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Il bar (die italienische Bar)

In keinem anderen Land gibt es so viele Bars wie in Italien – mehr als 150.000 sollen es sein, die von Nord bis Süd in kleinen Dörfern so wie in hekti­schen Städten über das ganze Land verstreut sind. Keine Straßenecke ohne eine eigene Bar. Bars sind ein fester Bestandteil der italienischen Kultur und Geselligkeit.
Die italienische Bar hat mit den deutschen oder mit den amerikanischen Bars kaum etwas Gemeinsames. Es handelt sich mitnichten um ein Lokal mit gedämpften Lichtern, in dem hauptsächlich Alkoholika ausgeschenkt werden.
Italienische Bars sind hell und einladend, zur Straße hin offen und wirklich überall zu finden, in jedem Viertel, an allen Straßenecken und in den klein­sten Dörfern. Im Sommer haben die meisten Bars auch einen Bereich mit Stühlen und Tischen im Freien.
Bars nehmen eine unverzichtbare Rolle als lokale Kommunikationszentren ein. Man nimmt - auf dem Weg zur Arbeit - in der Stammbar das Frühstück zu sich, das aus einer Tasse Cappuccino und manchmal auch einer Brioche besteht, die dem französischen Croissant verwandt ist. Man besucht die Bar, soweit es möglich ist, auch in einer Arbeitspause, nach dem Mittagessen oder vor dem Ende der Siesta, um dort einen caffè ("Espresso"), zu trinken. Am Spätnachmittag nach der Arbeit trifft man sich in der Bar, um einen aperitivo zu trinken. Was den Aperitif betrifft, hat jede Bar ihr eigenes Rezept.
Der Tresen einer Kaffeebar wird zum Ort der Begegnung. Denn der Besuch einer Bar ist immer mit einem Schwätzchen, una chiacchierata, verbunden, mit dem Besitzer, der Bedienung oder den anderen Gästen. Nach dem Abendessen kommt man auch gerne auf ein kleines Bier vorbei, oder im Sommer auf ein Eis.
Die Bars, die Tische haben, an denen bedient wird, nennt man öfters "caffè". Dort kostet der Verzehr etwas mehr als an der Theke.
Außer Getränken und süßem Gebäck gibt es oft auch Imbisse wie panini (Brötchen) con prosciutto (mit Schinken), con salame (mit Salami) oder die bei den Italienern sehr belieben trammezzini, das sind in der Diagonale halbierte Toastbrotscheiben ohne Rinde, die mit allen möglichen Köst­lich­keiten (Thunfisch, Salat, Mayonnaise, Schinken ...) belegt und dann zu­sam­men­geklappt werden.
In manchen Bars kann man sogar Zigaretten und Fahrkarten der öffentlichen Verkehrsmittel kaufen. Als es in Italien noch keine Telefonhäuschen und schon gar keine Handys gab, war die Bar fast die einzige Möglichkeit, öffent­lich zu telefonieren. Dazu verwendete man sogenannte gettoni.
Italienische Bar
Sind sie bei Freunden zum Abendessen eingeladen und möchten noch schnell ein kleines Mitbringsel besorgen? Da sind sie in einer Bar gerade richtig: mit einer Flasche Wein oder Sekt, einer Packung Pralinen oder mit köstlichen pasticcini (Feingebäck).

Ein Aufenthalt in einer Bar hat einerseits etwas Flüchtiges an sich. Denn man verweilt dort nicht so lange, wie deutsche Italienbesucher es von ihren heimi­schen Gasthäusern gewohnt sind. In den Stadtvierteln, andrerseits, und in der Provinz dienen Bars als Treffpunkt, wo man den halben Tag oder Abend ver­bringt, die Zeitung liest und sich mit Freunden ohne großem Konsumzwang trifft. Man spielt Karten oder Schach , sieht fern - es ist schöner Fußball­spiele gemeinsam anzuschauen als allein - oder spielt sogar am Billiardtisch eine Partie Pool.

Von allen Geschäften hat die Bar die längsten Öffnungszeiten. Viele Bars öff­nen um 6 Uhr in der Früh und schließen um Mitternacht
Die Bar ist der Männertreff schlechthin: für den kurzen Espresso am morgen, für den Rückzug hinter der Sportzeitung, für eine feurige Diskussion über Formel Eins, Politik, Fußball und Frauen.
 
Il Bar
Italienische Bar
Seitdem ich von Italien nach Mün­chen gezogen bin, vermisse ich zwei Dinge ganz besonders: das Meer und die italienische Bar. Jedem, der schon einmal in Italien war, ist sie ein Begriff, die italienische Bar. Sie ist eine Mischung aus Stehcafé und Kneipe. Sie hat nicht viel mit den Vorstellungen zu tun, die sich an das gleichlautende deutsche Wort knüp­fen, sie ist Treffpunkt für einen caffè, einen Miniimbiss oder einen ape­ritivo.

Aperitif
Aperitif
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Kaffee
Kaffee und Espresso
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Caffè Bars
Caffè Bars
KALENDER 2007

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