Darsteller: Ingrid Bergman, Mario Vitale, Renzo Cesana
Handlung
Italien nach dem Zweiten Weltkrieg:
In einem Flüchtlingslager lernt die junge Litauerin Karen
Bjösen (Ingrid Bergman) den Soldaten Antonio
(Mario Vitala) kennen. Um möglichst schnell aus der Gefangenschaft
zu kommen, heiratet sie den eher simplen Fischer, der auf der
Vulkaninsel Stromboli zu Hause ist.
Sie reisen also dorthin. Karen
ist bald entsetzt über die Armut und die Kargheit
der Insel und möchte am liebsten sofort wieder abreisen.
Hoch über der Insel droht immer der aktive Vulkan.
Schnell
erregt die attraktive Frau Missgunst und Unverständnis
bei den rückständigen und voreingenommenen
Einheimischen. Zu ihrem Erstaunen sind viele der älteren
Bewohner zurückgekehrte Emigranten aus den USA
und sprechen hervorragend englisch. So findet sie auch nur zu
diesen alten Menschen einen herzlichen Kontakt. Der
Pfarrer der Insel antwortet auf Karens Verzweiflung nur mit
Platitüden. Ein harmloses Treffen am Strand mit dem Leuchtturmwärter
wird von der Bevölkerung mit Argusaugen beobachtet
und Antonio wird darauf als "Cornuto", als Gehörnter
(Betrogener) verspottet. In seiner Hilflosigkeit verprügelt
er seine Frau. Trotzdem versucht sie, sich zu arrangieren. Mit
Entsetzen wohnt sie einer blutigen Fischjagd mit Netzen bei.
Der Vulkan bricht aus und zwingt
die Bevölkerung, die Nacht auf dem offenen Meer zu verbringen.
Karen ist stattdessen entschlossen, von der Insel zu fliehen,
"Ich will hier mein Kind nicht bekommen!" erklärt
sie zornig, als sie im dritten Monat schwanger ist. Weil sie
gehört hat, dass auf der anderen Seite der Insel jemand
ein Motorboot hat, versucht sie, über den Berg dorthin
zu gelangen. Der Stromboli empfängt sie aber feindselig
mit Rauch und Schwefel. Sie bricht oben auf dem Berg zusammen,
heult, hustet, fleht Gott an, ihr zu helfen. Der Berg hätte
ihr Tod sein können. Am Ende ist er ihr Tröster, ihr
Freund.
Szenen aus dem Film ()
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Für Kritik und Zuschauer war
dieses Melodram nicht leicht zugänglich. Stromboli
war die erste Zusammenarbeit zwischen Roberto Rossellini und
der berühmten schwedischen Schauspielerin Ingrid
Bergman. Der Neorealist Rossellini verwebt in diesem
Film auf beeindruckende Weise die Dokumentaraufnahmen
eines Vulkanausbruchs mit der erzählten Geschichte.
In den USA stieß der Film
zunächst auf Ablehnung, da Hollywoodstar Ingrid Bergman
nach der Produktion von Stromboli ihren Mann verließ,
um Roberto Rossellini zu heiraten. Damit fiel sie
tief in der Gunst der Amerikaner. Heute zählt auch dieser
Film zu den Kultfilmen und wird als Meisterwerk des Neorealismus
gefeiert.
Weitere bemerkenswerte
Filme von Roberto Rossellini
1945 Rom, offene Stadt (Roma,
città aperta)
1946 Paisà
1948 Deutschland im Jahre
Null (Germania, anno zero)
1949 Franziskus, der Gaukler
Gottes (Francesco, giullare di dio)
1952 Wo ist die Freiheit?
(Dovè la libertà?)
1953 Reise in Italien (Viaggio
in Italia)
1961 Uno sguardo dal
ponte
1961 Es war Nacht in Rom
(Era notte a Roma)
1968 Die Geschichte der
Apostel (Atti degli apostoli)
1976 Der Messias (Il
messia)
Roberto
Rossellini
Roberto Rossellini (geb.
8. Mai 1906 in Rom; gest. 3. Juni 1977 in Rom) war ein italienischer
Filmregisseur, der als Pionier der italienischen Filmschule
des Neorealismus gilt.
Stromboli
Der Stromboli ist ein
ständig aktiver Vulkan auf der gleichnamigen
Insel des Äolischen Archipels (Sizilien
/ Italien). Zur Inselgruppe (auch Liparische Inseln genannt)
gehören auch die Nachbarinseln Lipari, Salina,
Vulcano, Panarea, Filicudi und Alicudi.
Roberto Rossellini
4 Filme
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Ein Klassiker!!
Rom, offene Stadt
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Das Jahrhundert des Kinos
100 Jahre Film: Italien
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