völlig überstürzt (wörtlich: „halsbruchartig“)
Andare a ruba Wie warme Semmeln verkauft werden ("Rubare" heißt auch stehlen)
Cogliere qualcuno con le mani nel sacco.
Jemanden auf frischer Tat ertappen (wörtlich: „Mit den Händen im Sack“)
Mettere qualcuno nel sacco. Jemanden reinlegen (wörtlich: „In den Sack tun“)
Picchiare qualcuno di san­ta ragione Jemanden gehörig verprügeln (wörtlich: „jemanden aus heiligem Grund schlagen)
avere poco sale in zucca
Wenig Grips (wörtlich: „Salz“) im Kopf haben
Sballarle grosse. Dick auftragen („sballare" = „auspacken“)
Stare stretti come sardine. Eng gepfercht sein / zusammen gedrängt sein (wörtlich: „wie Sardinen in der Dose“)
A breve scadenza kurzfristig
Scamparla bella. Mit einem blauen Auge davonkommen

Grundwortschatz Italienisch Italienisch im Alltag
Grundwortschatz Italienisch Italienisch im Alltag

Fare le scarpe a qualcuno. Jemandem schaden, gegen jemanden hinter seinem Rücken intrigieren, meistens um sei­nen Platz einzunehmen (wörtlich: „Jemandem die Schuhe machen“).
Es sieht so aus, als würde diese Rede­wen­dung, mit der Bedeutung „jemanden zu eli­mi­nie­ren“ (metaphorisch oder tatsächlich), ihren Ursprung im Süden Italiens habe, und zwar in der Sitte aus dem 17. Jahrhundert, promi­nen­ten Toten neue, extra für ihre letzte Reise an­gefertigte Schuhe anzuziehen.
Rompere le scatole a qualcuno. Jemandem auf die Nerven gehen (wörtlich: „Jemandem die Schachteln kaputt machen“).
Avere uno scheletro nell'armadio Dreck am Stecken haben (wörtlich: „Einen Skelett im Schrank haben“)
Scherzo da prete
Schlechter Scherz (wörtlich: „ein Pfaf­fen­scherz“)
Dare per scontato
als abgemacht betrachten/ als selbst­ver­ständ­lich betrachten
Buonanotte al secchio! Lassen's wir's sein! / Da gibt's nichts mehr zu tun! / Na dann gute Nacht! (Wörtlich: „Gute Nacht dem Eimer“). Der Ursprung der Re­de­wendung bezieht sich vermutlich auf den Eimer, der ver­wendet wurde, um Wasser aus einem Brunnen zu holen: Bei einem Seilbruch fiel der Eimer in den tiefen Brunnen.

Laut einer Er­zäh­lung soll ein Bauer, dem der Eimer in den Brunnen gefallen war, seiner Frau ge­sagt haben: „Ich füttere noch die Pferde, dann essen wir, dann gehen wir zu Bett. Und gute Nacht (auch) dem Eimer! Ich hole ihn dann morgen wieder heraus!“
Discutere sul sesso degli angeli
Sich um des Kaisers Bart streiten (wörtlich: „Über das Geschlecht der Engel diskutieren“)
Essere agli sgoccioli Fast am Ende sein (wörtlich: „Am Ende des Tröpfeln sein“)
C'è un sole che spacca le pietre. Es ist sehr heiß (wörtlich: „eine Sonne, die Steine bricht“).
Chi di spada ferisce, di spada perisce. Wer mit dem Schwert verletzt, wird durch das Schwert sterben“ ist die wört­liche Über­set­zung des la­tei­ni­schen Satzes „Qui gladio ferit, gladio perit“, wel­cher aus dem Matthäus-Evan­ge­lium stammt: „Da sprach Jesus zu ihm: Wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert um­kom­men“. Entspricht etwa der Re­de­wen­dung: „Wer an­dern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“.
Vivere alle spalle di qualcuno Auf jemandes Kosten leben, jemandem auf der Tasche liegen (wörtlich: „auf den Schultern von jemandem leben“)
Arrampicarsi sugli specchi
Sich aufs Glatteis begeben (wörtlich: „Auf ei­nen Spiegel klettern“)
Andare sparato
Brettern [wörtlich: „(wie) geschossen gehen/ fahren“]
Bere come una spugna
Saufen wie ein Loch (wörtlich:"Trinken wie ein Schwamm“)
Tenere il piede in due staffe Zwei (oder mehrere) Eisen im Feuer haben (wörtlich: „Den Fuß in zwei Steigbügel halten“)
Stare a stecchetto

Tenere qualcuno a stecchetto
Eine strenge Diät befolgen / am Hungertuch nagen / knapp bei Kasse sein
Jemanden kurz halten
  Stecchetto“ bedeutet wörtlich „Stäbchen“, „a stecchetto“ „knapp, kurz gehalten, spar­sam“. Ursprünglich nur aufs Essen bezogen, heute bezieht man sich üblicherweise aufs Geld.
- Da quando ho messo su pancia mia moglie mi tiene a stecchetto. - Seit ich zugenommen habe, hält mich meine Frau sehr kurz.
- È un nobile, ma pe­ren­ne­mente al verde. La sua fa­miglia lo tiene a stec­chet­to. - Er ist ein Adeliger, aber dauernd blank. Sei­ne Familie hält ihn kurz.

