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Paparazzo
(Plur. Paparazzi)
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| Tazio Secchiaroli
(1925-1998) war der erste Fotograf, der in den 1950er Jahren
in Rom auf Jagd nach Prominenten ging. Er wurde der Leibporträtist
von Sophia Loren, die mit ihm eine Jahrzehnte lange Freundschaft
unterhielt; die Diva und ihr Fotograf fanden offenbar eine
natürliche Geistesverwandtschaft. Secchiaroli, aus
einfachsten Verhältnissen stammend, war ursprünglich
ein Straßenfotograf, der seinen "Opfern"
auflauerte wie einer Beute. |
Secchiaroli
inspirierte Federico Fellini zur Figur eines Fotografens namens
"Paparazzo" in La Dolce Vita. Nach diesem
Film wurde aus dem Wort die ursprünglich scherzhafte,
heute jedoch abwertende Bezeichnung für sensationsgierige
und aufdringliche Pressefotografen, die Prominenten
nachstellen.
Die Paparazzi arbeiten meist für Boulevardmedien oder Boulevardjournalisten.
Ihr Beruf ist sehr umstritten: Einerseits wird die Notwendigkeit
der freien und ausführlichen Berichterstattung auch über
Prominente als Bestandteil der Pressefreiheit verteidigt. Andererseits
sehen es Medienbeobachter und Betroffene als Eindringen
in die Privatsphäre und die Veröffentlichung von Details
als ihre unrechtmäßige Verletzung und unethisches
Verhalten an. |
| Aber selbst
sogenannte "Personen der Zeitgeschichte"
dürfen nicht jederzeit und in jeder Situation fotografiert
werden. Für Aufsehen sorgte 2004 das so genannte "Caroline-Urteil"
des Europäischen Gerichtshofs. Das Privatleben
von Caroline von Monaco war sehr oft Thema der Berichterstattung
durch die Boulevardpresse gewesen. Anfang der 1990er-Jahre ging
die Prinzessin konsequent gegen die Veröffentlichungen
von Paparazzi-Fotografien aus ihrem Privatleben vor. |
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Nach mehreren Prozessen, die sich durch alle Instanzen bis
zum Bundesgerichtshof, dem Bundesverfassungsgericht
und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
zogen, brachte das vom Europäischen Gerichtshof für
Menschenrechte 2004 gefällte Urteil für die gesamte
europäische Presse erhebliche Einschränkungen. Es
betonte die Schutzwürdigkeit der Privatsphäre
auch von Prominenten und rügte die deutsche Rechtsprechung
als unzureichend. Deutsche Medien kritisierten das Urteil
als Einschränkung der Pressefreiheit.
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| Schlagzeilen |
| Hollywoodstar
George Clooney ist die gefährliche Jagd der Paparazzi leid.
"Was die tun, ist sträflich. Das sind Verfolgungsjagden
mit hohem Tempo, bei denen es um die Wette geht, wer schneller
ist", klagte der Schauspieler in der US-Sendung "Entertainment
Tonight". |
| Im
Straßenverkehr bringen Paparazzi bei der Jagd auf Fotos
von Prominenten immer häufiger ihre Mitmenschen und ihre
Zielpersonen in Gefahr. Deswegen verabschiedete der kalifornische
Gouverneur Arnold Schwarzenegger ein Gesetz, welches vorsieht,
dass Promifotografen im Falle einer Ordnungswidrigkeit
zu einer Entschädigung herangezogen werden können,
die dreimal so hoch ist wie der von ihnen verursachte Schaden.
Darüber hinaus müssen die Paparazzi das Geld,
das sie mit den Bildern einnehmen, herausrücken. Schwarzenegger
wurde selbst einmal dermaßen von einem Paparazzo
bedrängt, dass sein Auto, in dem sich auch seine Familie
befand, von der Straße abkam. |
| Der
britische Prinz William und seine Freundin Kate Middleton sind
nach dem Besuch in einem Club von Pressefotografen verfolgt
worden fast zehn Jahre, nachdem seine Mutter Diana
auf der Flucht vor Paparazzi verunglückte. In einem offiziellen
Statement äußert William sich schockiert. |
| Als
Hollywood-Schauspielerin Nicole Kidman von rasenden Fotografen
verfolgt wurde, geriet sie in Panik. Doch sie hatte Glück:
Sie überlebte die Verfolgungsjagd. "Wirklich,
wirklich verängstigt", sei sie gewesen, als sie
von Fotografen im Auto verfolgt wurde, erklärte die
Schauspielerin. Sie habe große Angst vor einem Unfall
gehabt, nachdem ihr Fahrer John Manning sie darauf hingewiesen
hatte, dass die Fotografen "wie die Verrückten"
fuhren. |
| Julia
Roberts stellt Paparazzi zur Rede. Aus Empörung über
sensationsgierige Paparazzi drehte Hollywood-Schauspielerin
Julia Roberts den Spieß um und nahm in Los Angeles die
Verfolgung von Reportern auf. Sie verfolgte in ihrem Geländewagen
ein Auto mit Paparazzi, nachdem diese sie in der Nähe einer
Schule abgelichtet hatten. Sie hupte und forderte die Paparazzi
auf, an den Straßenrand zu fahren. Dort stellte sie die
Reporter, wütend zur Rede. |
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Etymologie
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| Das Wort "Paparazzo"
stammt vom Namen eines aufdringlichen Pressefotografen
aus dem Film Das süße Leben (1960) von Federico
Fellini. Dessen Namensgeber wiederum war der Hotelbesitzer Coriolano Paparazzo aus Catanzaro,
der im Reiseführer By the Jonian Sea von
George Gissing erwähnt wird. Fellini hatte das Buch während
der Vorbereitung zu seinem Film gelesen und war von dem Namen
fasziniert. |
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La dolce vita
von Federico Fellini
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Dolce Vita. Tazio Secchiaroli.
Der Größte aller Paparazzi
von Tazio Secchiaroli
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The Montesi Scandal
The Death of Wilma Montesi
and the Birth of the Paparazzi
in Fellini's Rome
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Prinz und Paparazzi
von Sky DuMont
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