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| Fausto Coppi
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| Fausto Coppi (1919 - 1960),
genannt "il Campionissimo", war einer der erfolgreichsten
und populärsten Radfahrer aller Zeiten. Er gewann zweimal
die Tour de France und fünfmal den Giro d'Italia, wurde
viermal italienischer Meister, einmal Straßen-Weltmeister,
gewann dreimal die Mailand-San Remo und je einmal Paris-Roubaix
und den Flèche Wallonne. |
| Coppi und Bartali |
| 1949, in einem Team mit
dem Vorjahressieger Gino Bartali, den er wenige Wochen zuvor
beim Giro vernichtend geschlagen hat, fährt er überlegen
seinen ersten Tour-Sieg ein. 1952 lässt er einen weiteren
Triumph in Frankreich folgen, diesmal distanziert er den Zweiten,
Stan Ockers aus Belgien, um fast 29 Minuten! So überlegen
ist Coppi, dass die Veranstalter der Tour kurzerhand das Preisgeld
für den Zweiten im Gesamtklassement verdoppeln - Fausto
ist einfach konkurrenzlos. |
| Die "Weiße
Dame" |
| Doch ab jetzt geht es für
ihn bergab. Hatte er sowohl zahlreiche schwere Stürze sowie
1951 den Tod seines Bruders Serse, der bei der Piemont-Rundfahrt
ums Leben kam, noch überwunden, wird Coppi eine Frau beinahe
zum Verhängnis. Das prüde, katholische Italien der
50er Jahre ist völlig schockiert, als Faustos Affäre
mit der "Weißen Dame" bekannt wird. Sie ist
die Liebe seines Lebens, ihretwegen verlässt er seine Frau,
sie ihren Mann. Beide werden daraufhin wegen Ehebruchs zu Bewährungsstrafen
verurteilt, sie muss sogar für einige Tage ins Gefängnis!
Der Papst weigert sich 1953, dem Fahrerfeld vor dem Start des
Giro seinen Segen zu spenden, weil Fausto, der die Beziehung
zu seiner stets in Weiß gekleideten Geliebten nicht beenden
will, unter den Teilnehmern ist. Der anschließende Sieg
bei der Italien-Rundfahrt ist Coppis letzter großer Erfolg. |
| Mysteriöser Tod
des Campionissimo |
1959
wird Fausto Coppi gemeinsam mit einigen anderen Radgrößen
zu einem Rennen nach Afrika eingeladen. Als der inzwischen Vierzigjährige
aus Burkina Faso in seine Heimat zurückkehrt, ist er schwer
krank. Sein Zustand verschlechtert sich mit jedem
Tag und so bringt man ihn in ein Krankenhaus in Tortona. Die
Ärzte stellen eine falsche Diagnose, einer vermutet eine
Bronchitis. Doch Raphael Géminiani, der ebenfalls
in Afrika dabei war, zeigt die selben Symptome wie Coppi. Sein
Bruder ruft aus Frankreich an, um den italienischen Ärzten
die Diagnose mitzuteilen: Malaria! Aber die Dottores in
der Klinik von Tortona wimmeln den Franzosen ab. Wenige Stunden
später ist Coppi tot. |
| Rund 50.000 Menschen wohnen
der Beisetzung des Radgottes Coppi bei, obgleich Italien, im
Gegensatz zum Rest der Welt, nach wie vor ein gespaltenes
Verhältnis zu seinem Champion hat. Das Wohnhaus Coppis
macht noch heute den Eindruck, als käme Fausto jeden Moment
zur Tür hinein. Der gemeinsame Sohn, den er mit der
"Weißen Dame" Giulia Locatelli hatte, führt
deren ehemaliges Domizil wie ein Museum. Die Legende Coppi lebt
weiter. |
Der große Radrennfahrer
gewann zwei Mal die Tour de France (1949 und 1952) und
fünf Mal den Giro d'Italia (1940, 1947, 1949, 1952 und
1953).
Zweimal, 1949 und 1952, gewann Coppi als erster Rennfahrer das
begehrte "Double", also nacheinander die Gesamtwertung
von Giro d'Italia und Tour de France. Straßen-Weltmeister
wurde er 1953. |
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1953 wurde er von den Verantwortlichen der Tour
de France bewusst nicht eingeladen, da befürchtet wurde,
dass durch die Dominanz Coppis das öffentliche
Interesse an der Tour nachlassen würde und damit
verbunden ein wirtschaftlicher Schaden für die Veranstalter
eintreten könnte.
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| Die Widersacher |
Man
musste "dazu" gehören, sich bekennen, Partei
ergreifen - für eines der beiden Lager!
Obwohl ich, als kleiner Knirps, Anfang der 50er Jahre
kaum ein echtes Interesse am Radfahrsport hatte,
fühlte ich mich, wenn auch unbewusst, gezwungen,
mich zwischen den beiden Radsportlegenden
Gino Bartali [
] und Fausto Coppi zu entscheiden.
Offiziell wurde ich also zum Coppi-Fan, genauso
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Coppi und Bartali
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wie ich mich für eines der beiden Fußballvereine
Genuas (Genoa oder Sampdoria)
entscheiden musste, ohne auch nur ein einziges Mal ein Fußballstadion
betreten zu haben - ich bekannte mich als Sampdorianer!
Vielleicht befasse ich mich auf diese Webseite auch nur mit
Coppi, weil er in mir Erinnerungen an jene
Zeiten weckt und an jenes kindliche Zusammengehörigkeitsgefühl. |
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Tour de France live!
Vierzig Jahre Reportagen
vom berühmtesten
Radrennen der Welt
von Herbert Watterott
(Mauszeiger aufs Bild positionieren, um das Buch zu bestellen)
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Girofieber. Radsport höchstpersönlich
von Marco Pinotti
und Gijs Zandbergen
(Mauszeiger aufs Bild positionieren, um das Buch zu bestellen)
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