Eine der Hypothesen zur Etymologie der Re­de­wendung ist, dass sie von dem Stäb­chen abgeleitet wird, das zum Aufspießen von Es­sens­krümeln zum Füttern von kleinen Vögeln, die aus dem Nest gefallen sind, dient.
Avera la stoffa Das Zeug haben (wörtlich: „den Stoff haben)"
- Ha la stoffa del vincitore. - Er hat das Zeug zum Sieger.
Essere ridotto a uno straccio Völlig heruntergekommen sein, elend aussehen (wörtlich: zu einem Fetzen / Putzlumpen geworden sein)
Rimanere di stucco Verblüfft sein (wörtlich: „Wie aus Stuck bleiben“)
Averne le tasche piene Von etwas die Schnauze voll haben („Die Ta­schen voll haben“)

Ho capito! - Typische Italienisch-Fehler sicher vermeiden: Niveau A2 - B2 Redewendungen:
Ho capito! - Typische
Italienisch-Fehler sicher
vermeiden: Niveau A2 - B2
Redewendungen-
Drehscheibe italienisch

Dar tempo al tempo Sich Zeit lassen (wörtlich: „Der Zeit Zeit geben“)
Aver fatto il proprio tempo Sich überlebt haben (wörtlich: „Seine Zeit ge­macht haben“)
Lascia il tempo che trova Es ist überflüssig, von keinem Nutzen (wört­lich: „Es lässt das Wet­ter, wie es ist)
a lungo termine langfristig
Senza mezzi termini Ohne Umschweife / klipp und klar (wörtlich: „Ohne Halbausdrücke“).
Tenere testa (a qualcuno) Gegen jemanden aufkommen, jemandem die Stirn/ Paroli bieten (wörtlich: „Den Kopf halten“)
Non sapere dove sbattere la testa Weder ein noch aus wissen / Nicht wissen, wo einem der Kopf steht
Andare in tilt Ausrasten, verrückt spielen, durchdrehen.
Ist vom TILT beim Flipper abgeleitet, wenn das Spiel wegen Stoßens, Rüttelns beendet wird.
Giocare un brutto tiro a qualcuno Jemandem einen bösen Streich spielen

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toccare a
A chi tocca?
An der Reihe sein
Wer ist dran?
Fare il finto tonto Sich dumm stellen
Tagliare la testa al toro Einen schnellen Entschluss fassen / Kurzen Prozess machen (wörtlich: „Dem Stier den Kopf abschneiden“)
Il troppo stroppia Allzu viel ist ungesund (wörtlich: „Das Zuviel ist zuviel“)
Non capire un tubo. Nur Bahnhof verstehen (wörtlich: „Kein Rohr verstehen“)
Bestemmiare come un turco. Fluchen wie ein Bierkutscher (wörtlich „Wie ein Türke fluchen“).
Essere al verde. Blank sein.
Che cosa me ne viene? Was springt für mich heraus? Was für einen Vorteil habe ich davon?
Chi vivrà vedrà Die Zukunft wird's zeigen (wörtlich:"Wer es erlebt, wird es sehen“)
Far buon viso a cattivo gioco. In den sauren Apfel beißen. (etwa; „Gute Miene zum bösen Spiel machen“)
Avere voce in capitolo Mitreden, Mitentscheiden dürfen. Die Autorität haben, sich in eine Diskussion einzumischen oder eine Entscheidung zu treffen.
  Capitolo“ – die Bedeutung dieses Wortes ist in diesem Zusammenhang mit großer Wahr­schein­lichkeit auch den meisten Italienern nicht bekannt – steht für Kapitel, „geist­liche Hauptversammlung“. Bei so einer Versammlung im Kapitelsaal, der Ver­samm­lungs­stät­te einer klösterlichen Ge­mein­schaft, wurden die Ordensregeln und Bi­bel­ab­schnit­te vorgelesen. Im ka­no­ni­schen Recht be­deu­tete dieser Satz (wörtlich übersetzt: Eine Stimme im Kapitel haben) das Recht zu haben, in der Kapitelsitzung zu sprechen.
volerci Benötigen, brauchen, dauern
- Ci vuole del tempo. - Das braucht seine Zeit.
- Ce n'è voluto perché fossi pronta. - Das hat aber lange gedauert, bis du fertig warst.
- Ci vogliono dei soldi. - Dazu braucht man Geld.
- Ci vuol (ben) altro che ... - Es gehört schon mehr dazu, um ...
- Questa proprio non ci voleva. - Das hat gerade noch gefehlt!
Volerne a qualcuno Jemandem böse sein.
- Anche se non vieni con noi non te ne voglio - Auch wenn du nicht mit uns mitkommst, nehme ich es dir nicht übel.
Quando ci vuole ci vuole! Was nötig ist, ist nun mal nötig! Das musste getan werden!
Dieser Satz wird i. A. verwendet, wenn man sich für eine Tat rechtfertigen will, die als unpassend oder übertrieben gilt (z.B. ein Kind bestrafen, etwas Teures kaufen etc.).
Capire al volo Im Nu begreifen, sofort verstehen
Darsi la zappa sui piedi Sich ins eigene Fleisch schneiden (wörtlich: „Mit der Hacke auf die eigenen Füße hauen“)
Andare a zonzo, andare a spasso Herumbummeln, herumspazieren
   
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