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| I Sassi di Matera (die "Steine"
von Matera) |
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| Matera ist berühmt für
ihre außergewöhnliche Altstadt, insbesonders für
ihre charakteristischen Siedlungen, die Sassi. Diese Siedlungen,
die "I Sassi di Matera" genannt werden, wurden 1993
von der UNESCO als Erbe der Menschheit unter Denkmalschutz
gestellt, |
| Matera wurde in der Antike am Rande
einer steil abfallenden tiefen Schlucht erbaut. Sie ist eine
außergewöhnliche Stadt von atemberaubender Schönheit.
Wer einmal hier war, wird immer wieder kommen wollen. Der mittelalterliche
Stadtteil von Matera ist einer der faszinierendsten von ganz
Italien. Seine antiken Ortsteile, die Sassi, sind eine
einzige gigantische Skulptur. Ein urbanes Wunder, dem so
viele verschiedene Elemente im Laufe der Jahrhunderte
durch die historischen Ereignisse hinzugefügt wurden und
deren Epochen man gut erkennen kann. |
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| Die Sassi, von
denen es in der Umgebung noch mehr gibt, sind ein außergewöhnliches
Beispiel von Höhlensiedlungen im mediterranen Raum. Das
bereits seit der Jungsteinzeit besiedelte Gebiet kann als eine
der ältesten Städte der Welt gelten. |
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"Matera
ist der einzige Ort auf der Welt, in dem die Bewohner
behaupten können, dass sie in den gleichen Häusern
wohnen, in denen ihre Ahnen vor 9.000 Jahren lebten"
so formuliert es, nicht ganz zu Unrecht, der berühmte
englische Reiseführer Fodor's. |
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Zuerst wurde
die natürlichen Höhlen als Wohnstätten
der Menschen dieser Gegend benutzt.
Der weiche Tuffstein erlaubte es, das sie weiter
ausgehöhlt wurden. Mit dem abgetragenem Stein konnten
die Höhlen dann verschlossen werden. |
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Diese aus Tuffstein-Felsen herausgeschlagene
Wohnungen wurden im Laufe der Zeit auch durch Anbauten erweitert,
und die Höhlen zu einem stark verzweigten Komplex
von unterirdischen Räumlichkeiten ausgebaut.
Die Behausungen besitzen ein ausgeklügeltes Brunnen- und
Bewässerungssystem das seit der Bronzezeit besteht
und seine spuren bis zur heutigen Zeit erhalten konnte. |
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Daraus ist ein Gewirr von kleinen
Gassen, Plätzen, Höhlen, Felsenkirchen und Kellern
entstanden, die bis in die Tiefen der Erde hinabreichen. Die
Dächer wurden als Böden für die darüber
liegenden Wohnungen oder als Pfade genutzt. Die Höhlen
dienten oft als Steinbruch um das Material für den Bau
der gegenüberliegenden Vorderfront der einzelnen Wohnungen
zu gewinnen. Hinter jeder Tür entdeckt man ein neues architektonisches
Wunder.
Des öfteren, wenn man in den Sassi unterwegs ist, trifft
man auf Schornsteine, die aus dem Boden emporkommen,
denn, ohne es zu wissen, bewegt man sich gerade auf dem Dach
eines Hauses. |
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Obwohl die Sassi von Matera ein
umfassendes Beispiel von Verbindung zwischen Mensch und Natur
darstellten, wurden sie noch bis zum Zweiten Weltkrieg als
nationale Schande betrachtet, denn die Menschen lebten hier
in erbärmlichen hygienischen Verhältnissen.
Die Sassi beherbergten bis 1952 ca. 15.000 Einwohner.
Schließlich wurden die Sassi evakuiert und die
Bewohner in die neuen Stadtteile umgesiedelt. Woraufhin
das Stadtviertel verfiel.
Erst Ende der 1980er Jahre lernte man den Wert der Sassi wieder
zu schätzen; sie wurden restauriert und neu aufgebaut.
Im Jahr 1993 nahm sich die UNESCO der Sassi an, stellte sie
unter Denkmalschutz und erklärte sie zum Weltkulturerbe.
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Als Museum original eingerichtete Höhlenwohnung
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In solchen engen Verhältnissen lebten
Familien von 10 Personen und mehr
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Heute ziehen die Sassi di Matera,
die die antike Vergangenheit der zweitältesten
Stadt der Welt Matera repräsentieren, tausende von Forschern,
Künstlern und Touristen in ihren Bann. So lohnt
sich nicht nur ein Besuch der Kirchen Santa Lucia und
Madonna delle Tre Porte. Auch die zahlreichen Fresken und
Kapellen, mit denen die früher in den Sassi ansässigen
Mönche die Höhlenwohnungen ausstatteten, laden zu
einer Besichtigung ein. Die Benediktiner und griechischen
Mönche waren es auch, die neben den zeitweise in den
Felsensiedlungen lebenden Bauern die Entstehung
verschiedener Wohnviertel prägten.
Es gibt Dutzende Felsenkirchen in der Stadt, hunderte im gesamten
Gebiet. Und dann die Kirchen. Von der romanische Kathedrale
und der Kirche von San Giovanni zu der barocken Kirche von
San Francesco und dem Purgatorio.
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Irgendwo in China soll es ein Dorf geben, das
sich noch mit den Sassi vergleichen lässt, eine
dritte Stadt dieser Art gibt es nicht. Es ist der älteste,
seit der Steinzeit ununterbrochen besiedelte Ort der Erde.
Es ist eine prähistorische Großstadt,
die in die Moderne hineinreicht und durch alle Epochen der
Geschichte hindurch weitergebaut wurde, ein Ensemble und Labyrinth
von Schluchten, übersät mit ausgebauten und überbauten
Höhlen. 160 alte Kirchen und Kapellen soll es in
dem Gewirr des Ortes und seiner Umgebung geben, sagen die
Einwohner.
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Berühmtheit erlangten die
Sassi erstmals mit dem Roman von Carlo Levi "Christus
kam nur bis Eboli" [
]. Daraufhin kamen plötzlich Menschen aus Rom, um die
dortigen Verhältnisse zu studieren.
Pier Paolo Pasolini drehte 1964 die Szene der Geburt Christi
in seinem Matthäusevangelium in den Sassi von Matera.
Mel Gibson drehte 2004 die Kreuzigungsszene seines Filmes
"Die Passion Christi" auf dem Hügel auf der
gegenüberliegenden Seite der Materaschlucht.
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| Matera |
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Die
Stadt Matera ist die Hauptstadt der gleichnamigen
Provinz die sich in der Region Basilicata (Basilikata)
befindet. Die Provinz
hat ca. 210.000 Einwohner, die auf einer Fläche von 3.446
km² leben, die Stadt selbst hat ca. 60.000 Einwohner.
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Matera ist ca. 45 km von
der Küste entfernt und befindet sich auf einer Höhe
von 401 Metern über dem Meeresspiegel.
Die Provinz besitzt im Südosten einen kleinen Strandabschnitt
ca. 30 km der sich am Golf von Taranto befindet der zum Ionischen
Meer gehört.
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Kalabrien, Basilikata
Reiseführer von Peter Amann
(Mauszeiger aufs Bild
positionieren,
um das Buch zu bestellen)
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