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Emilio Salgari
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| Emilio Salgari (geb. am 21. August
1862 in Verona, gest. am 25. April 1911 in Turin) war ein italienischer
Schriftsteller von Abenteuerromanen und historischen Romanen. |
| Emilio Salgari wurde in einer
Familie kleiner Kaufleute geboren, der Vater Luigi stammte aus
Verona, die Mutter aus Venedig. Obwohl er in der Schule nur
mittelmäßig abschnitt, hatte er einen großen
Traum. Er wollte Kapitän für Große Fahrt werden
und ferne Länder und exotische Völker kennenlernen.
Angeregt wurden diese Träume durch seine Jugendlektüre.
Einen besonderen Einfluss übte dabei das Unterhaltungsblatt
"Giornale illustrato dei viaggi e delle avventure di terra
e di mare". |
| Angeregt durch diese Lektüre,
zog er zu seiner Tante nach Venedig, wo er das Königliche
Institut für Technik und Seefahrt (Istituto tecnico e nautico
"P. Sarpi") besuchte und mit mäßigem Erfolg
abschloss. Lediglich im Fach "Italienisch" erbrachte
er hervorragende Leistungen. So fiel er beim Examen durch und
verzichtete, seine Chancen realistisch einschätzend, auf
eine Wiederholung desselben. |
| Um seinen Traum trotzdem
noch zu verwirklichen, heuerte er als Schiffsjunge auf dem Schiff
Italia Una an, auf dem er die Adria bis Brindisi kennenlernte.
Nach diesem kurzen Abenteuer kehrte er 1883 zu seiner Familie
nach Verona zurück und begann mit dem Schreiben. |
| 1883 schickte
er eine erste Erzählung, "I selvaggi della Papuasia"
("Die Wilden des Papualandes"), über die Abenteuer
eines Schiffbrüchigen in Neu-Guinea an die kurz zuvor gegründete
Zeitschrift für Reise- und Abenteuerliteratur La Valigia,
wo sie angenommen und in vier Fortsetzungen veröffentlicht
wurde. Die Geschichte hatte Erfolg und verhalf ihm zu ersten
Ruhm und weiteren Aufträgen. So bot ihm die Zeitschrift
Nuova Arena an, künftig seine weiteren Erzählungen
zu veröffentlichen. Dadurch erlangte das Blatt eine solche
Popularität, dass das ältere Konkurrenzblatt Arena
Salgari abwarb und mit einem Redakteurposten fest einstellte.
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| Schnell wurde er jetzt äußerst
populär. 1890 lernte er die Laienschauspielerin Ida Peruzzi
kennen, die er am 20. Januar 1892 heiratete. Im darauffolgenden
Jahr wurde seine Tochter Fathima, benannt nach der Heldin eines
seiner Romane, geboren. In den Folgejahren war er im Bezug auf
seinen Wohnort sehr flexibel. Um seinem jeweiligen Verleger
nahe zu sein, wechselte er zwischen Turin, Genua und weiteren
Städten hin und her. 1893 lässt er sich in Turin nieder.
