Wissenswertes

Nationalhymne



Goffredo Mameli


Goffredo Mameli (der Dichter) wird am 5. Sep­tember 1827 in Genua ge­boren. Als Student kom­pon­ierte er 1847 den Text zu Fratelli d'Italia, und widmete von da an sein Leben der italienischen Sache (Risorgimento).

Michele Novaro


Michele Novaro
(der Komponist) wird am 23. Oktober 1818 in Genua ge­boren, wo er später Ge­sangs­kom­position studiert. 1847 ist der über­zeug­te Liberale als Sänger in Turin, wo er die Musik für zahl­rei­che. natio­na­lis­tische Texte für die Freiheit Ita­liens komponiert.

Fratelli d'Italia
Il Canto degli Italiani" (Das Lied der Italiener), besser bekannt als „Fratelli d’Italia" (Brüder Italiens) ist die Nationalhymne Italiens. Der Text stammt von Goff­redo Mameli (weshalb die Hymne hauptsächlich als „Inno di Mameli“ bekannt ist), die Melodie komponierte Michele Novaro. Die Na­tio­nal­hymne entstand im Jahr 1847 unter dem Eindruck des bevorstehenden Frei­heits­krieges gegen das Kaisertum Österreich.

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Fratelli  d'Italia
Fratelli  d'Italia
Fratelli d'Italia,
l'Italia s'è desta,
dell'elmo di Scipio
s'è cinta la testa.
Dov'è la vittoria?
Le porga la chioma,
che schiava di Roma
Iddio la creò.
Refrain:
Stringiamoci a coorte,
siam pronti alla morte.
Siam pronti alla morte,
l'Italia chiamò.
Stringiamoci a coorte,
siam pronti alla morte.
Siam pronti alla morte,
l'Italia chiamò!
Noi fummo da secoli
calpesti, derisi,
perché non siam popolo,
perché siam divisi.
Raccolgaci un'unica
bandiera, una speme:
di fonderci insieme
già l'ora suonò.
Refrain:
Stringiamoci a coorte,
siam pronti alla morte.
Siam pronti alla morte,
l'Italia chiamò.
Stringiamoci a coorte,
siam pronti alla morte.
Siam pronti alla morte,
l'Italia chiamò!
Uniamoci, uniamoci,
l'unione e l'amore
rivelano ai popoli
le vie del Signore.
Giuriamo far libero
il suolo natio:
uniti, per Dio,
chi vincer ci può?
Refrain:
Stringiamoci a coorte,
siam pronti alla morte.
Siam pronti alla morte,
l'Italia chiamò.
Stringiamoci a coorte,
siam pronti alla morte.
Siam pronti alla morte,
l'Italia chiamò!
Dall'Alpi a Sicilia
Dovunque è Legnano,
Ogn'uom di Ferruccio
Ha il core, ha la mano,
I bimbi d'Italia
Si chiaman Balilla,
Il suon d'ogni squilla
I Vespri suonò.
Refrain:
Stringiamoci a coorte,
siam pronti alla morte.
Siam pronti alla morte,
l'Italia chiamò.
Stringiamoci a coorte,
siam pronti alla morte.
Siam pronti alla morte,
l'Italia chiamò!
Son giunchi che piegano
Le spade vendute:
Già l'Aquila d'Austria
Le penne ha perdute.
Il sangue d'Italia,
Il sangue Polacco,
Bevé, col cosacco,
Ma il cor le bruciò.
Refrain:
Stringiamoci a coorte,
siam pronti alla morte.
Siam pronti alla morte,
l'Italia chiamò.
Stringiamoci a coorte,
siam pronti alla morte.
Siam pronti alla morte,
l'Italia chiamò!
Fratelli  d'Italia (deutsch)
Ihr Brüder Italiens,
Italien hat sich erhoben,
Des Helmes des Scipio
Das Haupt hat sich geschmückt.
Wo ist der Sieg?
Sie möge Italien ihr Haupt zuneigen,
Denn als eine Sklavin Roms
Hat Gott sie geschaffen.
Refrain:
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
Wir wurden seit Jahrhunderten
getreten und ausgelacht,
weil wir kein Volk sind,
weil wir geteilt sind.
Es sammle uns eine einzige
Flagge, eine Hoffnung:
auf dass wir uns zusammenschließen,
die Stunde hat schon geschlagen.
Refrain:
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
Einigen wir uns, Einigen wir uns
Die Einheit und die Liebe
offenbaren den Völkern
die Wege des Herrn.
Schwören wir den Heimatboden
zu befreien:
Geeint durch Gott,
Wer kann uns besiegen?
Refrain:
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
Von den Alpen bis Sizilien
überall ist Legnano
jeder Mann hat von Ferruccio
das Herz und die Hand
Die Kinder Italiens
heißen Balilla

Der Klang jeder Glocke
ertönte zur Vesper.
Refrain:
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
Wie Binsen sind jene,
die gekaufte Schwerter schwingen
Der österreichische Adler
hat schon die Federn verloren.
Das Blut Italiens,
das Blut Polens
hat er mit dem Kosaken getrunken.
Aber sein Herz ist verbrannt.
Refrain:
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
Lasst uns die Reihen schließen,
Wir sind bereit zum Tod,
Wir sind bereit zum Tod,
Italien hat gerufen!
In den 1980er Jahren wollten viele Italiener die mu­si­kalisch nicht besonders an­spruchs­volle Na­tio­nal­hym­ne „Fratelli d'ltalia" durch eine berühmte Verdi-Melodie ersetzen. Der Hymnen-Streit entzweite die Nation. Denn das 1847 komponierte Musikstück ist für viele nur „Kitsch" und nicht mehr zeitgemäß. Es wurde der berühmte Gefangenenchor „Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen getragen“ aus Verdis Oper Nabucco vorgeschlagen.
Eine neue Nationalhymne müßte allerdings per Ge­setz, also vom Parlament, beschlossen werden. Zwar wurde das Lied „Ihr Brüder Italiens“ im Oktober 1946, nach Abschaffung der Monarchie, nur durch eine schlichte Mitteilung des Ministerpräsidiums zur Staatsmelodie bestimmt – aber ausdrücklich „provi­so­risch" in Erwartung eines Gesetzes. Ein Gesetz, das niemals kam.
Nur die wenigsten Italiener kennen heute überhaupt den Mameli-Text, der den schwülstigen Refrain ent­hält: „Wir sind bereit zu sterben, denn Italien hat gerufen." Die Melodie der Hymne sei laut dem der prominenten Musik­wis­sen­schaftler Massimo Mila einfach nur scheußlich, operettenhaft.
Viel schlimmer ist, dass der Text der Hymne den Europäischen Geist völlig vermisst. Er ist ste­cken­ge­blie­ben im Nationalismus des 19. Jahr­hun­derts. Die Hymne enthält Beleidigungen gegen Österreich, die im Geiste eines vereinten Europas völlig fehl am Platze sind! Besonders antiösterreichisch die 5. Stro­phe mit „Der österreichische Adler – hat schon die Federn verloren – Das Blut Italiens – Das Blut Polens – Hat er mit den Kosaken getrunken – Aber sein Herz ist verbrannt“. Ein Kommentar erübrigt sich!
Zwischen Zeilen von Blut und Sklaven auch jene: „Die Kinder Italiens heißen Balilla„. Ballila hieß – es sei hier zu bemerken – auch die Jugend­or­ga­ni­sation der Faschisten!
Gut, dass kaum ein Italiener den Text kennt, geschweige denn singt!