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Il
Presepe (die Weihnachtskrippe)
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| Das Wort presepe
(auch presepio) stammt aus dem lateinischen praesepium,
Futterkrippe. |
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sich in den italienischen Weihnachtszimmern und später
auch in andere Regionen Europas verbreitete, begann laut Überlieferung
im 13. Jahrhundert. Die Legende sagt, dass der Heilige Franz
von Assisi einen Mann namens Giovanni Vellita aus dem Dorf Greccio
bat, eine Krippe anzufertigen. Der Heilige Franz hielt
vor dieser Krippenszene eine Messe ab, die in allen, die sie
erlebten, große Ehrfurcht hervorrief und die Weihnachtskrippe populär
machte. Vom frühen 14. Jahrhundert an wurden Krippen
überall in Italien gebräuchlich. Das älteste
schriftliche Dokument, in dem es um die Herstellung einer Krippe
geht, stammt aus dem Jahre 1384. |
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Presepe im Dom von Milazzo
(Sizilien)
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| Zu den berühmtesten
Weihnachtskrippen zählen bis heute die Neapolitanischen Krippen,
deren charakterstarke Köpfe an die Masken der italienischen
Commedia dell'arte erinnern. Die Szene der Geburt Christi
wird dort oft in äußerst aufwendige und detailreiche
Straßen- und Marktszenen eingebettet, so dass die Darstellung
der Geburt oft nur noch Nebensache scheint. |
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Presepe in der San-Giorgio-Kirche
(Genua)
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| Die Krippe schmückt
italienische Wohnzimmer schon zwei Wochen vor Weihnachten, die
Figur vom Christuskind darf jedoch erst in der Nacht vom 24.
zum 25. Dezember genau um Mitternacht - in die Krippe
gelegt werden. |
| Die kontinuierliche Weiterentwicklung
bis hin zur heutigen Weihnachtskrippe wurde durch
die Reformation schlagartig unterbrochen. Bestärkt durch
das Konzil von Trient (1545-1563) versuchte der Orden der Jesuiten,
Serviten und Franziskaner die Inhalte der Bibel durch szenenhafte
Darstellungen neu zu beleben. Vor allem Weihnachten
sowie die Passion zu Ostern wurden solchermaßen näher
gebracht. Kästchen mit biblischen Darstellungen wurden
in Kirchen aufgestellt und wurden in auch adligen Kreisen bald
sehr populär. |
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| Italienische Weihnachten |
| Für mich als
in Italien aufwachsendes, aber völlig integriertes
Kind waren es fast ausschließlich die traditionellen
religiösen Feste, die mich daran erinnerten, das wir doch
keine Italiener waren. |
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| Wir Österreicher
feierten Weihnachten bereits am Heiligen
Abend, mit Christbaum, Lametta und viel Kerzenlicht.
In Italien war und ist die Krippe (der presepe) der feierliche
und augenscheinlichste Mittelpunkt des Weihnachtsfestes.
Außerdem bekamen die italienischen Kinder ihre bescheidenere
Geschenke erst am Weihnachtstag. Dafür gab es
für sie dann Nachschlag am Dreikönigstag,
der Befana. |
| Inzwischen stehen
ihre unauffälliger gewordenen, industriell
erzeugten Krippen unter einem bunten, elektrisch beleuchteten
Plastikchristbaum. |
| Das intime, andächtige
Beisammensein im flackernden Kerzenlicht ist
ihnen immer noch fremd. Ihr Weihnachten war immer heller
und lauter - keine "Stille Nacht"! |
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Italienische Weihnachten
von Klaus Wagenbach
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Lieber Weihnachtsmann.
Bitte nicht wie letztes Jahr!
Hundert Briefe
italienischer Kinder
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