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Antonio de Curtis (Totò)
Totò gebürtig Antonio de Curtis (geb. am 15. Februar 1898 in Neapel, gest. am 15. April 1967 in Rom) war ein sehr bekannter italienischer Schauspieler.
Aus einem Interview: "In bin bereits in einem Alter, wo man Bilanz zieht, und ich hab noch nichts getan. Ich hätte ein großer Schauspieler werden können, stattdessen habe ich mehr als 100 Filme gedreht, von denen nur 5 wirklich gut waren. Selbst wenn ich ein großer Schauspieler geworden wäre, was hätte das geändert? Wir Schauspieler sind nur Verkäufer von Geschwätz, ein Tisch­ler ist viel mehr wert als wir. Ein Tisch überlebt die Zeit seines Erschaffers. Wir Schauspieler bleiben höchsten eine Generation in Erinnerung, in den Jahrhunderten werden wir vollig vergessen".

Nur wenige Filme des Komödianten Totò wurden über die Grenzen Italiens be­kannt. Beispielsweise seine Zusammenarbeit mit Pier Paolo Pasolini - unter anderem in dem Film "Uccellacci e uccellini" - sei hier zu erwähnen.

Totò - die Betonung seines Namens liegt auf der letzten Silbe - schrieb Film- und Theatergeschichte. Der beliebteste Ko­miker Italiens spielte zwischen 1937 und seinem Tod 1967 in mehr als hundert Filmen mit. Seine Mi­mik, seine Gesten und Sät­ze haben in Italien einen festen Platz im kollektiven Ge­däch­tnis. In seiner Geburtsstadt Neapel genießt Totò Kultstatus.
"Er ist für die Neapolitaner wie das Lachen von Pulcinella, der Geschmack der Pizza, ein Gedicht von Di Giacomo, ein Ausdruck von Edoardo die Filippo, ein Denkmal, ein Symbol, das man in alle Welt exportieren möchte".
Totòs Sprachwitz hat wenig an Aktualität verloren. Zur so genannten Frie­dens­mission der italienischen Truppen im Irak passt beispielsweise: "Zuerst haben wir den Krieg verloren und jetzt auch den Frieden".
Totò verkauft die "Fontana di Trevi"
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Die meisten Wortspiele sind leider nur sehr schwer übersetzbar, da sie oft auf Wortverdrehungen und -verformungen beruhen, die in anderen Sprachen ihren Witz verlieren, weshalb Totò auf den großen Erfolg im Ausland ver­zich­ten musste.

Dennoch ein Versuch, einige seiner Sprüche wiederzugeben:

"Signora sono a sua completa disposizione, corpo, anima e frattaglie"
(Gnä­dige Frau, ich stehe Ihnen völlig zur Verfügung, Körper, Seele und Innereien.)
"Lei è un cretino, s'informi!" (Sie sind ein Depp, ziehen Sie diesbezüglich Erkundigungen ein!"
"A proposito di politica, ci sarebbe qualche cosarellina da mangiare?" (Apropos Politik, gäbe es da nicht etwas zum essen?)
"Credevo che mie moglie fosse una carogna, finche' non ho visto la sua" (Ich dachte, dass meine Frau ein Biest sei, bis ich nicht Ihre kennen gelernt habe.)
"Era un uomo così antipatico che dopo la sua morte i parenti chiedevano il bis." (Er war derart unsympathisch, dass nach seinem Tode die Verwandten "Zugabe" riefen.)
"Si dice che l'appetito vien mangiando, ma in realtà viene a star digiuni." (Man sagt, dass der Appetit beim Essen kommt, in Wahrheit kommt er, wenn man nicht isst.)
"Ogni limite ha una pazienza." (Jedes Ende hat seine Geduld.)
"Ma quale paura? Nel mio vocabolario non esiste questa parola, a meno che non si tratti di un errore di stampa."
(Von wegen Angst! In meinem Vokabular gibt es dieses Wort nicht, es sei denn, es ist ein Druckfehler.)

In Neapel ist Totò zur Ikone avanciert
"I parenti sono come le scarpe: più sono stretti e più ti fanno male. "
(Verwandte sind wie Schuhe, je enger sie sind, um so mehr tun sie weh."
"Chi dice che i soldi non fanno la felicità, oltre ad essere antipatico, è pure fesso. " (Wer behauptet, dass Geld nicht glücklich mache, ist nicht nur unsympathisch, er ist auch blöd.)
"Prendo tre caffè alla volta per risparmiare due mance." (Ich trinke immer drei Kaffees auf einmal, um zweimal das Trinkgeld zu sparen.)
"Tutto è perduto, anche l’onore." (Alles ist verlohern, auch die Ehre.)
"Gli avvocati difendono i ladri. Sa com’è... tra colleghi." (Rechtsanwälte verteigen Ganoven. Wie das halt so ist ... unter Kollegen.)
"Non posso morire! C’ho un appuntamento." (Ich kann nicht sterben, ich habe noch eine Verabredung.)
Totò Detektive (/auf Italienisch)
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Inhaltlich ging es Toto oft um die Bloßstellung und Ironisierung gesell­schaft­licher, politischer und kultureller Machtverhältnisse und Ungerechtigkeiten.
Als Totò am 15 April 1967 starb, gaben ihm in und außerhalb der Kirche von Carmine Maggiore mehr als 100.000 das letzte Geleit.
 
Totò
Wenn ich heute einen alten Film mit Totò ansehe (auf Italienisch, denn er ist so gut wie unüber­setzbar!), dann frage ich mich, weshalb ich diesen Schauspieler im meiner Kindheit und Jugend so umwerfend komisch fand. Heute haben nur die Besten seiner Filme diese Wirkung auf mich. Vielleicht ist es, deshalb, weil es Humor aus einer ganz anderen Zeit ist, als Italien noch nicht das Wirtschafts­wunder erlebt hatte.

Vielleicht ist es auch, weil Totòs Filme, wie auch jene der späteren "commedia all'italiana" immer einen traurigen Kern haben. Die Charaktere sind meist kleine Leu­te - Arbeits­lo­se, kleine Ganoven; der Ausgang selten mit Happyend.