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| Der heutige Name des Städtchen
Sorrento (Surriento auf Neapolitanisch) auf der
Halbinsel von Sorrent am Golf von Neapel geht auf den antiken
Namen Surrentum und den Mythos der Sirenen zurück,
die durch ihren Gesang die Seefahrer verwirrten. Der Legende
zufolge konnten sich nur Odysseus und seine Begleiter dem Zauber
des Sirenengesangs entziehen, worauf sich die Sirenen in den
Felsen mit dem Namen "Li Galli" (auf der Südseite
der Halbinsel nahe Positano im Golf von Salerno gelegen)
verwandelten. |
| Sorrent war bereits im
römischen Reich der Sommersitz von Aristokraten und Reichen.
Besterhaltenes Zeugnis ist die sog. Villa Pollio einer reichen
Römerin, am Meer nahe dem Fischerdörfchen Puolo
gelegen. Sorrents Ursprünge liegen im 7. Jahrhundert v.
Chr., als es von den Phöniziern gegründet wurde. Von
474 bis 420 v. Chr. wurde Sorrent von den Griechen regiert,
bis es 150 Jahre später römisches Municipium wurde. |
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Im Laufe der Jahrhunderte haben viele Völker den Versuch
unternommen, die von den Griechen errichtete Stadtmauer zu
durchbrechen und das Städtchen zu erobern. So wurde Sorrent
1133 von den Normannen eingenommen. |
| Das Städtchen liegt
über schwarzen Steilklippen aus dunklem vulkanischem Gestein
und bietet eine Aussicht auf den Golf von Neapel. Schon seit
2000 Jahren ziehen Sonnenuntergänge und Orangen- und Zitronengärten
Besucher aus aller Welt an. |
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Terrasse eines Nobelhotels in Sorrento |
| Sorrent und die Amalfiküste
sind bekannt für ihre großen Zitronen. Die typischen
Produkte aus Sorrent werden mit eben diesen "Limoni"
hergestellt: Limoncello, ein schmackhafter Zitronenlikör,
Zitronenschokolade, bunte Keramikartikel mit Zitronenmotiven
oder Zitronenseife. Das Herz des Städtchens ist die
Einkaufsstraße Via S. Cesareo. |
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Blick auf den Vesuv |
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Beliebt ist Sorrent auch wegen seiner günstigen Lage
als Ausgangspunkt zu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten
der Umgebung. Die Spitze der Halbinsel von Sorrent liegt nur
etwa 5 km von Capri entfernt, das vom Hafen Marina Piccola
bequem erreicht werden kann. Auch Ischia und Procida, deren
Silhouette man an klaren Tagen sehen kann, sind per Schnellboot
in kurzer Zeit zu erreichen. Mit der Regionalbahn "Circumvesuviana"
kann man Pompeji und Herkulaneum in etwa einer halben Stunde
und Neapel in ca. einer Stunde erreichen. |
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Die günstige Lage Sorrents hat auch zu einem starken
Verkehrsaufkommen in den engen Straßen des Städtchens
geführt. Erholung und Ruhe kann man heute in den Gärten,
dem Orangenhain des Museums oder dem Klostergarten finden.
Empfehlenswert ist Sorrent als Ausgangsort für Besichtigungen
aller Art, jedoch eher weniger für einen reinen Badeurlaub. |
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Kartenspieler in Sorrent |
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Jedes Jahr in der Karwoche, wird am Mittwoch
Abend die Prozession der "Via Crucis" (des
Kreuzwegs) veranstaltet, die den Leidensweg Jesu Christi auf
den Kalvarienberg, die Via Dolorosa, symbolisiert. |
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Vorbereitung für die "Via Crucis",
die Gründonnerstag-Prozession |
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Die Prozessionen in der
Osterwoche sind in Süditalien immer besonders eindrucksvoll.
In Sorrent werden zwei Prozessionen organisiert: In der Nacht
von Donnerstag auf Karfreitag die "weiße"
Prozession. Am Abend des Freitags, hingegen, wird die
Stadt von der "schwarzen" Prozession durchquert |
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| Die "weiße"
Prozession (die Kutten der Kapuziner sind weiß) symbolisiert
im Volksbewusstsein die Suche Marias nach ihrem Sohn, der von
seinen Feinden gefangen genommen und zum Tode verurteilt wurde. |
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Bei der Gründonnesrtagsprozession in
Piano di Sorrento |
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Kapuzenträger bei der Gründonnesrtagsprozession
in Piano di Sorrento |
| Bei der "Schwarzen"
Prozession" sind die Kutten der Kapuzenträger schwarz
im Namen der Trauer für den gestorbenen Jesus. |
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Die "Schwarze" Prozession in Piano
di Sorrento |
Sorrentos
bekanntester Sohn war der Renaissance-Dichter Torquato Tasso
(Sorrent 1544 - Rom 1595) [
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