Die
Japanische Wollmispel (Eriobotrya japonica) ist in Italien als
nespola (die Frucht) bzw. nespolo (der Baum) bekannt
und gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
Der Baum ist in China und Japan heimisch. Die Japanische Wollmispel erreichte gegen Ende des 18. Jahrhunderts
Europa, wo sie heute in vielen Ländern mit mediterranem Klima angebaut wird, wie Italien und Spanien. Darüber hinaus wird sie auch in Israel,
Indien, USA, Chile und Brasilien angebaut
Der immergrüne Baum erreicht
eine Höhe von ca. sieben Meter und wurde am Anfang wegen seiner tiefgrünen Blätter ausschließlich
als Zierpflanze angebaut. Die Früchte wachsen in traubenförmigen
Fruchtständen, die
sich im zeitigen Frühjahr entwickeln.
Die am Ende spitz zulaufende Blätter sind länglich-oval, satt grün in der Farbe und graugrün an der pelzigen Unterseite und haben ausgeprägte Blattgräte. Die Pflanze ist laubabwerfend trotzdem immergrün.
Die ründlichen
Früchte sind etwa 4-7 cm im Durchmesser. Das Fruchtfleisch
der nespola ist gelblich bis orangefarben und je nach
Sorte fest oder weich. Es kann im reifen Zustand sehr saftig und erfrischend sein, mit einem süßsauren Geschmack. Unreif schmeckt
die Frucht sehr sauer. Die dünne,
hellgelbe Haut der nespola kann ebenfalls gegessen werden. Die Frucht enthält in
der Regel vier bis acht harte, glatte Kerne.
Die Früchte dieses
in unseren Breiten nur als Kübelpflanze vorkommenden
Gewächses können als Obst oder Kompott gegessen
werden, oder auch zu Marmelade verarbeitet werden.
Calatabiano (Sizilien) ist ein wichtiges Anbaugebiet für Mispeln und produziert jedes Jahr etwa. 800 Tonnen dieser Frucht. Am zweiten Sonntag des Monat Mai findet jedes Jahr die Sagra delle Nespole (Fest der Mispel) statt.
Sagra delle nespole in Calatabiano
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Nespole al vino (Dessert)
Zutaten 1 kg reife nespole
150 g Zucker
1 Zitrone
2 Gewürznelken
2 Glas trockenen Weißwein
Zubereitung Die nespole schälen, entkernen und
in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Zucker,
der geriebenen Zitronenschale, den Gewürznelken und dem
Wein in eine Kasserolle geben. Bei niedrieger Flamme köcheln
lassen, bis die Früchte weich sind.
Nespole
Ich wäre als Kind niemals auf
die Idee gekommen, diese wohlschmeckende
Früchte zu "kaufen"! Man pflückte
sie beim Bauern oder im Garten eines Freundes direkt vom
Baum.
Im Gegensatz zu den Kakis und den Feigen sind sie auf den
Märkten in Deutschland selten zu finden. Das ist auch
darauf zurückzuführen, dass die Früchte
äußerst leicht verderben und deshalb
für lange Transporte ungeeignet sind.
Exotische Früchte
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