Landschaften/ Orte

Das Grödnertal
Das Grödnertal (italienisch „Val Gardena“) befindet sich in der Region Südtirol (italienisch „Alto Adige“). Das reizvolle Gebirgstal im Nordwesten der Südtiroler Dolomiten erstreckt sich zwischen dem Sellamassiv und dem Eisacktal bei Waidbruck.
Sprache
Während das untere Grödner Tal zur deutschsprachigen Gemeinde Lajen gehört, beginnt das eigentliche Gröden im sprachlichen und kulturellen Sinne nach der Talenge von Pontives (Porta Ladina) mit dem Gebiet der mehrheitlich ladinischsprachigen Gemeinden St. Ulrich (la­di­nisch Urtijëi), St. Christina (ladinisch Santa Cristina) und Wol­ken­stein (ladinisch Sëlva). Ladinisch ist in diesen drei Ortschaften neben Deutsch und Italienisch Amtssprache.
St. Ulrich mit Sellastock und Langkofelgruppe (Foto von Wolfgang Moroder / Lizenz)
Orte
Während die am Taleingang gelegene Kleinstadt St. Ulrich als Mittelpunkt des wirtschaftlichen Lebens gilt, hat sich St. Christina seinen ursprünglichen Cha­rakter bewahrt. Zahlreich sind die Sehens­würdig­keiten in diesem hübschen Ort und seiner Umgebung. Beispielsweise die Pfarrkirche, in der sich Kunst­wer­ke namhafter Bildhauer der Region befinden; der Renaissance-Bau der Fischburg, einst ein Sommer- und Jagdschloss; der direkt gegenüber dem Ortskern lie­gende Tervela-Wasserfall, der zu den spektakulärsten Wasserfällen der Al­pen gehört. Wolkenstein bietet sich in besonderem Maße für einen Ak­tiv­ur­laub an. Der Ort ist international als Wintersportzentrum bekannt.
Die Pfarrkirche von St. Christina
Landschaft
Wegen der spektakulären Bergwelt und des umfangreichen und weit verzweigten Wanderwegenetzes zählt die Gegend um das Grödnertal zu den beliebten Reisezielen für Aktivurlauber. Die Wanderwege sind so lang und verzweigt, dass Urlauber selbst nach Jahren noch neue Wege kennenlernen können, die sie nie zuvor betreten haben.
Seiseralm und Langkofelgruppe
Die Landschaft des 25 Kilometer langen Grödnertals wird durch gewaltige Bergmassive wie der Langkofelgruppe und dem Sellagruppe sowie durch eine einzigartige Pflanzenwelt geprägt. Die drei Talorte St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein sind beliebte Ferienorte und gleichzeitig Aus­gangs­punkte für Bergwanderungen und Trekkingtouren.
Sellagruppe
Die Südtiroler Bergwelt kann sowohl von erfahrenen Wanderern und Berg­stei­gern als auch von Neulingen im Kletter- und Wandersport unabhängig oder in Begleitung ortskundiger Reiseführer entdeckt werden. Manche Un­ter­künf­te, wie beispielsweise das in der Ortsmitte von St. Christina gelegene Wanderhotel Gröden verfügen über eine ausgezeichnete Anbindung an das riesige Wanderwegenetz.
Eine ursprüngliche Natur, üppige Wiesen und Almen sowie atemberaubende Aussichten warten auf den Wanderer, sie sind allesamt leicht zu erreichen.
Wintersport
Für Wintersportfans gibt es eine direkte Anbindung an das Ski­pa­radies Do­lo­miti Superski, das mit insgesamt 1.200 Pis­ten­ki­lo­metern und 450 Auf­stiegs­an­lagen als weltweit größtes Skikarussell gilt.
Bergsteigen
Für die sportlichern Bergsteiger gibt es zahlreiche Klettersteige. Zu den be­kann­testen Wanderstrecken im Herzen der Südtiroler Dolomiten zählen der Pößnecker Klettersteig, der bis zur 2.941 Meter hohen Sellaspitze führt, sowie der Pisciadusteig, auf dem man bis zur Pisciaduhütte in 2.583 Meter Höhe wandern kann. Beide Höhenwege führen auf Gipfel der Sellagruppe, während der Oskar-Schuster-Steig, auf den zur Langkofelgruppe ge­hö­renden 2.964 Meter hohen Plattkofel führt. Im Grödnertal können auch Sportarten wie Nordic Walking ausgeübt werden. Das flotte Gehen, das als moderne Variante zum klassischen Wandern gilt, soll die Muskulatur auf sanfte Art stärken und dazu beitragen, aktiv, fit und gesund zu bleiben.
Kultur
Aber auch die Kulturlandschaft Grödens hat einiges zu bieten. Neben den zahl­reichen jährlich wiederkehrenden Festtagen und Brauch­tums­ver­an­stal­tun­gen stehen Museen, Ausstellungen und Veranstaltungen für jeden Ge­schmack bereit.
Brauchtum
Die traditionellen Trachten gehören auch im Grödnertal zwar nicht mehr zum alltäglichen Leben, aber bei besonderen Anlässen und religiösen Festen spielen sie auch heute noch eine wichtige Rolle. Die Grödner Tracht ist wegen ihrer Detail­ver­liebt­heit und Schönheit weit über den Alpenraum hinaus be­kannt.
Der erste Sonntag im August ist in Gröden jedes Jahr für ein ganz besonderes Event reserviert: der große Fest- & Trachtenumzug „Gröden in Tracht“.
Aber auch zahlreiche weitere Brauchtümer sind erhalten geblieben. Einige Beispiele: Am Unsinnigen Donnerstag wird traditionell die für Mittag gekochte Gerstensuppe mit Selchkarree vom Herd gestohlen; im Mai ziehen die 18-jährigen Burschen mit einem weißen Hemd, einer blauen Schürze und einem mit Bändern und Blumen geschmückten Hut durchs Tal; am Montag nach dem Kirchweihfest von St. Jakob (Fraktion von St. Ulrich) schenken die Burschen den Mädchen beim „Blättermarkt“ eine Birne mit Masche als Zeichen der Symphathie.
 
 
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