Unterdessen hatte seine Frau drei weitere Kinder zur Welt gebracht,
die ebenfalls nach Figuren aus seinen Werken benannt wurden
(Fatima, Nadir und Romero). |
Von 1893 bis 1897 ist Salgari
Mitarbeiter verschiedener Jugendzeitschriften, so die Il
Giovedì, Silvio Pellico,
Il Novelliere illustrato und L'Innocenza. In diesen
Jahren entstehen auch die bekannten Rahmen des "Dschungelzyklus"
"I misteri della Jungla Nera" (1895) und "I pirati
della malesia" (1896) beim Verlag Donath in Genua, der
ihm einen Vierjahresvertrag angeboten hat. 1898 zieht die Familie
Salgari nach Genua, es erscheinen die Romane "Le stragi
delle Filippine" und wenig später der wohl bekannteste
italienische Abenteuerroman überhaupt, "Il corsaro
nero". In Genua lernt Salgari auch die beiden Illustratoren
seiner Werke, Giuseppe Gamba und Luigi Motta, kennen. 1900 zieht
Salgari wieder nach Turin, sein viertes Kind Omar wird geboren,
der später ebenfalls Abenteuerromane im Stil seines
Vaters verfassen wird. 1906 löst er seinen Vertrag mit
dem Verlag Donath gegen einer Strafe von sechtausend Lire und
schliesst einen einträglicheren mit Bemporad aus Florenz
ab. Ab 1906 beginnt Salgari mit dem Roman "Sulle frontiere
del Far West" einen weiteren Zyklus, der diesmal im Wilden
Westen spielt. |
Dann traf ihn ein schwerer
Schicksalsschlag. Seine Frau zeigte immer deutlichere Anzeichen
von Geisteskrankheit. Es fiel ihm immer schwerer, sich auf seine
Arbeit zu konzentrieren, so dass er gegen 1909 einen Selbstmordversuch
unternahm. Er versuchte sich in seinen Degen zu stürzen,
doch die Klinge glitt ab und verletzte ihn nur leicht. Wieder
genesen stürzte er sich erneut an die Arbeit, die ihm aber
immer schwerer fiel. Er drohte zu erblinden und vermochte
seine eigene, ausgesprochen kleine Schrift kaum noch zu lesen.
1911 wurde seine Frau aufgrund ihrer immer stärker werdenden
Geisteskrankheit in ein Irrenhaus eingewiesen. Diesen Schicksalsschlag
verkraftete Salgari nicht mehr. Am 25. April 1911 verfasste
er zwei Abschiedsbriefe an seine Kinder und seinen Verleger,
bevor er sich zu einem Spaziergang anzog und ausging. Er hatte
geplant, nicht mehr nach Hause zurückzukehren. Er brachte
sich mit seinem mitgenommenen Rasiermesser nach Art des japanischen
Seppuku (Harakiri) um. Weitere Werke wie "La rivincita
di Yanez" oder "Le straordinarie avventure di
Testa di Pietra" erschienen posthum. |
| Literatur
(eine Auswahl) |
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I misteri della jungla nera
Die Geheimnisse des schwarzen Dschungels
Il Re della Prateria Der König der Prärie
Attraverso ll'Atlantico in pallone Im Ballon
über den Atlantik
I Pirati della Malesia Die Piraten von Malaysia
La Rosa del Dong-Giang Die Rose von Don-Giang
La Città dell'Oro Die Stadt des Goldes
Il Corsaro Nero Der Schwarze Korsar
Le Caverne dei Diamanti Die Diamantenhöhlen
Le Tigri di Mompracem Die Tiger von Mompracem
La Giraffa Bianca Die weiße Giraffe
I Predoni del Sahara Die Räuber der Sahara
I figli dell'aria Die Kinder der Luft
L'Eroina di Port-Arthur Die Heldin von Port
Arthur
La Gemma del Fiume Rosso Das Juwel des Roten
Flusses
Capitan Tempesta Hauptmann Sturm
Alla conquista di un impero Die Eroberung eines
Reiches
Sandokan alla riscossa Sandokan im Aufbruch
Cartagine in fiamme Karthago in Flammen
Il figlio del Corsaro Rosso Der Sohn des Roten
Korsaren
La riconquista del Mompracem Die Wiedereroberung
von Mompracem
Gli ultimi filibustieri Die letzten Freibeuter
(Korsar 5)
La Scotennatrice Die Skalpjägerin
Il bramino dell'Assam Der Brahmane von Assam
I briganti del Riff Die Riff-Briganten
La rivincita di Yanez Die Rache des Yanez
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| Emilio Salgari |
| Wir haben seine Bücher
verschlungen. Er war Italiens Karl May. Und wie dieser
hatte er sich auch kaum über die Grenzen seines Heimatlandes
hinaus bewegt. |
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Der scharze Korsar
von Emilio Salgari
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Die Geheimnisse des
schwarzrn Dschungels
von Emilio Salgari
(Mauszeiger aufs Bild
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Große Auswahl an
Salgari-Bücher
(Klicken Sie auf das Bild
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"Emilio Salgari" ein)
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