Guttuso wurde 1911 in Bagheria (Palermo/Sizilien) geboren.
Schon als Kind entdeckte er seine Liebe zur Malerei und erlernte
bei einem sizilianischen Karrenmaler den Umgang mit Farbe
und Pinsel. Ende der 20er Jahre praktizierte er im Studio
des Futuristen Pippo Rizzo. Nach dem Abitur begann er auf
Wunsch seines Vaters das Jurastudium.
Nachdem er 1931 in Rom an der ersten Quadriennale und 1932
in Mailand an einer kollektiven Ausstellung teilgenommen hatte,
brach er das Studium ab und ging nach Rom.
Er freundete sich mit Mafai,
Pirandello, Cagli und Ziveri an, die seine Malerei stark beeinflussten.
1935 nahm er an der II Quadriennale teil und 1936 an der Biennale
von Venedig. In den Jahren von 1935 bis 1937 hielt er sich in
Mailand auf, wo er mit der künstlerisch experimentellen
Bewegung bekannter Künstler wie Renato Birolli und Giacomo
Manzù in Berührung kam.
In diesem Umfeld, das stark antifaschistisch geprägt war,
kam er mit einer Bewegung in Kontakt, die sich in Richtung Realismus
entwickelte. Trotz seiner eindeutigen ideologischen Haltung
verschrieb sich Guttuso nie dem sozialistischen Realismus russischer
Prägung, sondern filterte jegliche Ideologie mit seiner
mediteranen Einfüehlsamkeit und seinem stolzen und freien
Intellekt. 1938 realisierte er sein erstes episch-volkstümliches
Bild, "Die Flucht vom Ätna".
1940 trat er in die Kommunistische
Partei ein und folgte in den folgenden Jahren der, von Ernesto
Treccani gegründeten Bewegung, zu der auch alle Schüler
von Banfi gehörten: Remo Cantoni, Enzo Paci, Antonia Pozzi,
Luciano Anceschi, Raffaele de Grada, Daria Menicanti und Vittorio
Sereni.
In dieser Zeit malte er seine "Crocefissione" (1941),
das für eines der besten seiner Bilder gehalten wird und
eine offene Anklage gegen das faschistische Regime enthielt.
Er ging in den Widerstand
und stand an der Spitze der neuen Künstlerfront und nach
1948 gründete er die Künstlergruppe Fronte nuovo
delle arti und wurde zu einem wichtigen Vertreter des Realismus.
In den 50er Jahren war er der wichtigste Vertreter einer "realistischen"
und politisch engagierten Strömung, Seite an Seite mit
der kommunistischen Partei. Er wurde in dieser Zeit sehr kritisch
gegenüber den "formalistischen" Tendenzen vieler
moderner Kunst.
1975 wurde er in den Stadtrat Palermos gewählt. Er hielt
sich lange in Varese auf, wo er 1983 das Fresko "Fuga
in Egitto" in der dritten Kapelle in der Via del Monte
Sacro malte.
1987 starb der Künstler in Rom.
Guttuso verband
eine enge Freundschaft mit Pablo Picasso. Einige seiner früheren
Arbeiten wie zum Beispiel Flucht vor dem Ätna zeigen dessen
Einfluss.
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Crocifissione
Van Gogh bringt
sein Ohr ins Bordell von Arles
Cristo deriso
Renato Guttuso
Renato Guttuso war ein italienischer
Maler und Vertreter des modernen Realismus, teilweise auch des
sozialistischen Realismus.