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Padre padrone (Mein Vater, mein Herr)
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| Mit kraftvoller,
poetischer Sprache schildert Ledda in seinem autobiographischen
Roman das Schicksal des sardischen Hirtenjungen Gavino und erzählt
die Geschichte seiner Befreiung. |
| Vom Verleger
Feltrinelli 1975 herausgegeben, beschreibt das Buch achtzehn
Jahre aus dem Leben des sardischen Jungen Gavino, der vom
Vater gezwungen wurde, die Schule im Bergdorf Siligo
(Provinz Sassari) zu verlassen. Nur vier Wochen durfte er die
Schule besuchen, dann zerrte ihn der Vater gewaltsam aus
dem Klassenraum und zwang ihn zum Hüten der Schafe. Statt
Lesen und Schreiben lernte er die Einsamkeit kennen, hielt Zwiesprache
mit der Natur und versank in einer Welt aus archaischem
Schweigen und roher Gewalt. |
| Der Roman schildert,
wie der Junge in einer ganz besonderen Welt aufwächst,
die nur die Gesellschaft einer Handvoll Menschen kennt, alles
Schäfer, angefangen vom Freund Nicolau bis zu "thiu"
(Onkel) Pulinari, Gobbe, "thiu" Ziromine und
"thiu" Costantinu. |
| Nahe sind ihm
sein Hund Rusigabedra und der Geschichtenerzähler "thiu"
Juanne, seine Mutter und seine zwei Geschwister Filippo und
Vittoria, die vom Egoismus des Vaters auch zum Schafehüten
gezwungen wurden. |
| Und dann ist
die übermächtige Figur des Vaters, der seine Erfahrung
und seine patriarchalische Autorität als Argument
in die Waagschale wirft und sich immer gegenüber der restlichen
Familie durchsetzt. Er rechtfertig sein Verhalten immer
mit der Verantwortung, die er gegenüber seinem Sohn zu
tragen vorgibt. |
| Erst im Alter
von 21 Jahren gelingt ihm endlich die Flucht vor der übermächtigen
Vatergestalt. Gavino, der keine Schule besuchen durfte und kaum
des Schreibens und Lesens mächtig ist, meldet sich freiwillig
für die Unteroffizierslaufbahn bei
der italienischen Armee. Es ist für ihn in der damaligen
Zeit die einzige Möglichkeit, der Unterdrückung durch
den Vater zu entkommen. Aber die eine Autorität wird nur
durch die Autorität und das Gefügigmachen der Armee
ersetzt. |
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Von einem unstillbaren Wissensdurst angetrieben, verlässt
Gavino Ledda deshalb, sobald es ihm möglich ist, dieses
neue Zwangssystem, um seinen Bildungsweg autodidaktisch fortzuführen.
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"Padre Padrone" ist sowohl ein Zeugnis des Widerstandes
gegen die Unterdrückung von als unanfechtbar geltenden
Autoritäten, als auch eine Gesellschaftskritik.
Die
Geschichte hebt nicht nur die Härte der Beziehung zwischen
Vater und Sohn hervor, sie beleuchtet auch die Sitten
einer archaischen Welt, die vermeintlich einer langst vergangen
Zeit gehörten, in Wahrheit aber der Spiegel eines immer
noch existierenden Zustands sind. Die Beziehungen innerhalb
der Familie sind gekennzeichnet von einer Logik, nach der
der Mann die Frau beherrscht, der Vater die Kinder und
die Alten eine fast mystische Rolle innehaben, als ob sie
Priester wären, die die Familientraditionen bewahren
müssen vor den Gefahren der Modernität und der Subversion.
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| "Padre
padrone" errang in kürzester Zeit einen großen
Erfolg, gewann den Literaturpreis "premio Viareggio"
und wurde 1977 von den Brüdern Taviani verfilmt. Der Film
gewann die Goldene Palme beim Filmfestival in Cannes. |
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| Gavino Ledda |
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Sein Name, sein Ruhm sind seit dreißig Jahren
mit seinem Buch "Padre padrone" verbunden. Eineinhalb
Millionen Exemplare wurden verkauft, in vierzig
Sprachen wurde es übersetzt. Das Buch ist seine
Lebensgeschichte.
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Padre padrone
von Gavino Ledda
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positionieren, um das Buch zu bestellen)
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Padre padrone [ ]
von Gavino Ledda
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