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| Zu Beginn des 4. Jahrhunderts
v. Chr. eroberten keltische Stämme, die bis dahin nördlich
der Alpen beheimatet waren, die von Etruskern beherrschte Po-Ebene.
Dabei siedelte der Stamm der Senonen bis in die Gegend
des nach den Galliern benannten Sena Gallica (Senigallia).
Die Senonen waren es offenbar auch, die dann im Jahr 390 v.
Chr. geführt von Brennus (dessen wirklicher Name
nicht bekannt ist, denn "Brennan", der keltische Kriegesgott,
war der Name, den die Keltischen Fürsten im Kriegesfall
annahmen) über den Apennin nach Mittelitalien vorstießen.
Zunächst gerieten die Gallier in Auseinandersetzungen mit
den Etruskern und griffen deren Stadt Clusium an, die sich daraufhin
Hilfe suchend an Rom wandte. Rom sandte daraufhin Emissäre
nach Clusium, um mit den Galliern zu verhandeln, sollen
dabei aber so hochfahrend aufgetreten sein ein Mitglied
der Familie der Fabier soll einen gallischen Anführer erschlagen
haben dass sie die Gallier zum Angriff auf Rom reizten. |
| An der Allia (einem Nebenfluss
des Tiber, ca. 10 km nördlich von Rom) fand am 18. Juli
387 v. Chr. die entscheidende Schlacht statt. Das römische
Heer erwies sich den Galliern nicht gewachsen. Die Römer
boten sechs Legionen mit ca. 40.000 Mann unter dem Kommando
von Quintus Sulpicius auf. Die Gallier überrannten
den rechten Flügel der Römer, auf dem vor allem jüngere
und unerfahrenere Soldaten standen, um daraufhin auch das Zentrum
und den linken Flügel der römischen Linie zu schlagen.
Seit dieser Schlacht gilt bei den Römern der 18. Juli als
"Dies Alliensis", unheilvoller Tag. |
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Die überlebenden Römer flohen in Panik nach Veji
und nach Rom, wo sich die Bürger auf den Kapitol-Hügel
zurückzogen.
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Vae victis"
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| Als die Gallier in
Rom einzogen, trafen sie dort, der Überlieferung nach,
nur auf die Senatoren, die abgeschlachtet wurden. Danach begannen
sie mit der Ausplünderung der Stadt. |
Nach der Plünderung bereiteten
sich die Gallier auf die Eroberung des Kapitols vor, die letzte
Hochburg der Verteidiger. Der Angriff der Gallier erfolgte der
Überlieferung nach, als deren Bewohner noch schliefen.
Der plan scheiterte, denn die Belagerten wurden, so will es
die Legende, von den schnatternden Gänse der Juno geweckt,
so dass Marcus Manlius Capitolinus, der Konsul der
Stadt, die nötigen Verteidigungsmaßnahmen einleiten
konnte. |
| Seither genossen die Gänse
bei den Römern besondere Verehrung (Heilige Gänse
der Juno). Auf diese Episode bezog sich ein römisches Fest,
das jeweils am 3. August gefeiert wurde, an dem die Hunde der
Stadt gekreuzigt wurden, weil sie in jener Schicksalstunde nicht
Alarm geschlagen hatten, und die Gänse, als
Retterinnen des Vaterlandes, in Prozession geführt wurden. |
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Die Römer konnten allerdings nicht verhindern, dass
die Gallier die Stadt, abgesehen vom Kapitol-Hügel, der
sieben Monate lang belagert wurde, gründlich
plünderten und brandschatzten. Der späteren Überlieferung
zufolge soll dann Marcus Furius Camillus mit einem
Heer herangerückt und die Gallier wieder vertrieben haben.
Er soll dafür den Ehrentitel "Pater Patriae"
(Retter des Vaterlandes) erhalten haben. Wahrscheinlicher
ist aber, dass die Eroberer, die das
südliche Klima im heißen Sommer nicht gewohnt waren
und durch Krankheiten (etwa die Malaria) geschwächt wurden,
bereits auf dem Rückzug waren.
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Auch berichtet die Legende von hohen Tributzahlungen, die
von den Römern für den Rückzug der Gallier
bezahlt wurden:
Von Brennus rührt die sprichwörtliche Redensart
"Vae victis" ("Wehe den Besiegten")
her, welche er dem römischen Befehlshaber zugerufen
haben soll, indem er beim Zuwägen der 1000 Pfd. Gold,
die er für seinen Abzug verlangte, noch sein Schwert
in die Wagschale warf.
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| Die Gänse
des Kapitols |
| Für die Latinisten
unter den Lesern: |
| Galli de Alpibus
in Italiam descenderunt et totam regionem ferro ignique
vastaverunt. Mortis terror hostiumque formido omnes urbium
incolas repente invaserunt. Statim contra ingentes barbarorum
copias consul cum duabus legionibus a romanis missus est
sed Galli consulem eiusque legiones petiverunt
et acri proelio apud Alliam flumen vicerunt, postea Romam accesserunt.
Tum Romani, formidine capti, Urbem reliquerunt et cum senibus,
mulieribus liberisque in silvas confugerunt. Barbari
sine periculo ad Urbem pervenerunt et Capitolium, Romae arcem,
obsederunt. Iam Galli arcis moenia ascendebant, cum repente
vigiles anseres acribus clangoribus Marcum Manlium,
Capitolii custodem, e somno excitaverunt. Tum Manlius Romanos
milites vocavit, qui ingenti vi pugnaverunt et Gallos
reppulerunt: itaque Capitolium a barbarorum insidiis liberatum
est et Roma anserum clangoribus servata est. |
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Die Geschichte des
antiken Rom
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Gänse- und Entenvögel
aus aller Welt
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